MITERA, DNA zertifizierte Ur-Kraft in Ölform - womenbiz

MITERA, DNA zertifizierte Ur-Kraft in Ölform

Veröffentlicht am 7. November 2022

Aurorin: Antonella Meyer-Masciulli

MITERA (griechisch: «Mutter») bezieht sich auf den Mutterbaum, einen mehrere Tausend Jahre alten Olivenbaum. MITERA ist auch gleichzeitig der Name und die Dachmarke meines Unternehmens, mit welchem ich reinsortige kaltgepresste Olivenöle von höchster Qualität herstelle. Wie es dazu kam und was Olivenöl für dich und deine Gesundheit machen kann, erfährst du hier.

Es begann mit einem Besuch auf Kreta

Vor ein paar Jahren war ich auf Kreta als Jurymitglied eines Olivenölwettbewerbes tätig und hatte über Bekanntschaften die Möglichkeit, mehrere alten Olivenhaine zu besichtigen, mit Bäumen, die mehrere Tausend Jahre alt sind. Ich hatte das Gefühl in einer anderen Welt gelandet zu sein, einen Tempel zu betreten. Die vitale Kraft dieser majestätischen Bäume und die friedliche Stille berührten mich zutiefst. Doch dieser magische Moment wurde vom Lärm einer Motorsäge gestört. Ich erfuhr, dass in einem benachbarten Olivenhain solche uralten Baumgiganten gefällt wurden. Gefällt wurden diese einzigartigen Naturwunder deshalb, weil der Verkauf des Holzes kurzfristig lukrativer ist als die Erzeugung von Oliven und Olivenöl.

Da die Pflege dieser mächtigen Bäume sehr aufwändig ist, bemühen sich viele Bauern gar nicht erst, die Oliven rechtzeitig zu ernten. Sie begnügen sich damit, Netze auf dem Boden auszulegen, um die überreifen, bereits angefaulten Oliven einzusammeln. Aus diesen Oliven wird dann ein qualitativ minderwertiges, billiges Lampenöl gepresst, das in einer Raffinerie zuerst mittels chemischer Verfahren aufbereitet und dann sehr günstig verkauft wird. Doch diese uralten Olivenbäume haben einen enormen kulturellen Wert. Sie haben die Ägypter, die Minoer und die Römer überlebt und erzählen Geschichten aus diesen längst vergangenen Zeiten. Und dann stand ich also dort und musste mitansehen, wie diese majestätischen Giganten gefällt wurden.

Throumbolia Hain, Kreta
Foto: Patrick Odermatt

Das war der Moment, als ich mich entschloss, aktiv zu werden. Ich reiste in der Folge mehrmals nach Kreta und traf mich mit den Eigentümern der besuchten Olivenhaine und anderen Bauern. Das Ziel war, einen Weg zu finden, um aus den bedrohten kretischen Ur-Sorten Mastoidis und vor allem der ältesten Ur-Sorte Throumbolia hochwertige Olivenöle zu erzeugen und die teils Jahrtausende alten, bedrohten Olivenbäume an ihren Standorten zu erhalten. Ich musste somit zunächst Überzeugungsarbeit leisten und mich in dieser Männerwelt behaupten. Gleichzeitig erfuhr ich, dass auch in Umbrien noch eine gewisse Anzahl von Bäumen der Ur-Sorte Raio existiert. Eine Sorte aus der römischen Zeit, die auch gerettet werden musste. Für eine geborene Italienerin war es für mich ein MUSS, auch in meinem Heimatland mit meinem Projekt aktiv zu werden.

Raio Olivenbaum, Perugia,
Foto : Nicolo`Cultrera

Im Herbst 2018 erzeugte ich mit meinen engagierten Mitarbeitern (dem italienischen Agrarwissenschaftler Dr. Nicolò Cultrera aus Perugia und dem kretischen Agronomen-Team Agronova unter der Marke MITERA meine zwei ersten reinsortigen Olivenöle aus den Ur-Sorten Mastoidis (Kreta) und Raio (Umbrien). Inzwischen ist noch ein weiteres reinsortiges Olivenöl aus der ältesten kretischen Ur-Sorte Throumbolia dazugekommen. Und jüngst habe ich das Sortiment um zwei weitere, ebenfalls DNA-zertifizierte Olivenöle erweitert: Es handelt sich um harmonische Verbindungen zwischen den erwähnten Ur-Sorten und jüngeren Varietäten aus Kreta und Umbrien.

MITERA Team mit Bauern in Kreta

Foto: Patrick Odermatt

In den Flaschen von MITERA ist genau drin, was darauf steht.

Die unter der Marke MITERA vertriebenen Olivenöle sind DNA-zertifiziert und garantiert sortenrein. Die Konsumenten haben somit die Gewähr, dass sie ein Produkt erwerben, das nicht mit anderen Ölen aus Oliven anderer Sorten oder anderen Pflanzenölen versetzt ist.

Dank eines QR-Codes auf unseren Premium-Flaschen können unsere Kunden in Sekundenschnelle die Echtheit unserer Produkte überprüfen.

Jedes Sicherheitsetikett trägt eine einzigartige Seriennummer, welche die Authentizität und Rückverfolgbarkeit des Produkts garantiert. «Jede Flasche aus unserem Hause ist ein Unikat, was durch den Einsatz von valuesafe nochmals unterstrichen wird. Dank valuesafe haben unsere Kunden die absolute Sicherheit, ein originales MITERA-Olivenöl in den Händen zu halten.»

https://www.gastrofacts.ch/praemiertes-olivenoel-wird-faelschungssicher

Foto: Riccardo Midolo

Geprägt von der Kindheit

Meine Kindheit verbrachte ich in der malerischen, von Rebbergen und Olivenhainen gesäumten Hügellandschaft der Abruzzen in Italien. Geprägt durch die bäuerliche Umgebung entdeckte ich früh die Liebe zur Natur und vor allem zu den knorrigen, skulpturartigen Olivenbäumen mit ihren gewundenen Baumstämmen und den silbrig glänzenden, im Wind tanzenden Blättern.

Die ersten acht Jahren meines Lebens verbrachte bei den Grosseltern, da meine Eltern in den 1970er Jahren in die Schweiz ausgewandert waren, um dort zu arbeiten. Während jener Zeit sah ich sie jeweils nur einmal im Jahr. Erst im Alter von neun Jahren durfte ich dann zu ihnen in die Schweiz ziehen.

Einer meiner liebsten Aufenthaltsorte als kleines Kind war der Olivenhain meiner Grosseltern. Hier konnte ich zwischen den knorrigen Bäumen ausgelassen spielen und dabei auch ein Stück weit vergessen, dass ich nicht bei meinen geliebten Eltern sein konnte. Wenn ich jeweils die knorrigen Baumstämme umarmte, fand ich Trost und fühlte ich mich wohl und geborgen. Es ist bestimmt kein Zufall, dass mich seit jenen Tagen eine besondere, beinahe magische Liebe mit den Olivenbäumen verbindet.

Und ich bin glücklich darüber, dass ich heute dank meiner Arbeit als Produzentin von hochwertigen Olivenölen die Möglichkeit habe, einen bescheidenen Beitrag für den Erhalt und den Schutz der uralten und raren Olivensorten Throumbolia, Mastoidis und Raio zu leisten. 

Mastoidis Baum in Kreta
Foto: Patrick Odermatt

Der Olivenbaum

Es gibt neben der Weinrebe keine andere Kulturpflanze, die so sehr mit dem Mittelmeerraum verbunden ist, wie der Olivenbaum. Woher der Olivenbaum ursprünglich stammt, ist zwar nicht zweifelsfrei geklärt. Tatsache ist aber, dass der Olivenbaum rund ums Mittelmeer sein ideales Habitat gefunden hat. Und Tatsache ist auch, dass die ältesten Zeugnisse der Kultivierung des Olivenbaums aus dem östlichen Mittelmeergebiet und dem Nahen Osten stammen. Von da gelangte der Ölbaum auf die Inseln der Ägais und vor allem nach Kreta.

Vom östlichen Mittelmeergebiet wanderte der Olivenbaum westwärts. Es waren vor allem phönizische und griechische Handelsleute und später die Römer, die für seine Verbreitung im ganzen Mittelmeerraum sorgten. Die oftmals kargen und steinigen Böden und das milde Klima mit feuchten Wintern und warmen, trockenen Sommern bieten dem Olivenbaum ideale Wachstumsbedingungen.

Auf Kreta findet man beeindruckende Olivenbaum-Methusaleme der Ur-Sorten Throumbolia und Mastoidis, die – wie Untersuchungen von Archäobotanikern gezeigt haben – drei- bis viertausend Jahre alt sind.

Die Hochkultur der Minoer, die um 2’000 v. Chr. eine erste Hochblüte erreichte, ist eng mit dem Olivenanbau und dem Handel mit Olivenöl verbunden. Die wichtigsten Abnehmer von kretischem Öl waren die ägyptischen Pharaonen. Es galt als das Beste für die Zubereitung von Speisen. Zwar wurden auch in Ägypten Oliven angebaut, doch scheint das dort erzeugte Öl keinen guten Ruf genossen zu haben und wurde als Lampenöl sowie für Salben und zum Einbalsamieren verwendet. 

So lang und verzweigt die Geschichte der Olivenkultivierung ist, so gross ist auch die Sortenvielfalt: mindestens tausend verschiedene Olivenvarietäten soll es geben! Obwohl inzwischen Oliven rund um den Globus angebaut werden, stehen nicht weniger als 90 Prozent aller Olivenbäume in ihrer alten Heimat rund um das Mittelmeer. Die fünf grössten Erzeugerländer von Olivenöl sind Spanien, Italien, Griechenland, Marokko und die Türkei.

Kreta, Monumental-Hain  der Sorten Mastoidis und Throumbolia
Foto:
Patrick Odermatt

Olivenöl pflegt innen und aussen

Olivenöl ist das flüssige Gold des Südens und das Herzstück der mediterranen Küche. Es gilt als Lebenselixier, als ein Allheilmittel für die innere und äussere Anwendung und als das gesündeste Öl.

Olivenöl ist ein Naturprodukt, das nicht nur schmeckt, sondern auch als Quelle für Vitalität und Gesundheit gilt. Viele Studien und Untersuchungen zeigen, dass Olivenöl vor allem vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirkt und den Cholesterinspiegel senkt. Denn Olivenöl besteht zu 75 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren, der Ölsäure.

Ölsäure tut in der Tat unserer Gesundheit gut und ist unter anderem wichtig beim Aufbau der Zellen. Daneben hat Olivenöl viele Bestandteile, die auf andere Weise gesund sein sollen. Dazu gehören auch Stoffe mit stark antioxidativen Eigenschaften. Sie wirken blutverdünnend, hemmen Entzündungen und sollen sogar Krebs und das Altern vorbeugen.

In Verbindung mit der mediterranen Ernährung – viel Fisch, frisches Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide – vermindert Olivenöl erwiesenermassen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei spielt auch die Lebensart der Mittelmeerbewohner, wie zum Beispiel das Essen in grosser, geselliger Runde, eine wichtige Rolle.

Foto: Antonella Meyer-Masciulli

Über die Autorin

Antonella Meyer-Masciulli:

  • Inhaberin und CEO der Mitera GmbH
  • Olivenölsensorikerin und Prüferin im Schweizerischen Olivenöl-Panel an der ZHAW sowie Botschafterin der renommierten ONAOO (Organizzazione Nazionale Assaggiatori Olio di Oliva) für die Schweiz.
  • Ernährungsberaterin WS
  • Zudem setzt sie sich für den Schutz und die Erhaltung alter Olivenölsorten ein und erzeugt in Kreta und in Umbrien unter dem Markennamen «Mitera» garantiert reinsortige, mehrfach prämierte Extra-Vergine Olivenöle aus den Ur-Varietäten.

Mitera GmbH
Antonella Meyer-Masciulli

Telefon: +41764334484
E-Mail: info@mitera.ch
Webseite: www.mitera.ch

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