Unordnung macht Appetit auf Süsses - womenbiz

Unordnung macht Appetit auf Süsses

Veröffentlicht am 10. Februar 2022

Autorin: Gudrun C. Meier-Lange

Schon mal gehört?

  • „Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen“
  • „Ordnung ist das halbe Leben“

Jetzt kommt auch noch Süsses daher? Was hat denn bitte schön Schokolade und Co. mit Gerümpel zu tun? Gerümpel beeinflusst uns definitiv. Aber wie? Hier ein paar Beispiele:

  • Zuviel Krempel verstopft den Körper, schlägt sich aufs Gewicht nieder
  • Gerümpel macht müde und lethargisch
  • Unordnung ruft Disharmonie hervor
  • Krempel trübt Sensibilität und Lebensfreude
  • Gerümpel erhöht den Putzaufwand

Unordnung erzeugt oft Frust. Frust ist Stress, Stress wiederum erzeugt Esslust und dies oft auf Süsses.

Gerümpel und der Bezug zu Feng Shui

Im Feng-Shui sind die acht Himmelsrichtungen und die Mitte Lebensthemen, Personen, Elementen und Organen zugeordnet (siehe Grafik). Häuft sich in einer der Himmelsrichtungen allzu viel Gerümpel, kann es sein, dass dieser Bereich Auswirkung auf die Person, Lebensthemen oder Organe hat. Hat z.B. der Norden zu viel Gerümpel ist vielleicht der Lebensfluss oder die Karriere zäh. Wenn der Süden verstopft ist, wie steht es um die Anerkennung oder die längst fällige Salär Erhöhung?

Jede Form von Gerümpel behindert den sanften Energiefluss innerhalb eines Wohn- oder Arbeitsraumes. Wer es nicht schafft Ordnung zu halten, schleppt oft seelischen Ballast mit sich herum, z.B. den ungeklärten Konflikt in der Familie oder mit einer Kollegin.
Unser Unterbewusstsein können wir nicht täuschen.

Gerümpel ist aufgestaute Energie. Das englische Wort für Krempel, Kram, Gerümpel und Unordnung ist „clutter“. Dies stammt ursprünglich von dem englischen Wort „clotter“ ab, was Gerinnen bedeutet. Stärker kann man wohl kaum ins Stocken geraten.

Der Raum ist der Spiegel unserer Seele. Unordnung triggert unser Gewissen an, wir beschäftigen uns gedanklich damit „ich sollte doch…“, abgesehen davon, dass wir sehr viel Zeit mit Suchen verbringen. Das heisst, Energie wird gebunden.

Vieles von dem, was herumliegt nutzen wir meist nicht, denk nur an die Zeitung von vorgestern, die unbedingt noch gelesen werden sollte oder an den Keller, indem schon seit Jahren das Gleiche lagert, ohne es zu nutzen.

Der Keller ist der Vergangenheit und der Dachboden der Zukunft zugeordnet. Hast du Themen in der Vergangenheit und wirst von diesen immer wieder eingeholt? Dann fange an im Keller aufzuräumen, wirf Ballast ab. Ich garantiere dir, du fühlst dich nachher wohler und hast an alten Themen gearbeitet.

Umgang mit Gedanken und Gefühlen

Du hast nun schon einiges gehört, wie sich der Krempel auf dich auswirkt. Es wird Zeit sich an die Arbeit zu machen. Vermeide Wörter wie „sollte“ und „könnte“. Sollte ist negativ belegt, setzt dich unter Druck. Könnte lässt dir den Freiraum es zu tun oder auch nicht. Sag doch einfach „Ich miste heute von 14.00 bis 15.00 Uhr aus.

Raum als Spiegel der Seele

Kennst du das: Du raffst dich endlich auf Ordnung zu schaffen und fühlst dich nachher auch aufgeräumt? Du kannst erst mit der Arbeit beginnen, wenn du deinen Schreibtisch aufgeräumt hast? Aufräumen hat eine unmittelbare positive und befreiende Wirkung auf die Seele.

Wut

Wenn man nicht weiss wohin mit der Wut, ist dies eine guter Gefühlszustand um auszumisten, z.B. den Kleiderschrank. Alles wegwerfen was alt, schäbig und überflüssig ist, oder was dir ohnehin nicht oder nicht mehr gefällt.

Was noch gut ist, aber nicht mehr gefällt, bringst du einer Hilfsorganisation, so erfüllst du gleichzeitig einen guten Zweck.

Das Befreien von altem Plunder ermöglicht es, ein gleichzeitig blockiertes Gefühl loszulassen. Man gewinnt Abstand von dem Vorfall, der einem in Wut versetzt hat oder man gewinnt eine neue Perspektive oder man fasst den Entschluss beim nächsten Vorfall die Dinge direkt anzusprechen.

Entrümpeln macht glücklich

Du gehst Skifahren und stehst an einem steilen Hang. Du weisst, dass du heil hinunterkommst, wenn du dich auf deine Fahrt konzentrierst. Das Glücksgefühl, wenn du es geschafft hast, nennt man den Flow-Effekt.

Beim Entrümpeln ist dieses Gefühl auch möglich. Probieren es aus. Du musst ja nicht gleich den ganzen Raum entrümpeln wollen. Fange klein an, z.B. mit einer Schublade.

Wie man ausmistet

Entrümpelungsmethode auswählen

  • Kleine Schritte-Technik: Fange mit einem bestimmten Bereich innerhalb einer festgelegten und geblockten Zeit an. Am nächsten Tag fortsetzen.
  • Aufräumtag: Statt mehrerer Einzeltermine reserviere dir einen ganzen Tag.

Gerümpel sortieren

Du brauchst 4 Kisten:

  • Weg damit
    Hier kommt alles hinein was auf den Müll gehört. Dinge, die endgültig kaputt sind oder die ein Jahr lang nicht benutzt wurden, alles was du nicht magst oder hässlich findest.
  • Reparieren
    Alles was zu reparieren ist, wird hier gesammelt. Versehe die Dinge mit einem Termin bis wann die Reparatur erledigt ist. Schaffst du es nicht bis dahin, ist es nicht so wichtig: Also weg damit.
  • Weitergeben
    Zu schade für den Abfalleimer. Alle Dinge, die du verkaufen oder verschenken willst. Kleinere Dinge gleich per Post verschicken. Auch hier setzt du einen Termin, bis wann alles weitergegeben ist.
  • Entscheiden
    Fällt der Entscheid schwer sich zu trennen, kommt es in die Entscheidungskiste. Immer wieder durchschauen und aussortieren. Setze dir einen Endtermin bis wann die Kiste leer ist.
    Oder: Die Kiste einen Monat lang nicht anschauen und dir dann überlegen, was in der Kiste ist. Du erinnerst dich nicht mehr? Ein guter Grund zum Entsorgen.

Belohne dich

An und für sich weckt die vollbrachte Tat schon die Freude in dir, aber du könntest ja noch einen draufsetzen.

Lege eine Belohnungsliste an mit schönen Dingen, die du dir schon lange einmal gönnen wolltest und belohne dich damit bei jeder Entrümpelungsaktion.

Der richtige Zeitpunkt

Es gibt keinen „richtigen“ Zeitpunkt. Die Zeit ist immer gut, egal ob bei Tag oder bei Nacht. Natürlich gibt es Zeiten, die prädestiniert sind wie z.B. Regen- oder Nebeltage, die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, der Frühlingsbeginn, vor einem Umzug. Warte aber nicht auf den vermeintlich richtigen Zeitpunkt. Beginne damit, wenn du findest „jetzt ist es Zeit“.

Gerümpel frei bleiben

Ritualisiere

  • Jeden Tag 10 bis 15 Minuten
  • Jede Woche 2 Stunden bei grösserem Entrümpelungsbedarf. Zeit und Tag im Kalender eintragen und was du ausmisten möchtest.
  • Jeden Monat einen halben Tag – in 4 Stunden ist eine ganze Menge zu schaffen
  • Jedes Jahr eine Grossaktion, auch im Büro mit den Kolleg/innen

Wer im Aussen aufräumt, hat auch im Inneren Ordnung

Ordnung wirkt auf unseren Geist. Die Konzentration wird gestärkt, wir können uns besser fokussieren, schaffen Platz für Neues. Wir lassen buchstäblich los. Aufräumen klärt die Gedanken, befreit, beflügelt, setzt Energie frei, neue Ideen zeigen sich.

Willkommen im ballastfreien neuen Lebensgefühl.

Über die Autorin

Gudrun Meier-Lange war schon in jungen Jahren vom Thema Wohnen und der Natur fasziniert. 2004 hat sie Ihre Ausbildung zur Dipl. Feng-Shui-Masterberaterin und 2013 die Ausbildung zur Dipl. Farbdesignerin abgeschlossen. Sie berät Kunden zum Thema Wohnen, Arbeiten, Neubau- und Gartenplanung und schafft «beseelte» Räume, in denen man sich rundum wohl fühlt, Abschalten und Auftanken kann. Arbeitsräume gestaltet sie so, dass konzentriertes und kreatives Arbeiten möglich ist. Ein Herzensanliegen von ihr «gebt Räumen Farbe», das steigert deutlich das Wohlbefinden und die Atmosphäre.

Gudrun C. Meier-Lange

Dipl. Feng Shui Beraterin, Dipl. Farbdesignerin
Präsidentin und Mitgründerin Feng Shui Verband Schweiz
Raum- und Farbkonzepte Meier-Lange

Webseite: www.meier-lange.ch
Telefon: +41 44 862 08 31
E-Mail: beratung@meier-lange.ch

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