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Wie viele deiner Passwörter kennst du auswendig?

Veröffentlicht am 14. Oktober 2022

Autorin: Sabrina Keinersdorfer

Hand aufs Herz: Kennst du all deine privaten und geschäftlichen Passwörter, Pins und Logins auswendig? Die von dir und die deiner Kunden? Ja? Dann ist dieser Erfahrungsbericht über digitale Passwort Manager nichts für dich, aber Gratulation zu deinem Erinnerungsvermögen! An alle anderen: Ihr und eure grauen Hirnzellen können aufatmen, es gibt ihn, den digitalen Helfer, der private als auch geschäftliche Anliegen unter einen Hut bringt. Aber beginnen wir von vorne…

Wie alles begann

Es ist Samstagvormittag, ich habe gerade drei Mal das Passwort von meinem eBanking Account falsch eingetippt und muss nun per Post ein neues Passwort anfordern. Per Post! Man stelle sich das vor: Auch wenn noch heute ein automatisierter Prozess bei meiner Bank dafür sorgt, dass der Brief gedruckt und an die Post weitergeleitet wird, ist dieser Brief nicht vor Montag, 10 Uhr bei mir. Bis dahin habe ich keinen Zugrifft auf meine Finanzen. Dabei wollte ich doch gerade den Flug für meine Winterferien buchen…

Die Angst um mein Fingerbeeri

Kurz darauf fragt einer meiner Kunden bei mir nach, wie denn das Passwort zu seinem Mailchimp Account sei. Ich überlege kurz, öffne Mailchimp im Browser, tippe den Benutzername ein und nutze den Fingerscan auf meinem MacBook, um das Passwort automatisiert einzutragen, klicke dann auf das kleine Icon daneben, um das Passwort unverschlüsselt anzuzeigen. Vielleicht habe ich zu viele Krimis geschaut in den letzten Jahren, aber kurz stocke ich und denke: Was, wenn ich meinen Finger verliere? Kenne ich dann alle Passwörter auswendig? Und geht das nicht einfacher?

Mein Retter: Der digitale Passwort Manager

Das Risiko wird mir nun zu gross, nicht nur, weil ich meinen Finger noch brauche und mich meine grauen Hirnzellen ab und an im Stich lassen. Daher entscheide ich: Es ist Zeit für einen digitalen Passwort Manager. Meine Nachforschungen und mein Feedback nach sechs Wochen Einsatz lest ihr hier.

Do your Research

Natürlich habe ich zuerst Google gefragt, etliche Testberichte gelesen und dann in meinem Netzwerk bei meinen IT-Kollegen nachgefragt. Jene, welche doppelt erwähnt wurden, haben es in meine Probephase geschafft.

Meine Kriterien an den Passwort Manager

Die Kriterien und Anforderungen an den digitalen Passwortmanager gab ich mir natürlich selber:

  1. Der Manager musste eine kostengünstige Alternative sein.
  2. Er musste sowohl auf dem Handy als auch auf meinem Mac funktionieren und zwar offline, somit auch losgelöst von fremden Servern.
  3. Bin ich keine Programmiererin oder habe Zeit und Muse mich mit technischen Herausforderungen herumzuschlagen, ergo: einfach, verständlich und user friendly

Die finale Wahl

An den drei Kriterien sind die meisten aus meinem Research gescheitert. Es hats tatsächlich nur eine Lösung in die Endrunde geschafft: der Enpass Password Manager. Ich habe mir dazu zuerst einfach nur die App auf das Handy geladen. In einem kurzen und übersichtlichen Anmeldeverfahren habe ich mir einen Account angelegt. Wie bei jedem Passwort Manager braucht es ein Masterpasswort. Wenn man das vergisst, hat man keinen Zugang mehr zu seinen Einträgen. The bright side: man muss sich wirklich nur ein einziges Passwort merken! Oder man schreibt es sich auf, klebt es an die Rückseite des Schranks, unters Bett oder verfasst es im Testament 😉

Die Funktionen

Und dann gehts los: Man kann ganz einfach mit dem Pluszeichen oben rechts ein (neues) Login, eine Kreditkarte oder auch Lizenzen, Vielfliegerprogramme, Wlan Router, Seriennummern, Zahlenschlösser, aber eben auch Bankkonten und deren Zugänge erfassen. Die App gibt einem gute Inputs, was man alles sichern kann und auch soll.

Man entscheidet selber, wie umfangreich die Erfassung der einzelnen Einträge sein soll. Ist es bspw. nur das Bankkonto und der eBanking Zugang oder ist es auch gleich die IBAN, der Filialname, die Abhebungslimite und die Helpline.

Wer nun denkt „huch, das ist ja viel zu viel“, der sollte sich kurz fragen: Müssen diese Daten unter Umständen mit jemandem geteilt werden? Zum Beispiel mit dem/der Partner/in oder Mitarbeitenden. Weil dann macht die ausführliche Erfassung unter Umständen Sinn.

Somit: Ja, es braucht initial Zeit, doch kann uns nachher gerade im Berufsalltag mit vielen Kunden einiges an Ärger ersparen.

Der Enpass Password Manager kann übrigens noch viel mehr: Er weist mich auf kompromittierte Passwörter hin, man kann Anhänge hochladen, er generiert auf Wunsch neue Passwörter nach den höchsten Sicherheitsstandards, ich kann die erfassten Einträge sortieren (mit eigenen Tags oder nach Kategorien), es gibt eine Suchfunktion, biometrische Daten können genutzt werden (bspw. Face Recognition) und er ist via Desktop App und Verbindung zur Cloud auch synchronisierbar mit mehreren Geräten. Doch hier sei Vorsicht geboten: Natürlich sollte ein möglichst sicherer Cloud Dienst gewählt werden. Aber das ist ja dann ein anderes Thema…

Die Kosten

Der Testmodus ist gratis, dabei können 10 Einträge erstellt werden und man kann praktisch alle Funktionen ausprobieren, um herauszufinden ob die App zu einem passt. Und genau so habe ich das die letzten Wochen auch gemacht.

Braucht man mehr Einträge oder die zusätzlichen Funktionen, gibt es die Möglichkeit als Unternehmen oder für den privaten Gebrauch (je nach Anforderung) monatliche eine Lizenz zu zahlen. Mich hat am Ende der „One time Plan“ überzeugt, dort zahlt man einmalig € 71.19. Bei den meisten anderen Apps hätte ich monatlich eine Lizenz bezahlt. Auch wenn das nur CHF 1.50 pro Monat sind, summiert sich das über die Jahre. So habe ich keine monatlichen Abrechnungen, die ich in die Buchhaltung einfliessen lassen muss.

Schlusswort

Der Enpass Manager erfüllt meine Kriterien vollumfänglich und ich würde ihn, für alle, die eine ähnliche Ausgangslage und Kriterien haben, weiterempfehlen.

So, nun muss ich noch den Flug für meine Ferien buchen… 😉

Liebe Grüsse
Sabrina

Startklar Marketing GmbH
Sabrina Keinersdorfer
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