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Glaubenssätze – Bremse im Kopf

Veröffentlicht am 29. August 2018

Influencer Glaubenssätze: Was beeinflusst unser Denken?

Ob Angsthasen mit hängenden Ohren oder Besserwisser mit ständig erhobenem Zeigefinger: Drollige Weggefährten hausen mitunter lustig in unserem Kopf – unsere Hirngespenster.

 

Weg mit der Bremse im Kopf!

Hirngespenster sind hemmende Glaubenssätze, die uns blockieren und uns hindern, zu wachsen. „Dafür habe ich kein Talent“, „Das war bei uns schon immer so“, „Der Fachkräftemangel hat schuld, dass wir keine Bewerber haben.“, „Führung kann man nicht lernen.“

Der eine oder andere Glaubenssatz kommt Ihnen vielleicht bekannt vor. Sie sind normal. Denn kein Mensch kann ständig alles kritisch hinterfragen und sorgfältig prüfen. Wir alle brauchen praxistaugliche Faustregeln, um mit einer gewissen Leichtigkeit durch den Alltag zu kommen. Nur begehen wir mit ihnen zum Teil auch Denkfehler. Denn sie bringen uns dazu, zu glauben, wir hätten den vollen Durchblick, wir sähen die Dinge genauso, wie sie sind.

 

Dabei ist genau das Gegenteil oft der Fall. Denn Hirngespenster sind Glaubenssätze, die mit der Wirklichkeit meist wenig zu tun haben. Sie treiben ihren Schabernack mit uns, indem sie uns unsichtbare Fesseln anlegen, uns in unserer Entwicklung hemmen und hinter unseren Möglichkeiten bleiben lassen.

Simples Beispiel: Wer schon als Kind lernt: „In unserer Familie sind wir eher unsportlich“, braucht vielleicht viele Jahre, bis er entdeckt, dass er der geborene Surfer ist. Oder er oder sie traut sich erst gar nicht an diesen wundervollen Sport heran. Das gleiche gilt für: „In unserer Familie haben alle schwere Knochen.“ Wozu also auf das Gewicht achten? Schließlich ist es unumstößlich genetisch festgelegt. Es geht jedoch noch schlimmer.

 

Gefahr in Verzug

Glaubenssätze medial perfekt aufbereitet und als intelligente Schlagzeile getarnt, schleichen sich gar hinterhältig in unser Unterbewusstsein ein und beeinflussen ganze Gesellschaften, Generationen und Wahlen.

„Die Flüchtlinge nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg!“ sind aktuelle Banner, mit denen politische Stimmung gemacht wird. In den 50 er Jahren gab es Werbung in dem ganz klar ein Satz permanent vorkam und somit eine ganze Generation in seinem Frauenbild geprägt hat: „Wenn die Frau morgens aufsteht, hat sie genau zwei Fragen, die sie für sich beantworten muss: 1. Was koche ich heute meinem Mann? und 2. Was ziehe ich heute an?“. Das eine oder andere Hirngespenst vermag einem im Hier und Jetzt lustig erscheinen, nur was hat das mit uns- in dem Fall Frauen- vor fast70 Jahren gemacht? Wer sich dagegen gewehrt hat oder gegen den Sturm geschwommen ist, war sich seiner gesellschaftlichen Ausgrenzung sicher bzw. hat unnütz dort Energie verschwendet, die an anderer Stelle dann gefehlt hat.

Wer nichts weiß, muss alles glauben

Wieso lassen wir uns dann so beeinflussen? Generell kann unser Gehirn nur einen Bruchteil der auf uns einströmende Sinnesreize bewusst verarbeiten. Dabei konzentriert es sich auf Reize, die unseren Interessen oder unseren Erwartungen am meisten entsprechen, und auf Signale, die bei uns emotional besetzt sind. Das ideale Biotop aller Hirngespenster.

Die wohl gehaltvollste Nahrungsgrundlage, an der sich unsere Hirngespenster laben, ist allerdings unsere Bequemlichkeit. Hirngespenster werden allzu bereitwillig beherbergt und es ist daher einfach, uns daher leicht verdauliche und hübsch dekorierte Kost zu servieren. Die Frage nach den Inhaltsstoffen und Zutaten bleibt dann meist aus und der Koch wird vor der Genussaufnahme nicht näher betrachtet. Sie wollen sich vielleicht gerade selbständig machen, jedoch fehlt Ihnen der Mut bzw. die vermeintliche Sicherheit einer Festanstellung verwurzelt Sie am Boden und lässt sie nicht den nächsten Schritt tun? Und im Hinterkopf hören Sie leise: „In Deinem Alter macht man sich doch nicht mehr selbständig!“

Wie heißt Ihr Hirngespenst?

Sie würden gerne etwas dagegen tun? Vielleicht einen Ratgeber mit konkreten Tipps lesen oder ein Seminar besuchen? Was wäre sonst noch möglich, um die letzten Zweifel zu vertreiben? Na, kommt Ihnen bei diesem Gedanken vielleicht jetzt ein kleines Gespenst die Rolltreppe Ihres Unterbewusstseins hochgefahren, winkt Ihnen munter zu  und ruft: „Das kostet wohl..d“! Dann stellen Sie doch erst einmal ein Frage: „Was wäre es mir Wert, hemmende Glaubenssätze zu lösen, um „den nächsten konkreten Schritt in meiner Entwicklung zu machen“? Und dort wo die Gänsefüßchen stehen, setzen Sie bitte Ihr konkretes Ziel, Ihren Herzenswunsch ein.

Weitere Tipps finden Sie in meinem Ratgeber „Glaubenssätze auf der Spur: Wie Sie Ihr Leben selbst steuern, statt Hirngespenstern zu steuern.“, erschienen im Gabal Verlag.

Autorin: Nicole Truchseß

Glaubenssätze

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Frauenunternehmen

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