Die Geschichte, die mich nicht mehr losliess
Eine Idee, die zehn Jahre lang blieb, ein Schicksalsschlag, der alles veränderte und ein Herzensprojekt, das schliesslich Wirklichkeit wurde.
Autorin: Nicole Walker
In einer Zeit, in der nur Männer in der Geschäftswelt vernetzt waren und Frauen sich eher in der Nachbarschaft zum «Lismerchränzli» (Mundart für «Strickrunde») trafen, hatte Ursula Meichle ein anderes Bedürfnis und eine andere Idee.
Sie vernetzte die Frauen, die sie in ihrer Kaderselektion vermittelt hatte, miteinander. Vor 33 Jahren war damit das Netzwerk Carrière Féminine geboren – ein Austausch unter Frauen mit Fokus aufs Business, nicht auf die Klatschgeschichten aus der Nachbarschaft.
In der Zeit, als das Netzwerk gegründet wurde, ging ich noch zur Schule. Ab und zu erlebte ich ein «Lismerchränzli» meiner Mutter mit – und ich fand es toll! Das Bild habe ich noch vor Augen: Die Nachbarsfrauen, aufgereiht auf Sofa und Stühlen rund um unser Salontischli. Kaffee und Selbstgebackenes auf dem Tisch. Es wird geredet, gelacht und gestrickt. Die Frauen tauschen sich aus, geniessen den Moment und sind glücklich.
Vor 13 Jahren, als ich mich mit zwei Kollegen selbstständig gemacht und eine Kommunikationsagentur gegründet hatte, fragte mich Ursula Meichle, ob ich Teil des Netzwerks Carrière Féminine werden wolle.
Zum Glück habe ich Ja gesagt – zugegeben, mit etwas Unsicherheit, ob die knappe Zeit zwischen jungem Familienglück und der Rolle als Jungunternehmerin damit richtig priorisiert war.
Heute weiss ich: Ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können. Ja, ich habe kostbare Zeit für das Netzwerk aufgewendet – in einer Phase, in der ich ohnehin stark gefordert war. Und ja, ich habe den Mut aufgebracht und den Aufwand nicht gescheut, als mich die Gründerin einige Jahre später angefragt hat, ob ich das Netzwerk übernehmen möchte.
Im Gegenzug wurde ich dafür jedoch reich belohnt mit:
Wenn ich das so schreibe, merke ich: So weit bin ich gar nicht vom «Lismerchränzli» entfernt. Denn auch ich geniesse bei Carrière Féminine jeweils den Austausch und den Moment – auch wenn der Fokus ein anderer und das Süsse zum Kaffee nicht selbst gebacken ist.
Damit du von einer Community wirklich profitieren kannst, braucht es mehr, als einfach nur Teil davon zu sein. Aus meiner Sicht kommt es auf Folgendes an:
Und plötzlich – ja, urplötzlich – können ganz magische Dinge passieren. So hatte ich das Glück, dank des Netzwerks zu einer Geschäftsnachfolge zu kommen. Aus einem Smalltalk unter Carrière Féminine-Ladies entstand für mich ein neuer Lebenstraum.
Heute führe ich neben meinem Job in der Kommunikationsagentur ein kleines Parfumatelier in der Berner Altstadt. Hier habe ich meine Entschleunigung als Gegenstück zum geliebten, aber hektischen Agenturalltag gefunden.
Ich darf Dufterlebnisse und damit emotionale Momente mit anderen Menschen geniessen und die Ruhe und Sinnlichkeit, die Düfte und das Riechen mit sich bringen, teilen. Teilen mit anderen Menschen, die ebenso hektisch durch den Alltag eilen, wie ich das zu tun pflege. Ausser natürlich, ich bin im Atelier. Dann bin ich einfach im Moment. Und glücklich.

Nicole Walker (46) ist Präsidentin des Frauen Businessnetzwerks Carrière Féminine. Sie ist Mitinhaberin der Kommunikationsagentur GECKO Communication in Bern und führt seit einem Jahr das Parfumatelier HeyKLARA in der Berner Altstadt. Gemeinsam mit ihrer Familie wohnt sie im Berner Seeland.
Eines ihrer Lieblingszitate ist: Lächle und die Welt lächelt zurück.
Carrière Féminine | HeyKLARA | GECKO Communication
Nicole Walker
Webseite: carriere-feminine.ch | heyklara.ch | gecko-communication.ch
Email: info@carriere-feminine.ch | mail@heyklara.ch | nw@gecko-communication.ch
Telefon: +41 79 789 87 85
Instagram HeyKLARA
LinkedIn Carrière Féminine | LinkedIn GECKO Communication | LinkedIn Nicole Walker
Eine Idee, die zehn Jahre lang blieb, ein Schicksalsschlag, der alles veränderte und ein Herzensprojekt, das schliesslich Wirklichkeit wurde.
Jahrelang habe ich Netzwerken vermieden. Was sich änderte: die Menschen und die Haltung, sie nicht als Konkurrenz zu sehen.
Synergien entstehen, wenn wir offen zuhören, Wissen teilen, Organisationen Dialoge ermöglichen und Menschen über Grenzen hinweg verbinden.