Mit starker Sprache zur starken Familie

Veröffentlicht am 26. April 2018

Wirksam und wertschätzend mit Kindern sprechen

Kennen Sie das? Sie fordern ihre Kinder x Mal auf, etwas zu tun, und nichts geschieht. Auf der anderen Seite warnen Sie Ihr Kind vor etwas – und schon passiert es. Beide Situationen haben damit zu tun, dass Ihre Botschaft anders oder gar nicht beim Kind angekommen ist. Mit einer bewussten Sprache können Sie dies wandeln. Denn: Worte wirken – und schaffen Wirklichkeit!

Sie sind soeben eine Stunde in der Küche gestanden und haben für die Familie gekocht. Nun wünschen Sie sich, dass sich alle zum Essen an den Tisch setzen. Ob und wie schnell dies geschieht, hängt wesentlich von Ihrer Wortwahl ab. Wie sprechen Sie Ihre Kinder an? Rufen Sie einen diffusen Aussagesatz durch die Wohnung („Wir können jetzt essen!“)? Oder gehen Sie zu den Angesprochenen hin und verwenden dann einen konkreten Aufforderungssatz („Lena und Tim. Das Essen ist fertig. Bitte kommt an den Tisch!“)? Ihre Wortwahl macht den Unterschied. Sind Sie sich dessen bewusst, wird es für die Kinder und für Sie selber einfacher.

Wie Sie Ihre Botschaft stärken

Wir leben in einer Welt der Füllwörter. „Eigentlich“, „irgendwie“, „vielleicht“ oder „ein bisschen“ kommen in fast jedem gesprochenen Satz vor. Für Eltern und Pädagogen ist es besonders wertvoll, wenn sie sich der schwammigen Wirkung dieser Füllwörter bewusst sind. Ein „eigentlich“ verkehrt den Inhalt einer Aussage ins Gegenteil und macht uns unglaubwürdig. „Eigentlich solltest du jetzt ins Bett gehen“ wird als Aufforderung daher komplett wirkungslos bleiben. Sprechen wir ohne Füllwörter, bekommen nicht nur unsere Botschaften Kraft, sondern auch wir selbst.

„Pass auf, dass die Tasse nicht herunterfällt!“ – Peng.

Unsere linke Hirnhälfte versteht Sprache und Logik. Unsere rechte Hirnhälfte jedoch denkt in Bildern und lässt Gefühle entstehen. Beim Satz „Spring nicht auf die Strasse!“ entsteht im Kind unweigerlich das Bild, wie es auf die Strasse springt. Ein Bild, eine Visualisierung, strebt immer danach, Wirklichkeit zu werden. Und so erreichen wir mit unserer gut gemeinten Warnung oft genau das, was wir nicht wollen. Wer positiv spricht, bezieht Position und wird klar. Im obigen Beispiel tönt das dann so: „Michael, bleib auf dem Trottoir!“

Grenzen wahren durch den Verzicht auf Häng- und Ziehwörter

Eine bewusste Sprache hilft jedoch nicht nur dabei, dass Kinder den Aufforderungen von Erwachsenen lieber Folge leisten. Oft kann die Sprache belastende Situationen verändern, die auf den ersten Blick nichts mit Worten zu tun haben. Wenn Kinder etwa oft Grenzen überschreiten, kann es daran liegen, dass die Eltern die Grenze zwischen ihnen und ihrem Kind nicht wahren. Ein indikator dafür sind häufig verwendete Häng- und Ziehwörter wie „Ich hänge an …“, „Ich lebe in einer Beziehung“ oder „Ich fühle mich dir verbunden“, aber auch der Begriff „mein Kind“. Wer darauf achtet und seine Sprache wandelt, verändert damit auch das entsprechende Verhalten.

Mit einer bewussten Sprache verändern Sie Ihre Wirklichkeit und bringen Wertschätzung in Ihre Familie. Wie, lässt sich lernen. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!

Kurse und Impulsvorträge „Mit starker Sprache zu eigener Stärke“

Sprache Karin Schrag

 

Karin Schrag von freiräumen bietet

– Impulsreferate (in Firmen, Vereinen, Institutionen) und
– Kurse (in Firmen, an Volkshochschulen und monatlich im eigenen Kurslokal in Bern) für eine bewusste Sprache an. Die Referate und Kurse richten sich spezifisch an a) Eltern, b) Führungskräfte und c) Erwachsene im allgemeinen. Die TeilnehmerInnen lernen dabei die gängigen sprachlichen Stolpersteine kennen und erhalten wertvolles Wissen und konkrete Instrumente dazu, wie sie gleichermassen klar, wirksam und wertschätzend kommunizieren.

Alle Daten und Infos sind zu finden unter www.freiraeumen.ch (Angebot / Kurse STARKE SPRACHE oder Impulsreferate). Mehr zu Karin Schrag findest du auf ihrem Unternehmensprofil.

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