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Von Image, Komfortzonen, Prioritäten und Balance

Veröffentlicht am 14. November 2022

Autorin: Michaela Santschi | womenbiz ag

Ob am 1. Januar oder am 23. Juli; für einen Paradigmenwechsel braucht es kein bestimmtes Datum, sondern den richtigen Mindset. Nichtsdestotrotz ist das Jahresende das wohl beliebteste Datum um Erlebtes zu reflektieren, neue Ziele zu setzen und das nächste Jahr vielleicht doch ein bisschen «bewusster» zu starten.

Inspiriert vom Jahresende und den Neujahrsvorsätzen, nehmen wir uns schon jetzt die Zeit, um dir ein paar wichtige Inputs zum Thema zu geben.

Deine persönliche Marke

Es ist schwierig eine Dienstleistung oder ein Produkt zu verkaufen, wenn dir nicht klar ist, wer du selbst bist – denn am Ende bist DU deine Marke! Aber auch wenn du kein eigenes Business hast, «verkaufst» du, und zwar dich selbst, tagtäglich. Das tönt in der Theorie einfach und logisch, aber hast du dein «Ich» schon mal wirklich zu Papier gebracht, dich gefragt, wer du eigentlich bist und was du darstellst?

Nimm dir 5 Minuten Zeit und beantworte dir die folgende Frage: «Wer bin ich?». Wichtig: Schreibe dir deine Antworten auf. Sie sind ein Guide für die Zukunft.

Im Anschluss stelle dir die Frage «Welches Image möchte ich der Welt projizieren?». Ist dieses Image unterschiedlich zu deinem heutigen Ich? Dann frage dich wieso, und was du verändern musst, damit dein ideales Image und dein Ich übereinstimmen!

Denke an deinen Alltag: Verhältst du dich immer gleich echt oder hast du das Gefühl, dass du dich in gewissen Situationen verstellen musst, um anderen zu gefallen? Solltest du hier mit «ich verstelle mich» geantwortet haben, musst du dir dringend genauere Gedanken zu deinem Personal Brand machen. Denn das Ziel ist, dein Ich zu kennen und zu zeigen, kongruent und authentisch! Nur so wirst du von deinem Gegenüber als eine vertrauensvolle Persönlichkeit erkannt und ernst genommen.

Stelle dir eine weitere Frage: «Wer bin ich in 12 Monaten?». Stelle dir dazu dein Ich in der Zukunft vor und notiere dir klare Aussagen im Stil von «ich bin», «ich habe» etc.

Was projiziere ich der Welt?

Mit der Definition deines Personal Brands hast du auch gleich die Basis deiner Kommunikation definiert. Er ist die Basis deiner Webseite und deiner Social Media Kanäle. Bist du mit deiner Kommunikation zufrieden? Ist sie kongruent mit deinem Personal Brand? Ist dir klar, was du auf deinen Kanälen teilst / teilen möchtest? Falls ja, Gratulation! Falls es dir noch nicht klar ist, dann versuche diese zwei einfachen Übungen:

  • Wem folge ich?
    Wirf einen Blick auf die Accounts, denen du folgst und suche dir 5 Accounts, die dich inspirieren; deine sozialen Mentoren so zu sagen. Was bewunderst du an den Accounts (also, der Person dahinter)? Und was hast du mit diesen Accounts gemeinsam?
  • Was teile ich?
    Wirf einen Blick auf deinen Account und frage dich:
    Was teile ich aktuell? Was möchte ich in Zukunft teilen?
    Wo teile ich? Wo möchte ich in Zukunft teilen?
    Wieso teile ich etwas? Was will ich mit jedem Post bewirken?
    Deine Social Media Zukunft soll sich für dich angenehm und richtig anfühlen. «Auf LinkedIn, weil das ja heute so von mir erwartet wird» zählt hier also definitiv nicht dazu.

Wachse aus deiner Komfortzone heraus!

Eine Komfortzone zu haben ist an sich nichts Negatives, sie gibt dir Geborgenheit, Kraft und Energie. Allerdings kannst du nur wachsen, wenn du dich auch ab und an aus deiner Komfortzone heraus bewegst. Auch hier wird dir eine einfache Übung helfen.

Denke erneut an deinen Alltag: In welchen Situationen fühlst du dich unwohl? Gibt es Dinge, die du nicht machst, aus Angst zu versagen, dich unwohl zu fühlen oder von anderen bewertet zu werden? Schreib dir die Situationen auf.

Schreibe dir zudem die Ängste auf, die dich davon abhalten, deine Comfort Zone zu verlassen. Setze im Anschluss Massnahmen für dich fest, um in eine Zone des stetigen Wachstums zu gelangen. «Ich verspreche mir selbst, …».

Uns ist bewusst, dass dies keine einfache Aufgabe ist und dass immer wieder Zweifel auf dem Weg aufkommen werden. Schau dir in diesen Momenten deine Antworten an, sie werden dir helfen, deine Richtung zu finden.

Balance finden

Stress, Disharmonie und Überschöpfung machen sich früher oder später bemerkbar. Meist beginnt es mit schwachen Anzeichen: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Insomnie… es ist einfach, die ersten Anzeichen zu ignorieren, eine Tablette zu nehmen und weiterzumachen… DON´T! Denn die ersten Anzeichen sind ein Schutzmechanismus deines Körpers.
Dass eine Disharmonie in unserem Leben besteht, ist uns oft gar nicht so bewusst – bis wir einen genaueren Blick auf unser Leben werfen. Es gibt diverse unterschiedliche Methoden dazu, die Idee dahinter ist jedoch meist die gleiche: Die Prioritäten in deinem Leben zu balancieren.
Eine der wohl bekanntesten Methoden ist das Wheel of Life.

Wheel of Life

Das Wheel of Life besteht normalerweise aus den 10 Kategorien Finanzen, Spiritualität, persönlichem Wachstum, Business, Familie, Gesundheit, Freunde, Freizeit, Liebe, Gesellschaft). Es hilft zu beurteilen und zu verstehen, wie die Bereiche in deinem Leben ausgeglichen sind. Die Idee ist, eine Balance zwischen allen Kategorien zu finden, die dich glücklich macht. Vorlagen findest du ganz einfach auf Google. Du kannst aber auch dein ganz eigenes Rad erstellen und die Kategorien wählen, die eine Priorität in deinem Leben darstellen.

Das Vorgehen ist dabei einfach: Geh jede Kategorie durch und bewerte, wie viel Aufmerksamkeit du dieser Kategorie derzeit widmest. Gib jeder Kategorie eine Note auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 für die geringste und 10 für die höchste Aufmerksamkeit steht. Sobald du die Punktzahl für eine Kategorie ermittelt hast, markiere sie in der entsprechenden Speiche. Am Resultat siehst du, wie ausgeglichen oder unausgeglichen du bist.

Verschiedene Bereiche deines Lebens erfordern unterschiedliche Aufmerksamkeit. Mit anderen Worten: Ein ausgeglichenes Leben muss nicht bedeuten, dass du jeder Kategorie gleich viel Aufmerksamkeit schenkst. Überlegen dir, wie hoch deine ideale Aufmerksamkeit für jede Kategorie ist und trage diese Werte dann in einer anderen Farbe auf deinem Lebensrad ein.

Ich persönlich benutze das Wheel of Life ein wenig anders: Ich stelle mir nicht die Frage, wie viel Zeit ich für jede Kategorie widme, sondern wie glücklich ich mit jedem einzelnen Bereich in der Aktualität bin, ich spare mir also so zu sagen einen Schritt. Probiere aus, was für dich am besten funktioniert!

Das Ziel des Wheel of Life oder anderer, ähnlicher Tools ist ganz einfach: Einen Ist-Stand deines aktuellen Lebens zu erhalten, einen für dich idealen Soll-Zustand zu etablieren und Massnahmen festzulegen, wie du von Ist zu Soll gelangen wirst.

Halte deine Prioritäten fest

Du weisst nun, wer du heute bist, wer und was du in 12 Monaten sein wirst, was du nach aussen projizieren möchtest und welche Prioritäten du in deinem Leben setzt. Ein guter Ausganspunkt, um noch einen Schritt weiter zu gehen: Erstelle dein Vision Board!
Ein Vision Board ist eine Sammlung aus Bildern, Farben, Sätzen oder Wörtern, die darstellen, was du in deinem Leben sein, fühlen, tun oder haben möchtest. Dabei sind dir keine Limiten gesetzt, dream big!

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