Tuba Arslan, Author at womenbiz
Selbständigkeit ist mein Leben!

Autorin: Isabelle Amschwand

Meine Selbständigkeit wurde mir in die Wiege gelegt! Ich stamme aus einfachen Verhältnissen. Meine Eltern haben immer viel gearbeitet und sehr unterschiedliche Berufe ausgeübt. Credo meiner Mutter und meines Vaters war: Du kannst alles in deinem Leben machen, solange du daran glaubst, es mit Herzblut tust, offen und flexibel bleibst sowie stets dein Bestes gibst. Sie hatten Recht: Es funktioniert, auch wenn du laufend deine Komfortzone verlassen musst. Sich stets selber fordern und offen für Neues zu sein, war für mich vielleicht der beste Weg, das eigene Glück zu finden. Rasch wurde mir aber klar, dass man erst dann wirklich selbständig ist, wenn drei Grundbedingungen gegeben sind, auf welche ich nachstehend etwas näher eingehen möchte. Sie waren – und sind – in meinem Leben stets Orientierungspunkt und Antrieb für meine Selbständigkeit.

Finanzielle Unabhängigkeit

Sehr schnell habe ich verstanden, dass Freiheit mit der finanziellen Unabhängigkeit beginnt. Dies hat mich bewogen, nach meinem Jusstudium in die Finanzwelt einzutreten. Steuern und Vorsorge wurden rasch zu meiner Leidenschaft: Denn (fast) alle Aspekte deines Lebens spiegeln sich letztendlich in deiner Steuererklärung wider und sind Teil deiner Vorsorgesituation. Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, im Leben wichtige Entscheidungen wie etwa der Schritt in die Selbständigkeit nicht allein aufgrund der aktuellen Gefühlslage oder gar geleitet von romantischen Vorstellungen zu treffen. Eine rationale, umfassende finanzielle Analyse (Pro/Kontra/Lösungen) hilft, langfristige Konsequenzen aufzuzeigen, eine allzu kurzfristige Sichtweise – ja vielleicht gar die Flucht in die einfachste Lösung – zu vermeiden und neue Handlungsoptionen zu erkennen. Die finanziellen Konsequenzen unserer Entscheidungen zu kennen, hilft, die für uns Frauen häufig negativen Konsequenzen wie tiefe Alterseinkünfte – Stichwort tiefe Altersrenten und Lohnungleichheit – zu vermeiden.

Wenn du dich entscheidest, beruflich selbständig zu werden, dann muss du dich per Definition mit dem Thema finanzielle Unabhängigkeit befassen:

Die Antworten auf diese Fragen – und die Entscheidungen die du gestützt darauf triffst – werden dein späteres Leben und das Mass deiner persönlichen Freiheit erheblich beeinflussen. So war es zumindest bei mir.

Selbstbestimmung über den eigenen Körper

Oft habe ich als junge Frau hören müssen: «Was bringt dir dein Studium, deine Karriere? Du wirst ja sowieso aufhören müssen!». Frei zu entscheiden, ob und wann ich eine Familie gründen will, ist für mich Voraussetzung und Bedingung für eine echte Gleichberechtigung der Geschlechter. Dabei solltest du dich bewusst mit den Konsequenzen deiner Entscheidung bezüglich Berufsaussichten, finanzieller Unabhängigkeit und Vorsorge auseinandersetzen.

Meine Erfahrung zeigt, dass leider viele Frauen und Männer schlecht informiert sind und sich über die finanziellen Konsequenzen ihrer Entscheidungen kaum im Klaren sind. Aber vielleicht beginnt ja die Selbstbestimmung bereits bei der Partnerwahl: Schränkt dieser meine Selbständigkeit ein oder fördert er diese? Dass mir meine Selbstständigkeit immer wichtig war hat jedenfalls meinen privaten und beruflichen Werdegang stark geprägt.  Zudem durfte ich in zahllosen Gesprächen meine Sichtweise erläutern und meine Erfahrungen mit anderen Frauen teilen. Vielleicht habe ich dabei der einen oder anderen wertvolle Inputs geben können und so meinen kleinen Beitrag zur Verwirklichung einer echten Gleichberechtigung von Mann und Frau geleistet. Apropos Beitrag zur Gleichbehandlung: Mich in meinem beruflichen Umfeld zusammen mit anderen Frauen täglich und konkret für die Herstellung echter Gleichberechtigung einzusetzen (was häufig harte Knochenarbeit bedeutet), ist für mich wertvoller als laute und dogmatisch geprägte Symbolpolitik. Frauen zu erfolgreicher beruflicher Selbständigkeit zu verhelfen ist für mich jedenfalls zu einer wichtigen Motivationsquelle geworden. Dass ich dabei ab und zu meine eigene Komfortzone verlasse, hat auch zu meiner eigenen erfolgreichen Selbständigkeit beigetragen.

Ein breites Netzwerk

Erfolgreich selbständig zu sein zwingt uns, uns zu vernetzen. Erfolgreiches Networking hilft nicht zuletzt Abhängigkeiten zu reduzieren und damit die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken. Als junge Frau war gesetzliche Gleichberechtigung nicht selbstverständlich. Die Finanzwelt war – und ist teilweise noch heute – eine reine Männerwelt, der Zugang als Frau nicht immer einfach. Aber ich habe schon in meiner Kindheit gelernt, dass ich unabhängig von meiner Herkunft und meinem Geschlecht mindestens so viel Recht habe wie alle anderen Personen, Verantwortung zu tragen, meine Meinung zu vertreten und an Events teilzunehmen, ja sogar auf der Bühne zu stehen. Bewusste und gezielte Vernetzung schafft entsprechende Möglichkeiten und eröffnet Alternativen. Networking bedeutet Engagement und Verfügbarkeit, Geben und Nehmen. Es ist Arbeit und Freude zu gleich. Besonders wichtig ist mir die Vernetzung über die Sprachgrenzen, unter Frauen und über meine angestammte Branche hinaus. Mein Netzwerk hat mir so immer wieder neue Möglichkeiten geboten und neue Wege eröffnet – und mein Leben zutiefst bereichert.

Dass ich heute finanziell unabhängig, selbstbestimmt und gut vernetzt bin sind wesentliche Voraussetzung für meine erfolgreiche Selbständigkeit. Dafür habe ich mich stets eingesetzt, ja sogar gekämpft. Sie hat mich glücklich, frei und stark gemacht und mir auch eine gewisse Gelassenheit gegeben.

Isabelle Amschwand

Astia SA
Isabelle Amschwand

Telefon: +41792884615
E-Mail: isabelle.amschwand@astia.swiss
Webseite: www.astia.swiss

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Der Kleine Albtraum

Autorin: Tatjana Gaspar

Dieser Geschichte liegt ein wahres, sehr persönliches Erlebnis im tropischen Inselparadies der Malediven während der COVID-Pandemie zugrunde. Die Autorin hat beschlossen, über die Neujahrsfeiertage mit einer Bekannten zum Tauchen dort hinzufliegen.

Gleich zu Anfang der Reise zeichnet sich ab, dass der lang ersehnte Tauchurlaub fern der Heimat, mitten im Indischen Ozean, alles andere als entspannt sein wird. Bald schon bahnt sich eine handfeste zwischenmenschliche Krise an. Vermeintlich ausgelöst durch ein Ereignis beim Tauchen, entwickelt die Ferienbegleitung, eine Ärztin, auf einmal ein zunehmend befremdliches, unberechenbares und aggressives Verhalten. Ihre bisher verdeckte Persönlichkeitsstörung eskaliert in einer Nacht zu Handgreiflichkeiten, so dass die Autorin das Sicherheitspersonal des Hotels verständigen muss. Als der Wahnsinn kulminiert und ihr nach 16 Tagen des Albtraums für den Rest der Quarantäne endlich ein separater Bungalow zur Verfügung gestellt wird, kann sie anfangen, die Geschehnisse zu verarbeiten.

Aus dieser Erfahrung und viel Selbstreflexion heraus entsteht eine Geschichte, die zuerst nur eine Schreibtherapie sein sollte. In einer Art Selbstgespräch bringt die Autorin ihre Beobachtungen und Gedanken zum zwischenmenschlichen Verhalten zum Ausdruck, aber auch ihre Liebe zum Tauchsport und der Destination Malediven, zur tropischen Umgebung und Unterwasserwelt und allgemein zu unserem Umgang mit der Pandemie.

Im Moment der Eskalation empfindet sie die persönliche Krise wie ein Trauma, in dem sich Überraschung, Kontrollverlust und tiefe Unsicherheit im Angesicht der Heimtücke vermischen. Sie fühlt sich zeitweise ausgeliefert, wie die Beute im Spinnennetz. Durch Selbstreflexion und Humor schafft sie es anschliessend, eine gesunde Distanz zwischen sich und das negative Erlebnis zu bringen, um es zu relativieren und für sich neu einzuordnen. Der Vertrauensverlust durch das Zerbrechen der Freundschaft wird zum Motiv, ihre inneren Ressourcen zu mobilisieren und das Positive in ihrem Leben in den Vordergrund zu rücken. Gedanken zu Resilienz und Vertrauen sind durchwegs präsent, aber auch das Bewusstsein und die Akzeptanz der eigenen Verletzlichkeit. Die Geschichte ist nicht chronologisch verfasst, sondern beginnt mit dem letzten Urlaubs- und ersten Quarantänetag. Sie ist mit vielen Flashbacks durchsetzt, Erlebnissen, Erkenntnissen und persönlichen Meinungen zur Art und Weise, wie man sich selbst in einer Konfliktsituation schützen kann.

Über die Autorin

Als gebürtige Kroatin ist Tatjana Gaspar in der Schweiz aufgewachsen. Nach der Matura hat sie an der Universität Genf ihr Studium in hispanischer und russischer Literatur und Geschichte abgeschlossen. Auf verschiedene berufliche Stationen, u.a. beim World Economic Forum in Genf, folgten 20 Jahre im internationalen Private Banking bei verschiedenen Banken in Zürich. Seit 2017 ist Tatjana selbständig als Business Consultant und diplomierter systemischer Coach tätig.

Lilytrust Consulting
Tatjana Gaspar

Telefon: +41793610202
E-Mail: mail@lilytrust-consulting.ch
Webseite: www.lilytrust-consulting.ch

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Unternehmerin sein ist schwierig. Oder doch nicht?

Autorin: Cassandra Barattiero

Du kannst tun und lassen was du willst. Deinem eigenen Bio-Rhythmus folgen. Die Arbeitszeiten so legen, dass du noch genügend Zeit für deine Familie und Freunde, dich und deine Hobbys hast. Wenn du keine Lust mehr verspürst zu arbeiten, dann machst du einfach eine Pause. Gehst raus an die frische Luft, triffst eine Freundin zum Kaffee oder ab auf den Spielplatz mit den Kids (wenn du welche hast). Hach, wie schön es doch wäre eine solche Flexibilität zu haben. Du schwelgst dahin und fühlst dich einfach rundum wohl. Ja genau, das ist es! Du willst dich selbständig machen. Deine eigene Chefin sein. Einen Sinn im Alltagsleben haben. Deiner Leidenschaft nachgehen. Mit dem, was du gerne tust, Geld verdienen.

Aber kannst du damit auch genug Geld verdienen?

Doch dann passiert es. Irgendwie gibt es immer wieder diese Zweifel. Kannst du wirklich genug Geld damit verdienen, wenn du selbständig bist? Und was sollst du überhaupt anbieten? Was, wenn keiner kauft? Und wo überhaupt anfangen? Ja, eigentlich ist deine aktuelle Arbeits- und Lebenssituation ja gar nicht sooo schlimm. Es geht ja schon. Und schwups, der Traum ist ausgeträumt. Was ist da passiert? Du gibst deinen Zweifeln, Ängsten viel mehr Macht als auf dich zu vertrauen und die nötigen Schritte auch zu gehen. Mit einem kleinen Schritt in die richtige Richtung fängt nämlich alles an. Zu Beginn brauchst du noch mehr „Mut“, mit der Zeit jedoch, fällt es dir immer leichter. Wieso? Weil du erlebst, was es bedeutet Unternehmerin zu sein, anstatt nur davon zu träumen. Vielleicht feierst du schon gewisse kleine Erfolge und verdienst Geld. Aber was, wenn nicht?

Es braucht mehr als eine grosse Portion Mut und Wille

Die Gründe können natürlich sehr vielschichtig sein. Da gibt es zum Beispiel die motivierte, selbstbewusste Frau, die voller Vertrauen in die Selbständigkeit gestartet ist. Sie weiss genau, was sie will und geht mutig voran. Doch irgendwie kommt sie als frisch gebackene Unternehmerin nicht wirklich vom Fleck. Sie tut und macht, ununterbrochen. Besucht Workshops, arbeitet an ihren Angeboten, Marketingmassnahmen und, und, und. Zuerst noch mit viel Elan und Begeisterung, doch einige Monate später nur noch widerwillig. Die Luft ist langsam raus. Ein klassischer Fall schon fast. Denn das kommt nicht selten vor. Leider!

Liegt es am richtigen Mindset? Oder doch woanders?

Wieso gelingt es gewissen Unternehmern eine erfolgreiche Firma nach der anderen aufzubauen, wobei andere bereits bei der ersten Gründung scheitern? Ja, keine Frage, das „richtige“ Mindset spielt eine grosse Rolle. Wenn du immer und immer wieder deinen Zweifeln und Ängsten Vorrang gibst, dann weisst du womöglich selbst, wo du dabei landest? Aber immer nur positiv zu denken und dabei über gewisse Dinge einfach hinwegzusehen oder sie zu verdrängen, ist auch nicht der Schlüssel. Kürzlich hat mir eine sehr erfolgreiche Unternehmerin gesagt: „Eine Firma zu führen, ist wie ein Kind zu haben. Wenn es schreit oder deine Hilfe braucht, dann kannst du auch nicht einfach wegsehen. Es gehört immer zu dir. So ist es auch mit dem Unternehmen.“ (wobei klar ist: du kannst deine Selbständigkeit aufgeben, aber willst du das auch?). Auf und Abs, Herausforderungen wird es immer geben. Auch im Unternehmertum. Aber zu gewinnen gibt es noch viel mehr. Und du kannst lernen mit der Unsicherheit umzugehen und durch diese Zeiten zu navigieren. Ein Unternehmerinnen-Mindset hilft dir dabei.

Der grösste Hebel liegt aber woanders

Und zwar beim Handwerk, deinem strukturierten Vorgehen. Damit ist das Fundament deiner Firma gemeint. Klarheit zu haben, was du anbietest, für wen, also wer deine potentiellen Kunden sind, und wie du diese für deine Angebote begeisterst und zu zahlenden Kunden machst. Keine Verzettlung, sondern klarer Fokus auf die Massnahmen und Schritte, die genau für dich, deine Firma wichtig sind und dich zum Erfolg führen. Und genau das bietet Fempreneurs in der 4-monatigen Unternehmerinnen Schmiede an.

Die Unternehmerinnen Schmiede

Wir starten am 4. Februar 2023 mit dem Kick-off Event in einer Gruppe von max. 10 Frauen, die bereit sind zu gründen oder mit ihrem Unternehmen erfolgreich werden wollen.

Du spürst, dass die Unternehmerinnen Schmiede genau das richtige für dich sein könnte? Dann vereinbare am besten gleich ein kostenloses Kennenlern-Gespräch mit uns und wir schauen, ob es das passende Programm für dich ist.

Verein Fempreneurs

E-Mail: info@fempreneurs.ch
Webseite: : www.fempreneurs.ch/unternehmerinnen-schmiede

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Über die Autorin

Cassandra Barattiero ist als Verantwortliche Marketing & Sales beim Verein Fempreneurs tätig. Als versierte Marketing Expertin bringt sie jahrelange Erfahrung in der Vermarktung von Produkten & Dienstleistungen mit. Zudem ist sie nebenbei selbständig als Coach & Yin Yoga Lehrerin für Frauen auf ihrem Weg in ein entspannteres & erfüllteres Leben.

Dank Achtsamkeit mehr Zufriedenheit und Freude im Leben

Autorin: Elsbeth Eichholzer

Deine Gedanken in positive Bahnen lenken und deine Gefühle liebevoll annehmen: Das ist der Grundstein für ein achtsam und bewusst gestaltetes Leben. Üben kannst du dies, indem du anfängst, deine Aufmerksamkeit vermehrt nach innen zu richten.

Immer mehr Menschen nehmen sich vor, bewusster zu leben. Doch was das konkret bedeutet und wie das Vorhaben in die Tat umzusetzen ist, wissen die wenigsten. Unter «bewusst leben» verstehen sie, ihr Leben weiterzuführen wie bisher, mit dem Unterschied, fortan einfach mit mehr Bewusstsein unterwegs zu sein. So einfach ist es allerdings nicht. Wenn du wirklich nachhaltig etwas verändern und bewusster leben willst, musst du dies üben.

Wahrnehmen, was sich in dir abspielt

Bewusst zu leben hat viel mit Achtsamkeit zu tun. Es geht darum, aufmerksam wahrzunehmen, was in dir und um dich herum geschieht. Nehmen wir mal an, du sitzt an einem Sommertag auf deinem Balkon und liest ein Buch. Oder du musst im Rahmen einer Weiterbildung vor 50 Personen ein Kurzreferat halten. Zwei völlig unterschiedliche Situationen. Was hörst, siehst, schmeckst, riechst du jeweils? Wie fühlst du dich? Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf? Bewusst zu leben bedeutet, deine Aufmerksamkeit ganz gezielt auf deine Empfindungen, Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse zu richten.

Bewusste Entscheidungen herbeiführen

So weit, so gut. Doch was bringt dir das alles? Um dir das zu erklären, müssen wir uns zuerst Folgendes vergegenwärtigen: Dein Leben ist eine Aneinanderreihung von Entscheidungen. Jeder noch so kleinen Handlung geht eine (meist unbewusste) Entscheidung voraus. Musst du dich beim Frühstück zwischen einem Joghurt mit Erdbeer- und einem mit Bananenaroma entscheiden, hat deine Wahl keine gravierenden Auswirkungen auf deine Zukunft. Doch es gibt Entscheidungen, die für deinen weiteren Weg folgenschwer sind: Kündigen oder den Job behalten? Trennung oder Beziehung weiterführen? Weltreise oder Hauskauf? Bei den wirklich wichtigen Dingen solltest du deshalb eine bewusste Entscheidung herbeiführen. Nun ist es aber so, dass sich der Mensch bei seinen Entscheidungen von seinen Gedanken und Gefühlen leiten lässt. Geschieht dies ohne Reflexion, wird dich das Resultat deiner Entscheidung langfristig nicht zufriedenstellen.

Annehmen, ohne zu bewerten

Wenn du also den Wunsch hegst, dich beim Fällen von Entscheidungen nicht willkürlich von deinen Gedanken und Gefühle leiten zu lassen, solltest du lernen, eben diese Gedanken und Gefühle zu überprüfen. Die wichtigste Regel dabei lautet, deine Gefühle nicht zu bewerten, sie also nicht in gut oder schlecht einzuteilen. Vielmehr besteht die Kunst darin, sie so anzunehmen, wie sie sind. Denn jedes Gefühl hat seine Berechtigung. Wenn es um deine Gedanken geht, solltest du dich fragen, wie du grundsätzlich über Situationen oder Menschen denkst. Ist bei dir das Glas tendenziell immer halb leer oder halb voll? Lass dir gesagt sein: Eine positive Betrachtungsweise erleichtert vieles im Leben. Du hast jederzeit die Wahl, alte Gedankenpfade zu verlassen und deinen Fokus auf das Positive zu lenken. Wenn du anfängst, deine Gefühle zu akzeptieren und deine Gedanken zu verändern, bist du auf dem besten Weg zu bewussten Entscheidungen und damit zu einem bewussteren Leben.

Fange klein an und übe täglich

Wie aber musst du nun vorgehen, wenn du mehr Bewusstheit und Achtsamkeit in dein Leben integrieren willst? Auch wenn es sich einfach anhört, die Aufmerksamkeit auf die Gedanken und Gefühle zu richten, solltest du dir bewusst sein, dass es etwas Übung erfordert. Allzu oft werden wir nämlich abgelenkt: Alltagstrott, eine volle Agenda, Ablenkung durch elektronische Geräte, all dies führt dazu, dass wir vergessen, im Hier und Jetzt zu leben. Schaff dir deshalb täglich wiederholt Ruheinseln und nutze sie zu Beginn für eine ganz einfache Übung. Sie besteht darin, dich für ein bis zwei Minuten auf einen Gegenstand zu fokussieren, zum Beispiel auf eine Blume, einen Kugelschreiber oder die Spinne an deinem Küchenfenster. Nimm dabei all deine Sinneseindrücke wahr. Es geht darum, dich im Wahrnehmen zu üben. Wenn du Routine entwickelt hast, kannst du die Übung nach und nach auf das Beobachten deiner Gedanken und Gefühle ausweiten. Je öfter du das trainierst, desto besser wirst du darin. Mit der Zeit wirst du eine Meisterin darin, dich dem Innenleben zuzuwenden, selbst in hektischen, stressigen und emotional anspruchsvollen Situationen.

Alte Prägungen ablegen

Sollte es dir auch nach längerem Üben schwerfallen, mehr Achtsamkeit und Bewusstheit in deinen Alltag einzubauen, lohnt es sich vielleicht, genauer hinzuschauen. Unser Umgang mit Gefühlen und viele unserer Denk- und Verhaltensmuster haben ihren Ursprung in der Kindheit. Elternhaus, Schule und Gesellschaft haben uns geprägt, und diese Prägungen sind bedauerlicherweise nicht immer nur zu unserem Besten. Eine Hypnose-Therapie kann dir helfen, Glaubenssätze und Verhaltensmuster sichtbar zu machen und alte Prägungen Schicht um Schicht abzulegen. Damit bereitest du den Boden für ein achtsameres und bewussteres Leben. Ich begleite dich gern auf deinem Weg dorthin.

Über die Autorin

Selbstwertmangel, Ängste, innere Unruhe, Schlafstörungen, Depression, Sinnkrisen, Burnout, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten, Gewichts- und Essstörungen, Süchte, organische Beschwerden:

Als Hypnosetherapeutin begleite ich Menschen seit 15 Jahren dabei, sich mit ihren aktuellen Lebensthemen auseinanderzusetzen und Lösungen zu finden, die sie in ihrem Leben weiterbringen.

Elsbeth Eichholzer
Hypnose & Tiefenpsychologie

Hypnose & Entspannung Praxis Mentalwaves
Gladbachstrasse 118
8044 Zürich

Telefon: +041 (0)79-244 5331
E-Mail: info@mentalwaves.ch
Webseite: www.hypnosezuerich.ch / www.hypnosezuerich.ch/hypnosetherapeutin-zürich

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FaceYoga Videos aus SocialMedia bringen für Beginner nicht viel

Autorin: Tamara Golliez-Solomir

Siehst du auch überall FaceYoga Videos?

Vielleicht ist es schon Deformation professionell bei mir, aber auf jeder Social-Media Plattform sehe ich diese Kurz-Videos mit Tipps, wie man etwas verbessern kann.

Meist sind diese Videos dann noch begleitet von Bildern, welche die Vorher- und Nachher-Unterschiede aufzeigen. Dagegen ist ja generell gar nichts einzuwenden, nur:

–  wird dir da genau erklärt, welche Muskulatur arbeitet?
–  weisst du anschliessend, welche Angewohnheiten du verändern kannst?
–  wirst du bei der Ausführung der Übungen kontrolliert oder gar korrigiert?
–  wirst du vor Fehlbelastungen der Muskulatur gewarnt?

Wahrscheinlich leider nicht!

Genau aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass du idealerweise zuerst eine persönliche FaceYoga Lektion buchen solltest.

Eine Expertin kann dir ganz gezielt Übungen für deine Bedürfnisse zusammenstellen.

Denn nicht jedes Gesicht ist gleich! Wir haben zwar alle dieselben Muskeln, aber wieso sich bei einer Person starke Zornesfalten entwickeln und bei der anderen nicht, das hängt von ganz vielen speziellen Faktoren ab. Genau dazu habe ich mich in einem Interview geäussert.

Im persönlichen Austausch mit mir beschreibst du deine Wünsche und vor allem auch, was dich stört und wo du gerne Veränderungen sehen möchtest. Auf diesen Angaben, wird deine Lektion aufgebaut und

Genau hier kommt dann der Unterschied zu vorgefertigten Social Media Videos.

–  Während der Lektion kann ich dich beobachten.
–  Ich kann dich kontrollieren und korrigieren.
–  Und was oft das Allerwichtigste ist: Ich passe die Übungen jeweils spontan an.

Genau hier besteht der grosse Unterschied zwischen 1:1 Lektionen und fertigen online-Videos

FaceYoga-Videos sind perfekt, wenn du schon weisst, wie deine Muskeln funktionieren.
FaceYoga-Videos sind ideal, um das Gelernte zu vertiefen.
FaceYoga-Videos sind gut, wenn du schon trainierst und eine neue Übung erlernen willst.


Zum Starten empfehle ich dir unbedingt eine für dich persönlich zusammengestellte Lektion.

Hast du Fragen dazu, dann schreibe mir: info@tamara-faceyoga.ch

Oder buche direkt deine eigene Lektion unter: https://calendly.com/tamara-faceyoga/45min-faceyoga-lektion

Tamara Golliez-Solomir  –   Tamara-FaceYoga

Tamara ist zertifizierte FaceYoga Lehrerin und will die natürliche Anti-Aging-Methode für alle zugänglich machen. 

FaceYoga ist nicht nur Anti-Aging, sondern bietet eine natürliche Lösung gegen Verspannungen der Kiefermuskulatur, durch Fehlbelastung oder Stress an. 

Auch Kopfschmerzen und Migräne kann mit Hilfe von FaceYoga vermindert werden, auch diese sind oft auf Verspannungen zurückzuführen. 

“Tamara-FaceYoga” bietet online und offline Kurse für Interessierte jeden Alters an. Die Lektionen werden auf die persönlichen Bedürfnisse der Teilnehmenden zugeschnitten. 

Telefon: +41 79 437 33 31
E-Mail: info@tamara-faceyoga.ch
Webseite: www.tamara-faceyoga.ch

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Wir erfüllen Wünsche von schwerkranken Kindern

Autorin: Nathalie Martens Jacquet

Die Mission von Make-A-Wish Schweiz und Liechtenstein gibt mir die Energie und den Ansporn, immer weiterzumachen. Denn was gibt es Anregenderes, als einer Stiftung zu helfen, die sich für Kinder einsetzt, die an einer schlimmen Krankheit leiden. Das ist so ungerecht. Ein Kind sollte eine unbeschwerte Kindheit haben, zur Schule gehen und mit seinen Freunden spielen können, wann immer es Lust dazu hat.

Make-A-Wish wurde 1980 in den USA gegründet und ist seither stetig gewachsen. Heute gibt es 39 Make-A-Wish-Organisationen, die in 50 Ländern aktiv sind. Es ist weltweit die grösste Wohltätigkeitsorganisation, die Kindern mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen Wünsche erfüllt.

Meine Verbundenheit mit Make-A-Wish rührt daher, dass ich den Kindern in meinem Land helfen kann, aber gleichzeitig sind wir Teil eines internationalen Netzwerks. Die Make-A-Wish-Organisationen helfen sich gegenseitig, also helfen wir auch anderen Kindern aus anderen Ländern. Die Solidarität und unser gemeinsames Ziel, so vielen Kindern wie möglich zu helfen, sind mir sehr wichtig.

Bei Make-A-Wish arbeiten wir mit allen Schweizer Kinderspitälern zusammen und wir bauen Partnerschaften aller Art auf. Eine Bereicherung auch in Bezug auf Begegnungen, Möglichkeiten und Über-sich-selbst-Hinauswachsen.

Mit Familien in Kontakt zu kommen, die die harte Prüfung einer schweren Krankheit durchmachen müssen, ist nicht immer einfach. Unsere Aufgabe ist es jedoch, ihnen Freude zu bereiten, sie auf die Sonnenseite des Lebens zurückzuholen und ihnen die Kraft und Hoffnung zu geben, die sie brauchen, um nach vorne zu schauen.

Die eigene Arbeit mit einem sozialen Engagement zu verbinden, ist ein Traum, den ich schon sehr lange verwirklichen wollte. Meine Tätigkeit hat eine sehr professionelle und „geschäftsorientierte“ Seite, denn ich muss Aktionen koordinieren, Personen und ein Budget verwalten, Gelder auftreiben, Veranstaltungen organisieren, im Marketing und in der Kommunikation aktiv sein. Aber all das geschieht mit einem sehr humanen Ziel und ich weiss, warum ich es tue. Darin liegt der Sinn meiner Arbeit.

Mein Weg war nicht geradlinig, aber jede Etappe hat mich viel gelehrt und es ist mit viel Freude, aber auch mit Leidenschaft, dass ich mich heute für Make-A-Wish einsetze. Ich hatte zunächst einen Abschluss in internationalen Beziehungen und wollte eigentlich eine humanitäre oder diplomatische Laufbahn einschlagen. Nach einigen Auslandsaufenthalten habe ich mich dann für die Regierung meines Heimatkantons Genf engagiert. Aber der Ruf nach anderen Horizonten, die Entdeckung neuer Kompetenzen und der Welt der Stiftungen gewannen die Oberhand und so kam ich in den Bereich der Philanthropie.

Um Make-A-Wish und seinen Kindern zu helfen, benötigen wir Unterstützung: sei es finanziell, in Form von Sachleistungen oder Zeit. So sind wir stets bemüht, unsere Spender*innen zu halten und neue zu gewinnen. Wir freuen uns auch immer über Pro-Bono-Leistungen und -Dienste. Und schliesslich sind unsere Freiwilligen unser grösster Reichtum, denn ohne sie könnten wir nichts tun.

Wenn auch du deinen Teil dazu beitragen möchtest, die Träume schwerkranker Kinder zu verwirklichen, sei es als Einzelperson oder mit deinem Unternehmen, stehe ich dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Und: Denke immer daran, deine eigenen Träume zu verwirklichen!

Make-A-Wish Foundation der Schweiz und Liechtenstein
Nathalie Martens Jacquet

E-Mail: nmj@makeawish.ch
Webseite: www.makeawish.ch
Telefon: +41 76 583 07 80

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Olivenöl – der gesunde Genuss in der 5 Elemente – Küche der TCM

Autorin: Brigitte Claudia Schläpfer-Regli

Alles, was wir tun, wie wir leben, was wir denken, beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Aber was bedeutet dies konkret? Und welche Grundsätze der TCM Traditionellen Chinesischen Medizin können uns dabei helfen, ausgeglichen gesund zu sein, faktisch am Beispiel des Olivenöls?

Die TCM Traditionelle Chinesische Medizin steht für einen ganzheitlichen Ansatz und geht davon aus, dass gewisse Emotionen zu gewissen körperlichen Beschwerden führen und umgekehrt. Alles, was wir tun, wie wir leben, was wir denken, beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

So haben wir es in der Hand, unsere Gesundheit in Selbstverantwortung positiv zu beeinflussen. Erkennen der Zusammenhänge, mentale Stärke, aktivieren bestehender Ressourcen und kennenlernen neuer, lösungsorientierter Wege sind die Basis eines gesunden Lebens.

Dieses können wir mit verschiedenen Faktoren beeinflussen, so auch mit einer adäquaten Ernährung. Auf dieses so wichtige Thema möchte ich in diesem Artikel näher eingehen.

Genuss und Qualität stehen im Vordergrund

Vorab ein Saison-Beispiel: Das Olivenöl.

Gerade in den letzten Wochen begann im grössten Olivenanbaugebiet der Welt – Andalusien – die Olivenernte. Olivenölproduzenten, die Wert auf beste Qualität legen, setzen ihre Ernte früh an, d.h. Ende Oktober. Olivenöl ist zwischenzeitlich in aller Munde, und wir werden fast täglich mit neuen Studien, Vergleichen und Testresultaten zum «grünen Gold» überhäuft. Doch leider sind die meisten dieser Informationen für den Laien nicht nachvollziehbar, ja und schon gar nicht in die Praxis umzusetzen, wenn es darum geht, sich für eines der Öle aus dem Verkaufsregal zu entscheiden.  

Die mediterrane Küche

Olivenöl ist ein Grundnahrungsmittel, in der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken. Wir wissen, dass die mediterrane Küche als eine der gesündesten Kochmethoden gilt.

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen tierischen Lebensmitteln und der Pflanzenkost, schonend im Olivenöl zubereitet, macht die südländische Küche so beliebt und gesund. Das Geheimnis liegt aber noch etwas tiefer. Die klassisch verwendeten Lebensmittel, Kräuter  und Gewürze sind alle natürlich, von guter und saisonaler Qualität und sorgsam der Saison und dem Klima angepasst, zubereitet. Auf die wichtigen Faktoren wie Thermik, Geschmack und Energetik gehe ich später ein.

Beim Olivenöl geht die Bandbreite von einer simplen pflanzlichen Fettquelle bis hin zum Gesundheitselixier. Was aber macht den Unterschied?

Als Bio-Olivenöl-Produzentin in Spanien und Therapeutin der TCM Traditionelle Chinesische Medizin liegt mir dieses Thema sehr am Herzen.

Wann kann ein Olivenöl als «gesund» bezeichnet werden?

Ein «gesundes» Olivenöl ist immer ein hochwertiges, früh geerntetes, kaltgepresstes meist biologisches Olivenöl, virgen extra, also natives Olivenöl extra. Ein solches Gesundheitselixier verfügt über unzählige gesundheitsrelevante Stoffe wie Polyphenole, Oleocanthale, Vitamin K, E, einfach ungesättigte Fettsäuren etc.. Diese immunsystemstärkenden, entzündungshemmenden und cholesterinsenkenden Eigenschaften machen das «grüne Gold» zu einem unvergleichbar wertvollen Nahrungsmittel. 

Dies trifft nicht für billige, gepantschte Olivenöle zu, die oft in grossen Mengen zu günstigen Preisen angeboten werden. Denn, ein hochwertiges Olivenöl zu produzieren hat seinen Preis. Bekommt ihr ein Olivenöl angeboten, das unter Euros 25/Liter kostet, könnt Ihr davon ausgehen, dass es kein hochwertiges und «ehrlich» produziertes Olivenöl ist und somit wenig positiven Einfluss auf eure Gesundheit hat.

Wann ist Olivenöl ein Gesundheitselixier?

Gesundes Olivenöl wird aus der frühen Ernte aus qualitativ hochwertigen Früchten hergestellt und darf nicht älter als ein Jahr sein. Deshalb muss es in der Nase nach frisch geschnittenem grünem Gras riechen. Dies ist für Laien ein gutes Erkennungsmerkmal. Im Gaumen soll es eine schöne Harmonie von Bitterkeit und Schärfe aufweisen. Für eine profundere Beurteilung kann die Laboranalyse Aufschluss geben, worin die gesundheitsrelevanten Stoffe wie Polyphenole  etc. ersichtlich sind. 

Meine persönliche Erfahrung ist, dass es sich lohnt, mit dem Produzenten zu sprechen oder seine Philosophie kennen zu lernen. Dies gibt einen Überblick über die Prioritäten, die der Produzent setzt. Produziert er eher auf Menge zu günstigerem Preis, oder ist ihm Qualität wichtig. Übrigens, eine ganz generelle Frage, die wir uns im Zusammenhang mit unserer Ernährung stellen sollten: Wollen wir essen und uns satt fühlen, oder haben wir den Anspruch, dass wir uns nähren und stärken, und unser Essen unserer Gesundheit guttut? In diesem Zusammenhang möchte ich festhalten: Es gibt bei den Lebensmitteln keine «Schnäppchen». Qualität hat immer seinen Preis!

Wie unterstützen wir unsere Gesundheit mit dem Olivenöl?

Ein hochwertiges Olivenöl

Damit die gesundheitlichen Vorzüge dieser hochwertigen Fettquelle auch ihre volle Entfaltung haben, braucht es die entsprechende Kochmethode, mit welcher die ganze Mahlzeit rund und harmonisch gestaltet wird.

Weshalb die 5 Elemente Küche

Die 5 Elemente Küche basiert auf der uralten Weisheit der TCM Traditionelle Chinesische Medizin und steht für die Vielfalt der Lebensmittel ein. Sie kennt grundsätzlich keine «guten» und «schlechten» Lebensmittel, solange sie natürlich, von guter Qualität, saisongerecht und im richtigen Mass konsumiert werden.

Im Gegensatz zur westlichen Medizin, die Lebensmittel nach Substanz beurteilt (Vitamine, Enzyme, Kalorien etc.) werden in der TCM die Nahrungsmittel nach Thermik (wärmend, kühlend), Geschmack (sauer, bitter, süss, scharf, salzig) und energetischer Wirkung (aufbauend, nährend, ausleitend) beurteilt.

Die 5 Wandlungsphasen

Die 5 Wandlungsphasen – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – stellen einen weiteren Aspekt zur Beschreibung der Energieströme der Natur und des Körpers dar. Jedes Element kontrolliert bestimmte Organe und Körperfunktionen und ist beispielsweise mit einem Geschmack, einer Farbe, einer Jahreszeit oder einer Wirkrichtung verbunden.

Die 5 Geschmacksrichtungen

In der 5 Elemente Küche werden die einzelnen Nahrungsmittel den 5 Geschmacksrichtungen sowie den 5 Wandlungsphasen zugeordnet. Dies ist für den Einsteiger oft sehr kompliziert. Deshalb möchte ich euch einen kurzen – in der Praxis einfach einzubauenden – Überblick zu den einzelnen Nahrungsmitteln geben.

Erde: süsser Geschmack und/oder gelbe Farbe
Hierzu zählen: Die meisten Getreide, Knollengemüse wie Karotten, Kartoffeln, süsse Früchte, Nüsse, Gewürze wie Zimt etc.

Holz: Saurer Geschmack und/oder grüne Farbe
Zitronensaft, saure Früchte, Beeren, Huhn, Essig, Petersilien

Feuer: bitterer Geschmack und/oder rote Farbe
Die meisten mediterranen Kräuter wie Oregano, Rosmarin, Salbei, Basilikum, Thymian und die bitteren Salate wie Ruccola, Chicorée aber auch der bittere Paprika (Pulver), Kaffee, Grüntee, Jasmintee

Metall: scharfer Geschmack und/oder weisse Farbe
Pfeffer, Chili, Ingwer, Lauch, Pfefferminz, Kohlrabi etc. und übrigens auch Reis

Wasser: salziger Geschmack und/oder blaue Farbe (bezieht sich v.a. auf das Meer) Meeresfische, Meeresfrüchte, Salz, Bouillon, Algen, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte

Das Olivenöl gehört zum Element Holz. Es hat eine grüne Farbe, wirkt auf die Leber- und Gallenblasenenergie und unterstützt den freien Fluss von Energie und Blut – wie es die TCM Traditionelle Chinesische Medizin ausdrückt.

Die Thermik

Die chinesische Ernährungslehre kennt weit über fünfzig verschiedene Zubereitungsformen der Nahrung. Jede dieser Kochmethoden hat durch ihre spezielle thermische Wirkung einen unterschiedlichen Effekt auf die Nahrungsmittel. In der Art und Weise, wie die Nahrungsmittel erhitzt und zubereitet werden, wird das Qi (die Energie) der Nahrung am deutlichsten beeinflusst und verändert.

Grundsätzlich lassen sich die Zubereitungsformen in 2 Kategorien unterteilen:

Zubereitung mit abkühlender Wirkung

Bei dieser Zubereitungsform wird der thermische Effekt der Nahrungsmittel hinsichtlich einer ausgleichenden oder abkühlenden Wirkung verstärkt. Diese Zubereitungsart empfiehlt sich v.a. bei Hitzezuständen, z.B. bei Hitzewallungen, Fieber, Sommerhitze, Entzündungsprozessen etc.

Dazu zählt: Blanchieren, Dünsten, Kochen mit viel Wasser, im Wasserbad zubereiten, Dämpfen. Ebenfalls kurz gekochte Suppen oder kalte Suppen und in grosse Stücke geschnittene Zutaten, die mit erfrischenden Elementen wie Obst, Südfrüchten, Sprossen kombiniert werden.

Zubereitung mit wärmender Wirkung

Bei dieser Zubereitungsform wird die wärmende Wirkung der Nahrungsmittel unterstützt und die erfrischende Wirkung eines Nahrungsmittels reduziert.

Dazu gehören: Grillen, Braten, Rösten, Räuchern, Toasten, Zubereitung im Wok (schnell und heiss), scharfes Anbraten, Backen (z.B. Ofenkartoffeln), langes Kochen in wenig Flüssigkeit, Kochen mit Alkohol, Kochen mit wenig Wasser (ohne Deckel auf dem Kochtopf), Zutaten klein geschnitten, Zubereiten der Nahrungsmittel unter Verwendung von heissen bzw. wärmenden Gewürzen.

Bestehen nicht massive Hitzezeichen, empfehle ich die eher wärmende Zubereitungsmethode. Sie unterstützt unsere Verdauung und hilft, dass unser Körper die gegessenen Lebensmittel auch richtig verwerten kann.

Auch mit Kräutern und Zutaten kann man ein Gericht thermisch optimieren

Das Zugeben folgender Kräuter wärmt eure Mahlzeiten, und somit verdaut ihr euer Essen besser: Peterli, Basilikum, Bohnenkraut, Kurkuma, Mohn, Oregano, Rosenpaprika, Rosmarin, Thymian, Zimt, Vanille, Safran, Cayennepfeffer, Chilipulver, Chilischote, Curry, Ingwer, Knoblauch, Pfeffer, Dill, Kardamom, Koriander, Kümmel, Liebstöckel, Lorbeer, Majoran, Masala, Muskat, Nelke, Schnittlauch, Senf

Was ihr meiden solltet

Schmerztherapie durch Ernährung?

Ernährung ist viel mehr als nur Nahrungsmittelaufnahme! Gönnen wir unserem Körper die für ihn richtige Ernährung, sorgen wir für ein ausgeglichenes Säure-Basen-Milieu in unserem Körper. Dadurch verhindern wir entzündliche Prozesse und können Schmerzen reduzieren oder sogar verhindern. Ganz nach dem Motto: Der Mensch ist, was er verdaut!

Nebst dem ausgewogenen Verhältnis von hochwertigen Kohlenhydraten und Eiweissen spielen die richtigen Fette eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Gerade hochwertiges Olivenöl fördert die Verdauungsprozesse, d.h. unterstützt die Leber, den Darm und stärkt das Herz. Die beiden Organe Leber und Darm sind wichtig, damit wir unsere Lebensmittel richtig resorbieren und die «Abfallstoffe» in unserem Körper vollständig ausscheiden können.

Fazit – gesunder Genuss steht im Vordergrund

Die 5 Elemente Küche ist eine Symbiose von Genuss und Bekömmlichkeit. Sie hält unseren Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht und ist die genussvolle Lösung für eine gute Verdauung. So beugt ihr Krankheiten vor, stärkt euer Immunsystem und gleicht Disharmonien aus.

Tipp – kleiner Aufwand – grosse Wirkung

Nach dem Aufstehen einen Esslöffel Bio-Olivenöl bester Qualität in nüchternen Magen einnehmen. Anschliessend eine Tasse heisses Wasser mit frischer Zitrone und Ingwer trinken. Diese Kur unterstützt und reinigt die Leber – Detox pur. (Eine Einschränkung gilt: Nicht während der Schwangerschaft anwenden)

Bezugsquelle von Bio-Olivenöl virgen extra Olivetum Colina riquessa in der Schweiz:
www.olivetum-colina.es/shop/
Dieses Bio-Olivenöl hat 2021 den 1. Preis für das gesündeste Olivenöl der Zone erhalten aufgrund des hohen Polyphenol-Gehaltes von 717 Einheiten. Üblicherweise weisst ein gutes Olivenöl auf dem Markt um die 300 Einheiten auf. Neuste Ernte 2022 ab Ende November verfügbar.

Lass dich in unserem Workshop inspirieren, wie du deine Ernährung genussvoll aufwerten kannst:
Gesundheitskurse und Events TCM Traditionelle Chinesische Medizin (suportis.ch)

Brigitte Claudia Schläpfer-Regli

Die dipl. Diätistin und Therapeutin für Alternativmedizin führt seit über 20 Jahren eine Praxis für TCM Traditionelle Chinesische Medizin in Wil/SG. Sie bietet Referate, Workshops zur ganzheitlichen Gesundheitsprävention und Persönlichkeitsentwicklung an.

www.suportis.ch

Fünf Monate im Jahr führt sie zusammen mit ihrem Mann das preisgekrönte Landhotel Olivetum Colina in Andalusien,

wo sie Themen-Ferienwochen anbietet,

die Gäste mit ihrer 5-Elemente-Küche verwöhnt und

ihr eigenes Bio-Olivenöl produziert, erhältlich auch in der Schweiz:

www.olivetum-colina.es

Olivetum Colina
Brigitte Claudia Schläpfer-Regli

Telefon: 0041 77 417 49 58
E-Mail: info@olivetum-colina.es
Webseite: www.olivetum-colina.es

Wir sind „Wissensriesen“ und „Tatenzwerge“

Autorin: Eva-Maria Lisch

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ In diesem Spruch von Arthur Schopenhauer liegt sehr viel Wahrheit – gerade in unserer schnelllebigen Zeit, in der der Leistungsgedanke einen enorm hohen Stellenwert hat. „Höher, schneller, weiter“ das ist vielfach die Devise. Wir Menschen haben 1000 Wünsche, Ziele & Pläne, wenn jedoch die Gesundheit abhandenkommt und unser Körper streikt, dann haben wir nur mehr einen Wunsch: nämlich möglichst schnell wieder fit und gesund zu sein.

Was aber können wir tun, um unsere Gesundheit möglichst lange zu erhalten und fit und mit voller Energie durchs Leben zu gehen? In wie weit können wir die Gesundheit selbst beeinflussen? Oder wird es von unseren Genen bestimmt, ob wir uns bis ins hohe Alter fit und gesund fühlen?

Die gute Botschaft zu diesem Thema lautet: 80% unserer Gesundheit liegen in unseren eigenen Händen und lässt sich durch unseren Lebensstil beeinflussen. Das bedeutet, dass es einen enorm grossen Unterschied macht, ob wir einen bewussten, gesunden Lebensstil leben, oder eben nicht.

Das Haus der Gesundheit

Was ist nun genau damit gemeint, wenn man davon spricht, einen gesunden Lebensstil zu leben?

Sich gesund zu ernähren? Regelmässig Sport zu treiben? Zu meditieren oder von Zeit zu Zeit in einem schönen Wellnesstempel zu entspannen?

Die Antwort auf diese Fragen ist sehr einfach. Alles ist wichtig – es kommt ganz klar auf die Balance an. Stellen wir uns doch die Gesundheit wie ein Haus vor. Um ein stabiles, langlebiges Haus zu bauen, benötigen wir ein gutes, stabiles Fundament. Umgelegt auf die Gesundheit ist dieses Fundament die ERNÄHRUNG. Warum? Wir essen vom ersten bis zum letzten Tag unseres Lebens. Jeden Tag „füttern“ wir unseren Körper mit Dingen, die unsere Zellen versorgen und uns schlussendlich ausmachen. Nicht umsonst heisst ein schlauer Satz „Du bist, was du isst“!

Aufbauend auf dieses Fundament sind 2 Säulen von grosser Bedeutung: die Säule der BEWEGUNG und die Säule der ENTSPANNUNG. Die Kunst ist es nun, sowohl das Fundament, als auch die beiden Säulen in einer guten Balance zu halten. Es ist wenig sinnvoll, in einem Bereich „perfekt“ zu sein, jedoch die anderen beiden Themen völlig zu vergessen.

Das „Dach“ des Hauses – unsere Gesundheit – wird nur stabil sein, wenn wir jeder der Säulen Beachtung schenken.

Wir sind „Wissensriesen“ uns „Tatenzwerge“

In Zeiten wie diesen sind dies alles keine bannbrechenden Neuigkeiten mehr. Fitness- und Gesundheitsthemen sind in aller Munde und sämtliche Medien berichten immer und immer wieder darüber. Das Gesundheitswissen ist in unserer Gesellschaft sehr hoch, das bedeutet, dass den meisten Menschen heute bewusst ist, wie ein gesundes Leben grundsätzlich funktioniert.

Trotzdem fällt es uns so schwer, dies im Alltag auch wirklich umzusetzen. Der „ganz normale Wahnsinn“, welcher entsteht durch Herausforderungen im Job, in der Familie und auch durch Hobbies und Freizeit, führt oftmals dazu, dass wir mit zu wenig Achtsamkeit uns selbst gegenüber durchs Leben gehen und es leider oft erst dann bemerken, wenn unser Körper beginnt zu streiken.

Wie können wir dieser Spirale entkommen?

In Momenten wie diesen, wenn unser Körper negative Signale setzt, haben wir oftmals das Gefühl, wir müssen JETZT sofort ALLES verändern. Doch leider funktioniert das meist nur sehr kurzfristig und die alten Gewohnheiten sind schneller wieder da, als wir uns das wünschen.

Um eine wirklich nachhaltige Veränderung unseres Lebensstils zu erreichen, gibt es nur eine Lösung, nämlich neue Gewohnheiten in kleinen Schritten in unser Leben zu integrieren, und diese so lange zu üben, bis sie automatisiert sind. Stellen wir uns doch mal vor, jeden Monat nur EINE kleine Veränderung in unser Leben zu integrieren. Das klingt im ersten Moment sehr wenig, aber nach einem Jahr sind das 12 Veränderungen, die unser Leben mit Sicherheit sehr, sehr positiv beeinflussen.

Zudem fühlen wir uns von diesen kleinen Veränderungen nicht überfordert, wir müssen keine allzu grossen Entbehrungen in Kauf nehmen und lernen Schritt für Schritt, dass ein gesundes Leben sehr, sehr viel Freude macht.

Denn bei allem, was wir verändern ist eines das Allerwichtigste: Was wir machen, muss uns Spass und Freude machen. Dann ist der langfristige Erfolg zu 100% garantiert.

Eva’s Health & Happiness
Eva-Maria Lisch

Telefon: +436642129023
E-Mail: evashealth@icloud.com
Webseite: www.evashealth.fit

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Gesunder Optimismus oder aufgedrängter Positivismus? Gesetz des freien Willens.

Autorin: Ruslana Tscheligi

Wir sind dafür da, jeden Tag Entscheidungen zu treffen, die die Menschheit in eine bessere Zukunft führen. Wir sind dafür da, mit unseren bewussten Entscheidungen diese Welt besser zu machen.

Heute bin ich kritisch unterwegs.

Grundsätzlich bin ich eine Optimistin und absolute Verfechterin der positiven Lebenseinstellung. Doch in letzter Zeit beobachte ich eine gefährliche Entwicklung in der Gesellschaft. Alle möglichen Medien und Speakers reden übertrieben viel über «Lifestyle-Positivity», was schon an eine Propaganda erinnert. Menschen, die zu fest an ihrer «positiven Lebensart» hängen, verlieren langsam die Fähigkeit kritisch zu denken und sie können in eine gefährlichere Gleichgültigkeit verfallen. Sie erinnern mich an den Vogel Strauss, der sein Kopf in dem Sand steckt im festen Glaube den Gefahren auszuweichen. 

Ja, Psychologie ist eine der besten Tools zu sich selbst zu finden, schwierige Situationen zu verarbeiten, diese zu akzeptieren um weiterzuleben. Es hilft enorm ein Leben in den Griff zu bekommen, falls es entgleist. Menschen, die aber zu fest in ihrem künstlich-positiven Glauben versinken, verlieren oft den Bezug zur Realität. Das Ego wächst, die Probleme werden (un)bewusst ignoriert, gegenüber schlimmen weltweiten Ereignisse und Problemen werden die Augen, mit allen möglichen Ausreden, zugemacht.
Wir beobachten einen weltweiten Boom für sogenannte «Persönlichkeitswachstum» Kurse, Seminare, Schulen und Retraiten, die eigentlich, eine gute Sache sind. Leider verwechseln die Absolventen wegen der ihnen gebotenen Informationsflut oft, den gesunden Optimismus mit aufgedrängten Positivismus.

Ich finde den Gedanken, dass der grösste Teil der Menschheit auf dem Planeten schön, glücklich und friedlich lebt, wunderbar aber utopisch. Die Meisten von uns, im Westen, haben Glück ihre Umgebung und ihre Mitmenschen, wenigstens teilweise, selber wählen zu dürfen. Was aber nur wenige Leute realisieren ist, dass diese Flut von Selbstoptimierungsschulen, verschiedenen religiösen- und esoterischen Bewegungen auch ein Teil von polittechnologischen Instrumenten sein können. Es ist auch bekannt, dass Menschen, die Probleme bewusst ignorieren, automatisch weniger Fragen stellen. Die Ergebnisse von dieser «positiven» Selbstoptimierung sind leider heute weltweit sichtbar geworden. Hunderte von Millionen von Menschen beobachten gleichgütig massive Ungerechtigkeiten weltweit, lächelnd und mit solchen Ausreden wie: «ich interessiere mich nicht für Politik», «Ich will es nicht wissen», «es ist alles bestimmt, es muss so sein, ich kann nichts dafür». Dabei vergessen die Menschen das wichtigste kosmische Gesetzt: das Gesetz des Freien Willens. Dieses Gesetz steht über Allem.

Wir sind dafür da, jeden Tag Entscheidungen zu treffen, die die Menschheit in eine bessere Zukunft führen. Wir sind dafür da, mit unseren bewussten Entscheidungen diese Welt besser zu machen. Es betrifft alle unsere Lebensbereiche: was wir Essen, was wir tragen, wie wir reisen, wie wir uns gegenüber den anderen benehmen, was wir sagen und wie wir es sagen.

Es ist eine freie Entscheidung, im Restaurant ein argentinisches Steak (welche ethisch, ökologisch und gesundheitlich ziemlich fragwürdig ist) oder z.B. Pasta Genovese zu bestellen.
Es ist eine freie Entscheidung, sich mit Essen vollstopfen und schlussendlich mit 50 an Diabetes oder wegen massivem Übergewicht an einen Herzinfarkt zu sterben.
Es ist eine freie Entscheidung, nach dem Picknick im Wald die Plastikabfälle liegen zu lassen oder diese bis zum nächsten Müllkübel mitzunehmen.

Es ist unsere Entscheidung, ob wir mit unserem nächsten Handtaschenkauf das Geld den reichsten Modekonzernen der Welt übergeben oder eine kleine Designer-Boutique unterstützen.
Schlussendlich ist es auch eine freie Entscheidung den Mount-Everest zu besteigen und höchstwahrscheinlich, ohne Rücksicht auf die Angehörigen, dort zu sterben.
Ein Soldat, der unfreiwillig in den Krieg geschickt wird, entscheidet auch selber, ob er in die Menschen oder in die Luft schiesst.

Als ganzheitlich-psychologischer Coach und auch als Gesundheitscoach beobachte ich eine gewisse Tendenz. Der grösste Teil meiner Klienten mit Gesundheitsproblemen verhalten sich oft, aus meiner Sicht, respektlos, gegenüber dem Leben. Eine Krankheit ist meistens eine Antwort unseres Körpers auf die Respektlosigkeit ihm gegenüber. Ein Klimawandel mit Hurrikans und Tsunamis ist eine Antwort unseres Planeten auf unsere Respektlosigkeit ihm gegenüber. Ein dauerndes Gefühl der Einsamkeit ist oft eine Antwort auf eine innere Respektlosigkeit Menschen gegenüber.

Einmal hatte ich eine «Wiederholungstäterin» als Kundin. Ewig einsam, alles läuft schief, die ganze Welt ist schuld an ihren Problemen, keine Interessen und das seit Jahren. Irgendwann habe ich sie gefragt: «Wenn du dich nicht für das Leben interessierst, warum soll sich das Leben für dich interessieren?». Da sie es noch nie aus diesem Blickwinkel betrachtet hat, wurde sie sehr nachdenklich.

Vielleicht sollen wir alle unser Leben etwas kritischer betrachten, bevor wie jammern, dass etwas schiefläuft? Vielleicht, bevor wir andere für unsere Probleme verantwortlich machen, lohn es sich zu fragen, was habe ich falsch gemacht?  

Wir sollen das Leben mit allen ihren Facetten respektieren. Wir dürfen nicht lächelnd wegschauen, wenn in unsere Nähe Ungerechtigkeit passiert. Die Aussage wie «Ich mache was ich will» hat keine Berechtigung, vor allem, weil wir tief in Innersten wissen, dass unsere Taten langfristig negative oder positive Folgen auf unsere Mitmenschen und unsere Umwelt haben. 

Immerhin sollen wir den Planeten Erde mit einer möglichst psychisch und physisch gesunden Gesellschaft unseren Kindern hinterlassen.     

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Ruslana Tscheligi

Telefon: +41793868076
E-Mail: mail@lifetreeme.ch
Webseite: www.lifetreeme.ch

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L’Art de bien manger – Ein Gespräch mit der Kochbuchautorin Selina Göldi

Autorin: Judith Barbara Shoukier

Selina Göldi ist eine kreative Schafferin mit Geschäftssinn. Ausgewandert von der Ostschweiz ins Burgund, hat sie sich ein wunderbares Refugium geschaffen, von wo aus sie ihren erfolgreichen Blog schreibt und sich mit kulinarischen Höhenflügen genauso beschäftigt wie mit durch Einfachheit bestechender Alltagsküche. Mit ihren Koch-Workshops in allerschönster Umgebung begeistert sie Anfängerinnen und Profiköche gleichermassen. Nun hat sie ihr erklärtes Ziel, bevor sie 40 Jahre alt ist, ein Kochbuch zu schreiben, verwirklicht. Das Resultat kann sich sehen lassen!

Selina Göldi

Judith Barbara Shoukier: Du hast einen nicht alltäglichen beruflichen Weg eingeschlagen. Erzähl uns doch, wie es dazu gekommen ist.

Selina Göldi: Nach meinem Studium war ich als Ökonomin einige Jahre in der Beratung tätig. Heute erscheint mir diese Zeit wie ein Ausflug in eine andere Welt. In meiner Kindheit waren eine Alpwirtschaft und die Beiz von meinem Urgrossvater prägende Faktoren. Es ging immer um die Bewirtung von Menschen. Man würde heute sagen, dass mein Urgrossvater einen Concept Store geführt hat, denn die handgefertigten Möbel in seinem Lokal konnte man kaufen. Während meiner Zeit als Beraterin habe ich aber gelernt, wie man aus einem Gedanken, einer Idee ein funktionierendes Konzept erarbeitet. Beim Konzipieren meiner Workshops profitiere ich heute von dieser Erfahrung.

Wie bist du dazu gekommen, kulinarische Workshops zu entwickeln?

Mein Mann und ich sind in dieses wunderbare alte Haus ins Burgund gezogen. Mit meinem familiären Hintergrund in Bezug auf Kochen und Restaurants hat sich das einfach angeboten. Alles stimmt dort: das Setting, die Umgebung, die Nahrungsmittelquellen, die ganze Atmosphäre, all das trägt als Grundvoraussetzung zu einem stimmungsvollen Workshoperlebnis bei.

Wie kann ich mir einen 2-Tages-Workshop bei dir vorstellen: Wird da wirklich zwei Tage lang gekocht und gegessen?

Je nach thematischer Ausrichtung eines Workshops werden unterschiedliche Aktivitäten umgesetzt. Es geht natürlich in erster Linie ums Kochen und Geniessen. Wir besuchen aber auch mal einen Bauernmarkt, eine Schnapsbrennerei oder veranstalten ein stilvolles Picknick im Freien. Essen in seiner hochwertigsten Form steht aber immer im Zentrum.

Was ist für dich Genuss?

Genuss hat für mich etwas mit physischer und seelischer Gesundheit zu tun. Es ist nicht nur simple Nahrungsaufnahme. Es geht um Qualität und um das richtige Mass.

Ich unterscheide klar zwischen unserer Alltagsernährung und einem Fest. Ich finde, wir sollten Feste bewusst zelebrieren. Dabei dürfen wir ruhig aufs Ganze gehen. Da dürfen wir schlemmen und uns den ganzen Tag Zeit nehmen und uns umeinander kümmern. Als Kontrast dazu sehe ich den Verzicht, also eine hochwertige, aber nicht überbordende Alltagsernährung.

Woher nimmst du die Ideen für deine Rezepte, was inspiriert dich?

Ich arbeite mit zwei unterschiedlichen Ansätzen. Zum einen lasse ich mich inspirieren, wenn ich eine neue, coole Zutat finde. Das kann ein Gewürz sein oder ein neuer Flussfisch oder eine bisher noch nicht verwendete alte Gemüsesorte. Dann stelle ich mir vor, mit welchen anderen Zutaten es harmoniert und wie ich es am besten zubereiten kann, damit etwas Kreatives daraus entsteht.

Der zweite Ansatz geht über die Literatur. Ich lese viel Literatur aus dem 19. Jahrhundert. Dort wird immer auch gekocht, gegessen und es werden Feste gefeiert. Ich recherchiere dann zu diesen literarischen Fundstücken und entwickle so meine eigene Variante des Gelesenen.

Was willst du deinen Teilnehmenden in den Workshops vermitteln?

Mein Brand heisst «L’Art de bien manger». Und genau darum geht es mir. Es geht um die Kunst des guten Essens. Und die ist sehr vielschichtig. Es fängt an bei der sorgfältigen Auswahl der Zutaten. Ich lege sehr viel Wert auf eine naturnahe und respektvolle Produktion. Dazu gehört auch, dass ich konsequent saisonal koche. Ich sehe das nicht als Verzicht, wenn ich beispielsweise im Dezember keine Erdbeeren kaufe, sondern es bedeutet Freude und Wertschätzung, wenn dann tatsächlich Erdbeersaison ist.

Bei mir wird nichts weggeworfen. Das gehört für mich untrennbar mit «L’Art de bien manger» zusammen. Ich arbeite in einer Kreislaufwirtschaft, in der alles seine Verwendung findet und nichts im Abfall landet.

Die Auswahl von Wein ist ein weiterer Faktor. Er muss mit dem Gericht harmonieren, aber auch die Herstellung muss stimmen. In Frankreich gehört Wein selbstverständlicher zu einem Essen als in der Schweiz. Es wird aber nicht mengenmässig mehr, sondern öfter in kleineren Portionen getrunken und eben genossen. Weintrinken wird kultiviert.

Und zuletzt kommt auch der Umgebung, in der wir essen, dem Gedeck, dem Raum, der Atmosphäre eine gewichtige Rolle zu. Erst wenn all das stimmig ist, entspricht es meiner Vorstellung von «L’Art de bien manger». Es ist eine Haltung.

Du lebst seit Jahren in Frankreich. Kannst du dir vorstellen, wieder in die Schweiz zurückzukehren?

Ich habe mein Leben gefunden in Frankreich. Es fühlt sich jedenfalls für den Moment so an, und daher sehe ich keinen Grund, das zu ändern. Aber wir wissen ja nie, was im Leben sein wird.

Mein Leben hier auf dem Land im Burgund ist so ganz anders als vorher in der Schweiz in der Stadt. Es fühlt sich emotional ähnlich an, wie ich als Kind auf dem Hof bei meinen Grosseltern gelebt habe. Es passt einfach zu mir.

Wie übersteht man als Anbieterin von Workshops die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie?

Das Business war in dieser Zeit naturgemäss richtig schlecht bzw. inexistent. Es konnte ja niemand anreisen. Und meine Workshops online anzubieten, ist keine Option, das würde nicht funktionieren.

Ich habe daher in den letzten beiden Jahren viel im Garten gearbeitet, meinen Blog weitergepflegt und mich so gut es ging mental über Wasser gehalten. Bis heute sind Nachwirkungen zu beobachten, denn viele Menschen sind noch nicht wieder so reisebereit wie vorher. Es geht aber allmählich aufwärts.

Ein Gutes hatte diese Zeit: Mein Mann und ich konnten innerhalb Frankreichs an Orte reisen, die wir ganz ohne Touristen erleben konnten, manchmal sogar ganz allein. Das ist sonst nicht denkbar.

Im Februar 2021 hast du die Arbeit an deinem Kochbuch aufgenommen. Warum ein Kochbuch?

Es war schon immer mein erklärtes Ziel, bevor ich 40 Jahre alt werde ein Kochbuch zu schreiben. Und wenn ich mir ein solches Ziel setze, habe ich immer Glück. Auch in diesem Fall hatte ich ein riesiges Glück, dass es sich so ergeben hat.

Was unterscheidet dein Kochbuch von anderen, was macht es so besonders?

Es repräsentiert die Haltung von «L’Art de bien manger». Es ist also keine reine Rezeptsammlung, sondern ein Gesamtkonzept, geordnet nach Jahreszeiten. Es soll unterhalten, dazu sorgen Kurzgeschichten von Fifi, es liefert erprobte Rezepte und ich habe mir sehr viel Zeit genommen, um zu jedem Rezept und Thema ein wunderschönes Foto zu machen. Es ist so gesehen auch eine Art Bildband. Es soll inspirieren und anregen, die Rezepte auch mal abzuwandeln, indem man beispielsweise Johannisbeeren durch Äpfel ersetzt.

Fifi begleitet die Leserin, den Leser durch das Buch durch amüsante Episoden aus ihrem kulinarischen Alltag. Wer ist Fifi?

Ich habe keine Ahnung. Sie war plötzlich da. Ich kenne auch den Erzähler oder die Erzählerin der Geschichten nicht. Alle diese Figuren sind einfach da, wirken auf mich sehr lebendig, und ich habe sie tatsächlich nicht bewusst erschaffen. Bei mir kommt zuerst die Fantasie, dann stösst die Kreativität dazu und am Schluss entsteht ein Konzept. So ist das ganze Kochbuch entstanden inklusive Fifi.

Wie geht es weiter für dich und dein Business?

Es geht immer vorwärts. Zurück ist keine Option. Und so bin ich aktuell dabei, ein neues Workshop-Programm zu entwickeln, mit neuen Ideen und Inhalten.

Und wir bauen derzeit unser Haus um, denn in Zukunft möchten wir unsere Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie unabhängige Gäste bei uns beherbergen. Das war schon lange mein Wunsch. Jetzt gehen wir es an. Darauf freue ich mich.

Das im Mai 2022 beim Schweizer BellingsBooks Verlag erschienene Kochbuch von Selina Göldi ist eine Augenweide. Mit wunderbaren Fotos, von der Autorin in ihrem Haus, Garten und Umfeld aufgenommen, amüsanten Geschichten und feinen Rezepten, ist es das perfekte Geschenk. Für Geburtstage, Weihnachten, um jemandem eine Freude zu bereiten oder schlicht für uns selbst.

Erhältlich ist es hier: www.bellingsbooks.com

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BellingsBooks Verlag (Bellingswood Group GmbH)
Judith Barbara Shoukier
Telefon: +41 79 429 15 90
E-Mail: j.shoukier@bellingswood.com
Webseite: www.bellingsbooks.com / www.greenlemon-kitchen.ch

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