Juliana Ruhstrat, Author at womenbiz
Kunden-Onboarding mit Notion: Prozesse smart automatisieren

Autorin: Sandra-Maria Kraus

Schluss mit fehlenden Infos und Tool-Chaos: So automatisierst du dein Kunden-Onboarding mit Notion

Sieht es bei dir auch so aus, wenn ein neues Projekt startet? Dein E-Mail-Programm blinkt im Hintergrund, auf deinem Bildschirm stapeln sich verschiedene Fenster mit Aufgabenlisten oder Ordnern und auf deinem Schreibtisch liegen zusätzlich noch handschriftliche Notizzettel vom Erstgespräch herum. Wenn Informationen so verstreut sind, geht zwangsläufig etwas verloren. Das Ergebnis ist ständiges Suchen nach Briefing-Details und unnötige Rückfragen, die eigentlich schon längst geklärt waren. Ein entspannter Projektstart fühlt sich anders an, oder?

Die gute Nachricht ist: Es gibt einen Weg raus. Stell dir vor, du hättest einen zentralen Ort, an dem alles zusammenläuft. Einen Ort, an dem du genau weisst, was als Nächstes zu tun ist, weil dein System die nervige Vorarbeit für dich erledigt. Mit Notion schaffst du genau das.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du dein Kunden-Onboarding mit Notion strukturierst und dadurch die Zeit zurückgewinnst, die du eigentlich für deine Kernarbeit brauchst. Oder auch mal für einen ausgiebigen Mittagsspaziergang.

Wenn Technik beim Onboarding mehr bremst als hilft

Um ein Kunden-Onboarding professionell abzuwickeln, greifen viele kleinere Unternehmen zu einer ganzen Palette an spezialisierten Programmen. Da gibt es Tools für die Zeiterfassung, Projektmanagement-Software für die Aufgaben, die Ablage für deine Dokumente und das tägliche Hin- und Herschreiben per E-Mail. In der Praxis entstehen dadurch aber oft mühsame Hürden:

Anstatt also noch mehr Apps hinzuzufügen, die miteinander «reden» müssen, liegt die Lösung darin, die Komplexität zu reduzieren.

Notion als Zentrale: Ein Onboarding-Tool, mehr Fokus

Der grosse Vorteil von Notion ist, dass es die Funktionen vieler spezialisierter Apps an einem einzigen Ort vereint. Anstatt für jede Aufgabe ein eigenes Programm zu öffnen, baust du dir dein Onboarding-System so zusammen, wie du es wirklich brauchst. Das reduziert nicht nur deine monatlichen Abo-Kosten, sondern vor allem das ständige Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen Fenstern.

Aufgabenmanagement

Statt einer separaten To-do-Liste führst du deine Projektplanung direkt in Notion. Du verknüpfst deine Aufgaben mit den Kundeninfos, sodass du beim Abarbeiten sofort alle Hintergründe parat hast. So verschwindet die Trennung zwischen «Was muss ich tun?» und «Für wen mache ich das gerade?».

Alles an einem Ort

Anstatt Dateien wie Verträge oder Angebote wild in verschachtelten Unterordnern zu verstecken, wird Notion zu deiner Info-Zentrale. Die Dokumente bleiben sicher dort liegen, wo sie hingehören (z.B. in deiner gewohnten Online-Ablage), aber du verlinkst sie direkt in der jeweiligen Projektseite in Notion. So musst du dich nicht mehr durch endlose Strukturen klicken, sondern weisst mit einem Blick, wo was liegt.

Kunden-Portal

Anstatt Status-Updates per E-Mail zu schicken, gibst du eine Seite in Notion für deine Kunden frei. Dort sehen sie auf einen Blick den Fortschritt, anstehende Termine und offene Punkte. Das schafft maximale Transparenz, ohne dass du eine einzige zusätzliche Nachricht schreiben musst.

Notion Onboarding: So nutzt du Formulare für deine Prozesse

Ein grosser Zeitfresser im Onboarding ist oft das Sammeln der ersten Informationen. Bisher lief das meistens so ab: Du schickst eine E-Mail mit einer Liste an Fragen, dein Kunde antwortet nach ein paar Tagen und du kopierst die Rechnungsadresse, das Logo oder die Projektziele händisch in dein System.

Mit Notion-Formularen lässt sich dieser Schritt wesentlich einfacher gestalten. Anstatt alle Details in einer langen E-Mail abzufragen, schickst du deinem Kunden einfach einen Link zu einem übersichtlichen Formular.

Das bringt dir im Alltag drei entscheidende Vorteile:

Dieser strukturierte Ablauf sorgt dafür, dass sich der Start für deine Kunden sehr professionell und verlässlich anfühlt. Für dich bedeutet es vor allem, dass der administrative Aufwand spürbar sinkt, noch bevor das eigentliche Projekt startet.

Vom Datensatz zum fertigen Kunden-Dashboard

Sobald die Informationen über dein Formular eingetroffen sind, beginnt die eigentliche Magie in Notion. Anstatt jetzt händisch Aufgabenlisten anzulegen, nutzt du eine Vorlage.

Mit nur einem Klick wendest du diese Struktur auf deinen neuen Kunden-Datensatz an. Sofort erscheinen alle relevanten Bereiche: von der Meilenstein-Planung bis hin zum Bereich für die Meeting-Notizen. Alles ist bereits an seinem Platz, inklusive der Verknüpfungen, die du für deine Arbeitsweise brauchst. Indem du dein Onboarding in Notion standardisierst, sparst du dir bei jedem neuen Start wertvolle Stunden und sorgst dafür, dass deine Qualität immer auf demselben Level bleibt.

Dein Onboarding braucht kein Tool-Chaos, sondern Struktur

Oft herrscht der Glaube, dass ein automatisiertes Kunden-Onboarding nur mit einer komplizierten Kette aus To-Do-App, speziellen Formular-Anbietern und weiteren Drittanbietern funktioniert. Doch die Wahrheit ist: Du brauchst keinen riesigen Software-Fuhrpark, um deine neuen Projekte professionell zu starten.

Die meisten Aufgaben – von der ersten Datenerfassung über die strukturierte Ablage bis hin zum fertigen Projekt-Dashboard – lassen sich hervorragend innerhalb von Notion abbilden. Indem du deine Prozesse an einem einzigen Ort bündelst, eliminierst du die Reibungsverluste, die beim ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Apps entstehen. Du gewinnst nicht nur Zeit, sondern vor allem die mentale Klarheit, dich voll und ganz auf deine Kunden zu konzentrieren.

Häufige Fragen zum Notion Onboarding

Muss ich Technik-Profi sein, um Notion für mein Kunden-Onboarding zu nutzen?

Überhaupt nicht. Notion kann ganz individuell aufgebaut werden. Der grösste Aufwand fliesst daher meistens in die Überlegung, wie der eigene Prozess eigentlich aussehen soll – die technische Umsetzung ist dann oft nur noch Fleissarbeit. Gern begleite ich dich bei der Einrichtung neuer Automatisierungen, die bestehende Prozesse entlasten.

Brauche ich für die Formulare ein kostenpflichtiges Zusatz-Tool?

Nein, Notion bietet mittlerweile eigene, integrierte Formulare an. Du kannst sie direkt in deine Datenbanken einbetten und die Links an deine Kunden verschicken. Die Daten landen ohne Umwege dort, wo du sie brauchst. Es gibt zwar Drittanbieter für noch komplexere Automationen, aber für ein klug aufgesetztes Kunden-Onboarding reicht die interne Lösung von Notion völlig aus.

Ganz im Gegenteil. Wenn du ihnen lediglich Informationen oder eine Projekt-Übersicht zum Nachlesen schickst, können sie diese einfach wie eine normale Webseite im Browser öffnen – ganz ohne Anmeldung. Auch das Ausfüllen von Formularen klappt ohne Account. Erst wenn deine Kunden aktiv mitschreiben oder Aufgaben direkt in Notion erledigen sollen, ist ein kostenloser Zugang nötig.


Über die Autorin

Sandra-Maria Kraus begleitet UnternehmerInnen und KMUs dabei, Prozesse zu vereinfachen und Tools so zu nutzen, die sie wirklich entlasten. Sie ist spezialisiert auf Notion-Systeme und Automatisierungen mit Zapier und zeigt, wie ein smartes Setup für mehr Struktur, weniger Rückfragen und eine reibungslose Zusammenarbeit sorgt.

Wenn du jetzt gemerkt hast, dass du dein Onboarding endlich auf ein solides Fundament stellen willst, aber nicht weisst, wo du beim Aufbau deines Systems anfangen sollst: Sandra-Maria unterstützt dich gerne dabei.

Sandra-Maria Kraus
Sandra-Maria Kraus

Webseite: digitalexpertin.com
Email: womenbiz@digitalexpertin.com

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Automation, KI & Tools: So klappt es wirklich

Autorin: Esther Jaggy Aebi

Ich geb es zu: Ich hatte meine Phasen mit Automation-Tools und jede davon hat mich etwas gelehrt.

Phase 1: Make entdeckt – verbindet Apps automatisch miteinander (visueller Baukasten). Begeisterung aber auch Zweifel, ist das nicht zu technisch für mich? Ich habe Stunden, Tage und Wochen investiert, Automationen ausprobiert und immer wieder dasselbe: irgendeine Verbindung schlug fehl, und ich wusste nicht warum. Dabei hatte ich sogar ein Erfolgserlebnis: Ich hatte meinen Blog automatisiert. Es funktionierte – wochenlang. Bis plötzlich die Meldung kam, ein Webhook hänge.

Welcher Webhook genau das war, war klar ersichtlich, aber ich wusste nicht wie ich ihn reparieren sollte – und das ist symptomatisch für das ganze Thema.

Ich holte mir Hilfe – von Profis und musste feststellen: Auch sie standen an, immer wieder.

Phase 2: Zapier – verbindet Apps automatisch miteinander (einfacher, weniger flexibel als Make). Hier hatte ich sogar eine richtig coole Idee von einem Kollegen erhalten: Jede Person, die über Calendly einen Termin buchte, sollte automatisch ein personalisiertes Video erhalten, generiert mit HeyGen. Calendly löst den Trigger aus, Zapier verbindet, HeyGen produziert das Video. Klingt genial, oder?

War es auch, zumindest fast. Im Video stimmte nämlich immer wieder entweder die Uhrzeit oder das Datum nicht. Nach einer Woche hatte ich den Workflow wieder eingestellt. So nah am Ziel, und trotzdem nicht fertig.

Phase 3: n8n – wie Make/Zapier, aber technisch flexibler und auch selbst hostbar. Ich wollte meinen Posteingang automatisieren. Selbstversuche, dann einen Workshop gebucht, viel gelernt und zum Schluss trotzdem keine finale Lösung. Irgendwo hing es immer.

Phase 4: Lindy – KI-Agent, der selbständig Aufgaben erledigt. Ein Tool, das mit echten KI-Agenten arbeitet. Agenten, die selbständig entscheiden, nicht nur starre Flows abarbeiten. Schön, smart, vielversprechend.

Du ahnst es bereits: auch hier lief es nicht rund.

Ich bin TÜV-zertifizierte KI-Trainerin, keine Programmiererin. Und ich sage dir: Das Frustrationspotenzial dieser Tools ist real, nicht weil sie schlecht wären, sondern weil sie für eine bestimmte Art von Nutzerin gebaut wurden – eine, die im Notfall den Code anfassen kann oder einfach ein technisches Verständnis hat.

Warum so viele scheitern – und warum das kein Versagen ist

Was ich erlebt habe, höre ich immer wieder, auch von Personen, welche sich mit diesen Tools schon länger beschäftigen: «Ich hab Make oder Zapier ausprobiert, aber die Verbindungen klappen nicht und ich weiss nicht warum.» Oder: «n8n war mir zu technisch», ich persönlich habe sogar einen Workshop besucht und trotzdem keine Lösung für mich gefunden.

Das ist keine individuelle Schwäche, das ist schlicht ein Produktproblem.

Diese Tools wurden für Menschen gebaut, die mit APIs, Webhooks und JSON vertraut sind. Für alle anderen ist es, trotz Drag-and-Drop-Oberfläche, oft ein Kampf auf verlorenem Posten. Viele lassen Agenten-Tools wie Lindy oder n8n komplett aus, weil schon die ersten Schritte zu steil sind. Und selbst Profis stehen manchmal an.

Das ist keine Ausrede, das ist die Realität dieser Tools.

Was sich verändert hat und warum ich wieder Lust habe

Dann kam Claude mit einem Update, und zwar nicht nur als Chatbot, sondern als Cowork-Partner direkt auf dem Desktop. Claude ist ein KI-Assistent zum Denken & Schreiben und wird zum KI-Agenten, sobald man Tools verbindet.

Was das bedeutet: Ich muss nicht mehr verstehen, wie eine API-Verbindung konfiguriert wird. Ich beschreibe, was ich will und Claude hilft mir, es umzusetzen. Schritt für Schritt, in meiner Sprache, nicht in Programmiersprache.

Cowork und Code, zwei Funktionen der Claude Desktop-App haben etwas Entscheidendes verändert: Das Verbinden von Tools, das Automatisieren von Abläufen, das Arbeiten mit KI-Agenten ist plötzlich auf einer Ebene möglich, die für Nichtprogrammiererinnen zugänglich ist. Kein endloses Googeln oder ChatGPT befragen bezüglich Fehlermeldungen. Und auch kein Aufgeben nach Tagen.

Menschen, die Make ausprobiert und aufgegeben haben, melden sich zurück. Menschen, die gesagt haben «KI ist nichts für mich», entdecken jetzt Lust am Ausprobieren. Weil der Einstieg plötzlich einfacher geworden ist und weil er nicht mehr allein bewältigt werden muss.

Was du jetzt konkret tun kannst

Du musst nicht sofort alles verstehen. Fang mit einer Frage an, keiner Aufgabe:

Genau dort fängst du an. Und damit KI dir wirklich gute Antworten liefert, nicht dieses generische Einheitsbrei-Ergebnis, dass du nach 10 Sekunden wieder wegklickst, hilft ein einfaches Framework.

Das 5-Schritte-Framework für bessere Prompts

Der häufigste Grund, warum KI-Ergebnisse enttäuschen: Der Prompt war zu vage. Dabei braucht es keine Programmierkenntnisse – nur fünf klare Zutaten:

  1. Rolle: Wer soll die KI sein? Zum Beispiel: «Du bist eine erfahrene Marketing-Texterin für Schweizer KMU.» Eine KI ohne Rolle antwortet wie ein Lexikon. Mit Rolle antwortet sie wie eine Expertin.
  2. Kontext: Was muss die KI über dich wissen? Branche, Zielgruppe, Situation – je mehr Hintergrund, desto präziser das Ergebnis. Stell dir vor, du briefst eine neue Mitarbeiterin.
  3. Aufgabe: Was soll die KI konkret tun? Vage Aufgaben = vage Ergebnisse. Faustregel: Wenn du den Auftrag einer Praktikantin geben würdest, würde sie genau wissen, was zu tun ist? Wenn nein, ist er noch zu vage.
  4. Format: Wie soll das Ergebnis aussehen? Als E-Mail? Als nummerierte Liste? Als 3 Varianten? KI wählt sonst selbst und oft nicht das, was du brauchst.
  5. Tonalität: Wie soll es klingen? Hier kommt deine Brand Voice ins Spiel. Ohne Tonalität klingt KI generisch. Mit Tonalität klingt sie nach dir.

Zwei Minuten in einen guten Prompt investieren spart zwei Stunden Nachbearbeitung. Versprochen.

Bereit für den nächsten Schritt?

Das 5-Schritte-Framework kannst du sofort ausprobieren. Und wenn du merkst, dass du dir dabei eine Begleitung wünschst – jemanden, der mitdenkt, erklärt, korrigiert und anfeuert – dann melde dich gerne bei mir.


Über die Autorin

Esther Jaggy Aebi ist TÜV-zertifizierte KI-Trainerin und Gründerin von ej.AI.minds. Sie begleitet KMU und Solopreneure im deutschsprachigen Raum dabei, KI praxisnah und ohne Technikstress einzusetzen – vom ersten Schritt bis zur echten Integration in den Arbeitsalltag. Ihr Motto: «KI kann leicht sein – darin liegt ihre Power.»

Mit ihrem Programm WAItblick, ein 12-Wochen 1:1-Begleitprogramm, hilft sie Solo-Selbständigen, die KI strukturiert und ohne Technikstress in ihren Alltag integrieren wollen.

ej.AI.minds
Esther Jaggy Aebi

Webseite: ejaiminds.com
Email: esther@ejaiminds.com
Telefon: +41 79 915 59 63

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KI: Dein Einstieg – einfacher als du denkst

Autorin: Franziska Alpiger

«KI interessiert mich schon, aber ich weiss nicht, wo ich anfangen soll.» Oder: «Das ist doch was für Technik-Freaks, nicht für mich.» Ich kenne diese Gedanken und ich kann dir sagen: Sie sind absolut verständlich. Und trotzdem möchte ich dich heute ermutigen, diesen einen Schritt zu wagen.

Denn seien wir ehrlich: Wer sich heute nicht mit KI beschäftigt, steht morgen hinten an.

Das klingt hart. Ist aber nicht böse gemeint, sondern als Einladung. Als Selbständige hast du keine Zeit zu verlieren. KI ist längst kein Zukunftsthema mehr. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann du anfängst. Und je früher, desto grösser dein Vorsprung.

Wo fange ich an?

Genau hier liegt für viele die erste Hürde: nicht die Technik selbst, sondern die riesige Menge an Tools. ChatGPT, Claude, Gemini, Canva AI, Notion, Gamma – wohin man schaut, neue Namen, neue Versprechen. Mein Rat: Fang mit einem einzigen Tool an. Nicht mit dem besten. Nicht mit dem komplexesten. Mit dem, das dein aktuell grösstes Problem löst.

Schreiben war aufwendig – bis gestern

Das Schreiben kostet enorm viel Zeit? Mit KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Gemini gehört die leere Seite der Vergangenheit an. Gib der KI präzise, was du brauchst und in Sekunden hast du einen soliden Entwurf, den du mit deiner persönlichen Note verfeinerst. Je mehr Kontext du mitgibst, umso besser werden deine Texte.

Bilder & Grafiken – auch ohne Designstudium

Canva mit KI-Funktion ist ein absoluter Produktivitäts-Turbo: Hintergrund entfernen, Bilder erweitern, Grafiken erstellen. Für individuelle Bilder statt generischer Stockfotos sind Nano Banana und Midjourney absolute Highlights. Infografiken, die komplexe Inhalte auf einen Blick verständlich machen? Mit Nano Banana und inzwischen auch ChatGPT supertoll gelöst.

Präsentationen – in Minuten statt Stunden

Gamma AI erstellt aus deinen Stichpunkten oder Vorlagen eine visuell ansprechende Präsentation. Kein stundenlanges Kämpfen mit Foliendesign mehr.

Meetings: Endlich nur noch dabei sein

Zoom bietet eine integrierte Transkriptionsfunktion. Otter.ai und tl;dv gehen weiter: transkribieren, zusammenfassen, To-do-Listen erstellen.

Datenschutz-Hinweis: Achte hier bezüglich Datenschutz auf Serverstandorte und DSGVO-Konformität. Informiere auch deine GesprächspartnerInnen immer über das Transkriptions-Tool.

Organisation: Klarheit statt Chaos

Notion AI strukturiert und priorisiert. Microsoft Copilot Pro integriert KI direkt in Word, Excel und Outlook. NotebookLM von Google lässt dich deine eigenen Dokumente befragen und erstellt sogar Podcasts daraus. Personenbezogene Daten vorher anonymisieren. Claude Cowork bringt KI-Agenten direkt auf deinen Desktop: Aufgaben beschreiben, Claude erledigt sie – ohne Programmierkenntnisse.

Landingpages – ohne eine Zeile Code

Mit Lovable erhältst du aus einer einfachen Beschreibung eine vollständig funktionale Webseite. Neue Angebote sind somit in Stunden statt Wochen online.

KI ist kein Hexenwerk

Du musst keine Programmiererin sein. Du musst keine Expertin sein. Du musst nur neugierig sein und bereit, etwas auszuprobieren. Die Tools von heute sind so gestaltet, dass du sie in normaler Sprache bedienen kannst. Wer einen Text schreiben kann, kann auch mit KI arbeiten.

Als zertifizierte KI-Trainerin begleite ich Frauen genau auf diesem Weg: vom ersten Zögern bis zum selbstbewussten Einsatz von KI im Businessalltag. Und ich verspreche dir: Der Moment, in dem du merkst, wie viel Zeit du zurückgewinnst, verändert alles. Denn am Ende ist die einzige Grenze deine eigene Fantasie.

Welches KI-Tool traust du dich diese Woche auszuprobieren?


Über die Autorin

Franziska Alpiger ist zertifizierte KI-Managerin und KI-Trainerin. Sie unterstützt selbständige Frauen dabei, KI-Tools sinnvoll in ihren Business-Alltag zu integrieren – praxisnah, ohne Technik-Vorkenntnisse und mit dem Ziel, Zeit für das Wesentliche zurückzugewinnen.

Franziska Alpiger
Franziska Alpiger

Webseite: franziskaalpiger.ch
Email: info@franziskaalpiger.ch
Telefon: +41 79 404 96 35

Du hast nicht zu wenig Zeit – sondern zu wenig Klarheit

Autorin: Sina Odermatt

Ich sage es ehrlich: Zeitmanagement, Pausen und Erholung waren früher nicht meine Stärke. Eher so die Kategorie «Ich bin beschäftigt, aber nie wirklich fertig». Vielleicht kennst du das.

Heute sehe ich mich nicht als perfekte Expertin, sondern als Expertin aus Erfahrung. Denn für mich ist Zeitmanagement heute Teil von Selbstführung.

Zeitmanagement ist kein hübsches «Me-Time»-Thema. Es zeigt dir ziemlich direkt, wie du tickst: deine Muster, deine Prioritäten und deine Selbstführung und manchmal auch sehr ungeschminkt, wo wir uns im Alltag selbst verlieren und nicht mehr führen.

«Ich habe keine Zeit» – wirklich?

Eine der wichtigsten Fragen für mich, die ich mir irgendwann begonnen habe zu stellen, ist: Ist Zeit für dich Ursache oder Wirkung? (Stopp hier kurz und überleg es dir.)

Viele sagen: «Ich hatte keine Zeit», und damit wird «keine Zeit» zur Ursache und du bist scheinbar machtlos, etwas zu ändern. Ich sehe das heute anders: «Keine Zeit» ist eine Wirkung. Eine Wirkung von zu vielen Jas, von unklaren Prioritäten, davon, dich selbst hintenanzustellen oder es allen recht machen zu wollen.

Wenn du diesen Perspektivwechsel machst, passiert etwas Entscheidendes: Du kommst aus dieser Ohnmacht raus und bekommst wieder einen Hebel in die Hand. Du kannst hinschauen, was wirklich dahinter liegt, was wirklich die Ursache ist.

Reflexionsfrage: Wo sagst du aktuell «Ich habe keine Zeit» und was wäre die ehrlichere Aussage dahinter?

Tipp: Ersetze für eine Woche bewusst den Satz „Ich habe keine Zeit» durch «Es ist mir gerade nicht wichtig genug» und beobachte, was das mit dir macht.

Der Eisberg unter deinem Kalender

Zeitmanagement hat für mich zwei Ebenen: die sichtbare und die unsichtbare.

Sichtbar sind deine To-dos, Termine, Deadlines und all die Tools, mit denen du deinen Alltag organisierst. (Ich arbeite übrigens mit dem Kanban-System «Trello» und bin sehr happy damit).

Unsichtbar ist das, was alles steuert: deine Werte, deine inneren Überzeugungen und deine unbewussten Muster. Und genau diese Werte bestimmen, wie du deinen Tag bewusst oder unbewusst gestaltest. Wenn du nicht weisst, was dir wirklich wichtig ist, priorisierst du vor allem nach Dringlichkeit, nach Erwartungen von aussen oder danach, wer gerade am lautesten ruft – die Kinder, der Partner, die Kunden… Dann fühlt sich dein Leben schnell fremdgesteuert an, obwohl es eigentlich dein Business ist. (Dein Business, deine Regeln).

Wenn du deine Werte kennst, verändert sich dein Alltag automatisch. Ist zum Beispiel Gesundheit einer deiner wichtigsten Kernwerte, bekommt sie Platz, nicht «wenn noch Zeit bleibt», sondern bewusst gesetzt.

Ich habe für mich z.B. entschieden, Kundentermine erst ab 10 Uhr zu terminieren, weil ich weiss, wann meine Energie mir gehört. Und ja, früher wollte ich immer verfügbar sein, weil ich dachte, das sei professioneller. Heute weiss ich: Klarheit wirkt stärker auf Kunden als ständige Anpassung. Je klarer du bist, desto klarer werden auch die richtigen Menschen zu dir finden.

Reflexionsfrage: Welche drei bis vier Werte sind dir wirklich wichtig und spiegeln sie sich sichtbar in deinem Kalender wider?

Tipp: Plane eine Woche lang bewusst Termine so, dass mindestens einer deiner Kernwerte jeden Tag aktiv gelebt wird.

Zeitmanagement ist Energiemanagement

Du kannst deinen Tag perfekt planen, wenn deine Energie nicht passt, bringt es trotzdem nichts.

Ich arbeite zum Beispiel in Sprints: ein bis zwei Stunden Fokus, dann Pause. Wie eine Powerbank, die entweder im Einsatz ist oder am Aufladen. Beides gleichzeitig funktioniert nicht. Früher habe ich versucht durchzuziehen, möglichst effizient, möglichst lange, möglichst viel. Heute weiss ich: Meine Produktivität entsteht genau wegen der Pausen.

Vielleicht bist du ganz anders unterwegs, eher konstant oder sehr gleichmässig in deiner Energie. Wichtig ist nicht, welches Modell «richtig» ist, sondern dass du dein eigenes kennst. Mir hat dabei auch mein «Human Design Energie-Typ» geholfen, mich besser zu verstehen.

Ich bin Projektorin im Human Design – für mich sind diese Pausen zwischen den Sprints sehr wichtig. Vielleicht kennst du dein Human Design bereits, vielleicht nicht, aber die entscheidende Frage bleibt: Arbeitest du mit deiner natürlichen Energie oder gegen sie?

Reflexionsfrage: Zu welchen Tageszeiten bist du wirklich in deiner Kraft und planst du deine wichtigsten Aufgaben in diese Phasen?

Tipp: Beobachte dich ein paar Tage lang bewusst: Wann bist du fokussiert, wann erschöpft? Und passe danach deinen Tag an… nicht umgekehrt.

Pausen, die wirklich Pausen sind

Wie sehen deine Pausen aus?

Scrollen fühlt sich oft wie eine Pause an, ist aber keine echte Erholung für unser Nervensystem bzw. für unser Gehirn, weil unser Kopf weiterhin im Input-Modus bleibt, weiterhin im Sympathikus (Fight, Flight, Freeze-Modus).

Echte Pausen regenerieren. Das kann ein Spaziergang ohne Handy sein, ein paar Minuten mit geschlossenen Augen, einfach hinlegen und nichts tun oder bewusstes Atmen ohne Ablenkung.

Ich habe begonnen, meine Pausen wirklich bewusst zu gestalten, manchmal sogar zu planen (gelingt mir auch nicht immer😉). Und spannend ist: Deine Pausen zeigen dir viel über dich.

Kannst du dich zum Beispiel beim Mittagessen mit ArbeitskollegInnen wirklich auch mal rausnehmen oder bleibst du innerlich im Business-Modus, weil du dich verpflichtet fühlst, immer dabei zu sein? Oft stecken dahinter Glaubenssätze wie «Ich muss dazugehören», sonst verpasse ich etwas oder werde weniger gesehen. Auch das ist Selbstführung, diese Muster zu erkennen und nicht einfach weiter automatisch zu leben.

Reflexionsfrage: Wann hattest du das letzte Mal eine Pause, nach der du dich wirklich erholt gefühlt hast, nicht nur beschäftigt? Was war da anders?

Tipp: Plane morgen eine Pause ohne Handy ein, auch wenn es nur 10 Minuten sind, und spüre bewusst nach, was sich verändert.

Erholung ist Teil deiner Leistung

Für mich bedeutet Erholung: Entspannung, Loslassen, nicht noch mehr leisten. Massage, Yoga, Beine hochlagern, einfach sein… so tanke ich auf.

Vielleicht ist es bei dir genau anders und du brauchst Bewegung, Sport oder Aktivität, um dich zu regulieren. Beides ist richtig, solange es wirklich zu dir passt und nicht aus einem Vergleichen heraus entsteht.

Ich sehe mich dabei gerne wie eine Spitzensportlerin. Und Spitzensportlerinnen planen Erholung nicht als «wenn noch Zeit übrig ist», sondern als festen Bestandteil ihrer Leistung. Erholung ist nicht die Belohnung nach dem Wettkampf, sie ist Teil der Vorbereitung. Vor wichtigen Workshops plane ich bewusst Erholung ein. Mein wichtigster Shift war dabei dieser Satz: Erholung ist nicht die Belohnung für starke Leistung – sie ist die Voraussetzung dafür.

Reflexionsfrage: Was bedeutet echte Erholung für dich und lebst du sie bereits oder verschiebst du sie ständig auf «irgendwann»?

Tipp: Behandle deine Erholung wie einen fixen Business-Termin, nicht als Belohnung, sondern als Voraussetzung.

Am Ende ist es eine Entscheidung

Zeitmanagement, Pausen und Erholung sind keine hübschen Tools, die man einfach optimiert. Es ist eine innere Haltung, die entstehen darf. Die Entscheidung, dich selbst ernst zu nehmen, deine Energie zu respektieren und deine Werte wirklich zu leben statt sie nur zu kennen.

Und vielleicht auch die Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen, statt dich hinter «keine Zeit» zu verstecken. Denn dein Kalender macht nur das, was du ihm vorgibst. Die Frage ist also nicht, ob wir Zeit haben, sondern wofür wir uns entscheiden.


Über die Autorin

Sina Odermatt ist Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung, mit Fokus auf Self- und Mindful Leadership sowie Achtsamkeit. Als langjährige Trainerin begleitet sie Führungskräfte, Teams und Privatpersonen dabei, Selbstführung, Klarheit und mentale Stärke zu entwickeln.

Ihre Arbeit verbindet fundiertes Wissen mit einer grossen Portion Intuition und eigener Lebenserfahrung. Dabei steht für sie ein bodenständiger, menschlicher Zugang im Mittelpunkt, der echte Entwicklung ermöglicht. 2025 hat sie die Self Leadership Academy gegründet.

Sina Odermatt – empowering people
Sina Odermatt

Webseite: sinaodermatt.ch
Email: hello@uniquely-you.ch
Telefon: +41 79 438 34 29

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Starke Selbstführung: Mehr als nur ein Hype

Autorin: Brigitte Münch

Selbstführung ist die einzige Sache, die wir in unserem Unternehmen nicht delegieren können. Deshalb ist es nicht nur ein Trend-Thema, sondern eine Kernkompetenz für uns Unternehmerinnen.

Doch was heisst «Selbstführung» oder «Self-Leadership» eigentlich genau?

Eine allgemein anerkannte Definition gibt es nicht, und das Thema ist vielschichtig. In der Flut an Meinungen und Tipps zu diesem Thema finden sich viele Missverständnisse. Oft wird Self-Leadership gleichgesetzt mit Disziplin, Routinen, Produktivität, Zeitmanagement oder deinem persönlichen Programm zur Selbst-Optimierung, manchmal auch Selbstreflexion oder Achtsamkeit. Doch darum geht es nicht – zumindest nicht nur.

Leider kann ich hier heute nur einen Artikel und kein Buch schreiben. Aber ich möchte dir gern einen Mini-Selbstführungsplan in drei Schritten mitgeben, die für mich beim Thema Selbstführung entscheidend sind – egal ob in unserem Business oder im Privatleben.

Versuchen wir eine Definition:

Selbstführung im Unternehmertum ist vor allem die Fähigkeit, sich inmitten von Komplexität selbst auszurichten, Prioritäten zu setzen und wirksam zu handeln.

Für gute Selbstführung, die unseren persönlichen Werten, Denkweisen und Zielen folgt, brauchen wir also drei entscheidende Elemente:

Klarheit, Fokus, Handeln.

Gehen wir von diesen 3 tragenden Elementen der Selbstführung aus, ergibt sich hieraus unser Mini-Plan:

1. Klarheit

Ohne Klarheit kein Fokus.
Ohne Fokus keine wirksame Handlung.

Klarheit steht also am Anfang. Sie bedeutet zu wissen:

Wofür stehe ich?
Wo will ich mit meinem Business hin?
Was ist wesentlich?
Welche Werte sind für mich nicht verhandelbar?

Das klingt simpel, ist aber nicht immer einfach zu formulieren.

Nimm dir doch einmal eine halbe Stunde Zeit und beantworte die obigen Fragen. Wie leicht fallen dir die Antworten?

Klarheit entsteht nicht zwischen E-Mails, Calls und To-do-Listen. Sie entsteht dort, wo wir innehalten, sortieren und bewusst entscheiden.

Du kannst die obigen Fragen auch herunterbrechen und beginnen, sie in greifbare Schritte zu übersetzen:

Aus diesen Fragen ergeben sich deine Prioritäten – für dieses Jahr, diesen Monat, diese Woche und sogar für diesen Tag.

2. Fokus

Über Fokus wird oft gesprochen, als ginge es vor allem um Abgrenzung:
Mehr Nein sagen, mehr Grenzen setzen.
Doch ich finde, das greift zu kurz.

Fokus heisst vor allem JA sagen:

Ja zu dem, was wichtig ist.
Ja zu deinen Werten.
Ja zur Richtung.
Ja zu Prioritäten.
Ja zu dem, was Wirkung erzielt.

Wenn Klarheit die Richtung vorgibt, hält Fokus den Kurs.

Fokus ermöglicht es uns, nicht alles gleichzeitig zu verfolgen, nicht jedem Impuls nachzugeben, nicht jedes Thema als gleich wichtig zu behandeln.

Denn wenn wir allem die gleiche Bedeutung geben, ist unser Handeln nicht mehr wirksam.

Wenn wir dagegen wissen, worauf es ankommt, sind wir weniger abgelenkt und bewegen uns zielgerichtet in die Richtung, in die wir wollen. Wir können unsere Energie auf das Wesentliche bündeln.

Daran fehlt es im Unternehmerinnen-Alltag oft – nicht wegen mangelnder Disziplin, sondern wegen zu vieler aufgeschobener Entscheidungen, ungeklärter Rollen und falscher Prioritäten.

Es lohnt sich daher zu fragen:

Definiere bewusst, was nur du tun kannst und wohin deine Energie gehen soll. Dazu sagst du JA.

3. Handeln

Mit Klarheit und Fokus kommen wir in die Umsetzung – und zwar als konsequentes Handeln entlang dessen, was zählt.

Klarheit gibt Richtung. Doch ohne Handlung bleibt sie Theorie.
Fokus hält auf Kurs. Doch ohne Umsetzung bleibt es bei guter Absicht.
Erst gezielte Handlung schafft Wirkung.

Und hier wird Selbstführung konkret:

Handlungsfähigkeit bedeutet nicht, immer maximal diszipliniert zu sein oder in blinden Aktionismus zu verfallen.

Sie bedeutet, dass wir uns trotz Unsicherheit in die von uns bestimmte Richtung bewegen, Entscheidungen treffen und in konsequente Schritte übersetzen.

Das fällt manchmal schwer. Dann empfiehlt sich ein einfaches Prinzip:

Leite aus den von dir bestimmten Prioritäten einen ganz konkreten nächsten Handlungsschritt ab – für einen überschaubaren Zeitraum.

Zum Beispiel:

Nicht: «Ich müsste strategischer arbeiten.»
Sondern: «Ich blocke jeden Mittwoch zwei Stunden nur für Strategie.»

Nicht: «Ich sollte mehr delegieren.»
Sondern: «Diese drei Aufgaben gebe ich diesen Monat ab.»

Nicht: «Ich will fokussierter arbeiten.»
Sondern: «Ich definiere pro Woche eine Priorität und eine daraus resultierende tägliche Handlung.»

Hilfreich ist auch eine regelmässige Kurskorrektur, etwa mit drei kurzen Fragen am Freitag:

Keine grosse Reflexionsübung, 10 Minuten reichen – aber sie halten dich auf Kurs.

Fazit

Starke Selbstführung ist ein Zusammenspiel aus Klarheit, Fokus und Handeln:

Klarheit gibt uns die Richtung.
Fokus bündelt unsere Energie.
Gezielte Handlung erzeugt Wirkung.

Die Bedeutung liegt nicht darin, dich selbst zu disziplinieren und zu optimieren. Sondern das Wesentliche im Blick zu haben und danach zu handeln.

Damit können wir Verantwortung bewusst tragen – für unser Business, für andere und für uns selbst. Und vielleicht ist genau das heute eine der wichtigsten Formen von Leadership.


Über die Autorin

Brigitte Münch berät mit ihrer BM Blue Mountain GmbH gründer- und familiengeführte Unternehmen in kritischen Wachstumsphasen, bei Neuausrichtungen und komplexen Veränderungen in den Bereichen Strategie, Leadership und Governance.

Ihr Fokus liegt auf der Verbindung von Unternehmensstrategien, Strukturen und den Menschen, die sie implementieren. Ausserdem ist sie als Mentaltrainerin für junge Schneesport-Athleten und zertifizierte Schweizer Skilehrerin tätig.

BM Blue Mountain GmbH
Brigitte Münch

Webseite: bm-bluemountain.com
Email: welcome@bm-bluemountain.com
Telefon: +41 76 805 353 75

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Den Nebel lichten: Warum Klarheit vor Fokus kommt

Autorin: Nanya Rüegg

Eine Kundin – seit 2 Jahren in der Selbstständigkeit – sass mir kürzlich gegenüber und sagte einen Satz, den ich oft höre: «Ich brauche mehr Fokus im Business. Ich verzettle mich oft im Alltag.» Sie hatte To-do-Apps ausprobiert, Time-Blocking, Deep-Work-Routinen. Ohne nachhaltigen Effekt.

Nach einer halben Stunde Gespräch war klar: Ihr Problem lag woanders. Sie hatte ein Klarheits-Problem – und das verkleidete sich als Fokus-Issue.

Und damit ist sie nicht allein.

Der Denkfehler, der dich Energie kostet

Wir leben in einer Kultur, die uns einredet, mehr Disziplin sei die Antwort. Bessere Systeme. Strengere Routinen. Doch Fokus ist immer die Folge. Die Ursache liegt davor: in deiner Klarheit. Du kannst nicht scharf stellen, was du nicht klar siehst.

Solange dein innerer Nebel dicht ist, wird jede neue Methode ihn nur kurz aufhellen – und dann wieder verschwinden lassen. Das hat mit Willensschwäche nichts zu tun. Das ist Physik des Denkens.

Drei Nebelschichten, die du lichten darfst

In meiner Arbeit mit Frauen in Führungsrollen sehe ich immer wieder dieselben drei Schichten – meist überlagern sie sich.

Klarheit ist die Basis für Self-Leadership

Self-Leadership beginnt bei einer anderen Frage als der nach besserer Organisation: Weisst du, wer du bist, was dir wichtig ist und wohin du willst? Ohne diese drei Antworten sind wir eher im Reaktions-Modus. Auf Erwartungen, auf Anfragen, auf das, was gerade laut ist. Statt aktiv zu gestalten.

Klarheit ist die Voraussetzung für jede Form von Selbstführung. Wer sich selbst führen will, muss sich zuerst sehen können.

Ein wissenschaftlich fundierter Kompass: die Positive Psychologie

Was ich dir gleich an Werkzeugen mitgebe, ruht auf einer wissenschaftlichen Grundlage: der Positiven Psychologie.

Sie beschäftigt sich mit dem gelingenden und sinnerfüllten Leben – als Ergänzung zur klassischen Psychologie, die hauptsächlich psychische Krankheiten erforscht. Sie stellt Fragen wie: Was unterscheidet diejenigen, die mit Druck, Veränderung und Verantwortung gut umgehen, von denen, die daran zerbrechen?

Eine ihrer zentralen Erkenntnisse: Menschen, die ihre Werte und Stärken kennen und entlang davon handeln, treffen Entscheidungen leichter, erleben weniger Erschöpfung und kommen häufiger in das, was die Forschung Flow nennt – jenen Zustand, in dem Arbeit sich leicht und sinnvoll anfühlt.

Klarheit über sich selbst ist ein messbarer Hebel für Energie, Entscheidungskraft und Wohlbefinden. Und genau deshalb sind die folgenden Werkzeuge wirksam. Sie übersetzen wissenschaftliche Prinzipien in den Alltag.

Drei Tools zum Ausprobieren

Für jede Nebelschicht ein konkreter Schritt – kleine Tools mit grosser Wirkung.

Gegen den äusseren Nebel: Die Input-Diät.

Wähle eine Woche lang drei Quellen, die du behältst – einen Newsletter, einen Podcast, einen Nachrichtenkanal. Alles andere pausierst du bewusst. Der Kopf wird ruhiger. Und du hörst klarer, was du selbst denkst.

Gegen den inneren Nebel: Die Werte-Hierarchie.

Ein bewährter Ansatz aus der Werte-Forschung der Positiven Psychologie: Schreibe zehn Werte auf, die dir wichtig sind. Streiche sie auf fünf zusammen. Dann auf drei. Diese drei sind ab jetzt dein Filter für die nächste schwierige Entscheidung. Frag dich konkret: Welche Option zahlt am stärksten auf diese drei Werte ein? In Momenten der Unsicherheit werden diese drei Werte dich führen – mit Entscheidungen, die aus deinem Inneren kommen.

Gegen den emotionalen Nebel: Das Angst-Inventar.

Nimm dir zehn Minuten und schreib auf, wovor du gerade konkret Angst hast – im Business, in Bezug auf Sichtbarkeit, in Bezug auf eine anstehende Entscheidung. Sei spezifisch. Statt «ich habe Angst zu scheitern» schreib: «ich habe Angst, dass meine Kundin nicht wieder bucht.» Der Hirnforscher Dan Siegel nennt dieses Prinzip «name it to tame it». Was du beim Namen nennst, verliert seine Macht. Und du gewinnst zurück, was die Angst dir vorher vernebelt hat: deine eigene Klarheit.

Klarheit ist eine Praxis

Self-Leadership heisst, dass du den Nebel ernst nimmst – und ihn regelmässig lichtest. Klarheit ist eine Praxis. Sie bleibt lebendig, solange du sie pflegst.

Wenn du das nächste Mal denkst «mir fehlt Fokus», halte einen Moment inne und frage stattdessen: Wo ist der Nebel gerade am dichtesten?

Die Antwort darauf ist oft schon der erste Schritt.


Über die Autorin

Nanya Rüegg begleitet als Life & Leadership Coach Frauen in Führungsrollen und in der Selbständigkeit dabei, Klarheit, innere Stärke und eine positive Leadership-Haltung zu entwickeln. Ihre Coaching-Arbeit verbindet 20 Jahre Erfahrung in Finance und Hospitality mit Positiver Psychologie, Positive Leadership und Neurowissenschaft.

Mit ihrem 1:1-Programm The Reset Code unterstützt sie ambitionierte Frauen, zurück zu innerer Balance und gesunder Performance zu finden.

Nanya Rüegg Coaching & Consulting
Nanya Rüegg

Webseite: nanyaruegg.com
Email: info@nanyaruegg.com

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Quellen:

Der grösste Mangel in der Selbstständigkeit

Autorin: Valentina Bründer

Gerade in Phasen von Wachstum, Sichtbarkeit und Veränderung braucht es mehr als Strategie. Es braucht innere Stabilität & Selbstvertrauen.

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich zum ersten Mal gegenüber einem ehemaligen Kollegen gesagt habe:

«Ich bin selbstständig.»

Es fühlte sich wackelig und falsch an. Ich habe die Scham in mir gespürt und hätte mich am liebsten in Luft aufgelöst.

Jahrelang habe ich in Strukturen gearbeitet, die mir sagten, wo ich hingehöre, wer ich bin, was ich kann. Gespiegelt durch einen Titel, Gehalt, Feedback von Vorgesetzten. Plötzlich war das alles weg. Dafür Trauer nicht mehr dazuzugehören. Ab jetzt musste ich selbst wissen, wer ich bin, wo ich hingehöre, mir Struktur geben.

Die Alte loslassen, bevor das Neue da ist

Was in der Selbständigkeit passiert, ist nicht einfach ein Jobwechsel. Es ist ein Identitätsprozess. Der Gang durchs berühmte Nadelöhr.

Es verändert alles und ist unbequem. Durch die systemische Brille betrachtet verlässt du ein Feld, das dir Zugehörigkeit, Orientierung und Bestätigung gegeben hat. Eine Identität.

Du verlässt eine Rolle, die dein Nervensystem kannte. In der Sicherheit und dein Selbstwert definiert wurden. Ist es eine Überraschung, das etwas in dir mit Alarm reagiert?

Viele Frauen, die zu mir kommen, stecken genau hier fest. Sie sind keine Angestellten mehr, können sich aber auch noch nicht Unternehmerin nennen, ohne innerlich zusammenzuzucken oder sich direkt zu schämen.

«Ich versuche es mal mit der Selbstständigkeit» oder «Ich bin noch ganz am Anfang». Sätze, die ich häufig höre. Damit halten sie sich klein, auch wenn sie längst Expertise mitbringen, für die andere viel Geld bezahlen.

Dein System sucht nach Sicherheit und Kohärenz. Die Sicherheit in der alten Identität ist nicht mehr richtig greifbar und die Neue noch nicht spürbar. Es braucht Beweiserfahrungen, Erlaubnis und deine Selbstführung.

Dein Nervensystem ist die heimliche Geschäftsführerin

Wenn wir über Selbstvertrauen sprechen, dann meinen wir das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Handlungen. In sich selbst.

Wie kann es entstehen, wenn wir darauf konditioniert sind auf Bewertung anderer mehr zu hören als auf uns? Wie kann es wachsen, wenn wir mit Sätzen gross geworden sind, wie:

«Das machst du falsch.»
«Deine Schwester hat das aber besser gemacht.»
«Das ist nichts für Mädchen.»

Genau solche Sätze definieren unsere Identität bis in Erwachsenenalter. Sie limitieren, sabotieren und lassen uns immer wieder an unseren Kompetenzen zweifeln.

Solange das deine Realität ist, entscheidet dein Nervensystem gegen dich als Selbstständige.

Du möchtest einen Vortrag über dein Herzensthema halten und kannst schon Tage davor kaum schlafen.
Du schreibst deinen ersten Beitrag für Social Media und veröffentlichst ihn im letzten Moment doch nicht.
Du bekommst eine Anfrage und fängst an deinen Preis schon zu rechtfertigen.

Alles von Frauen gehört, alles selbst erlebt. Dieses Gefühl, sich selbst nicht trauen zu können, obwohl alle Kompetenzen vorhanden sind. Der Kopf weiss es und trotzdem glaubst du es dir nicht.

Es ist kein Persönlichkeitsdefizit. Aus traumasensibler Brille ist es eine alte automatische Schutzstrategie, die der Körper irgendwann gelernt hat.

Das Nervensystem unterscheidet nicht zwischen damals und heute

Wenn ein Kind wiederholt die Erfahrung macht, dass die eigenen Fähigkeiten, Ideen oder Entscheidungen falsch sind, nicht gut genug, dann speichert das Nervensystem eine klare Message: Ich kann mir selbst nicht trauen.

Das ist keine bewusste Überzeugung. Das ist eine körperliche Wahrheit, gespeichert in der Art, wie das autonome Nervensystem auf bestimmte Situationen reagiert. Und diese Reaktion läuft auch dreissig Jahre später noch ab, beim Schreiben eines Angebots, beim Posten auf Social Media, beim Aussprechen deines Preises.

Die unsichtbaren CEOs, die alles steuern

Unter dem mangelnden Selbstvertrauen liegen fast immer Glaubenssätze, Konditionierungen.

«Erst wenn alles perfekt ist, darf ich mich zeigen.»
«Was mir leichtfällt, kann nicht wertvoll sein.»
«Frauen wie ich bauen kein Business auf.»

Diese Sätze sind nicht ausgedacht. Sie wurden gelernt, in Familien, Schulen, Beziehungen, Arbeitskontexten. Sie haben sich ins Nervensystem eingebrannt und definieren deine Identität. Und jetzt, wo du etwas tust, das diesen Sätzen widerspricht und förmlich als Gefahr bewertet wird, werden sie laut.

Damit trägst du nicht nur deine eigenen Überzeugungen, sondern oft auch die deiner Herkunft. Die Zweifel deiner Mutter. Die Angst deines Vaters. Den unausgesprochenen Satz: Du kannst dir selbst nicht trauen.

Dein Selbstvertrauen kann nicht wachsen, solange diese Sätze unberührt bleiben. Sie zu erkennen ist der erste Schritt. Sie zu hinterfragen und zu transformieren, der zweite.

Selbstvertrauen ist kein Gefühl, das vom Himmel fällt

Was ich auf meinem eigenen Weg gelernt habe: Selbstvertrauen entsteht nicht im aussen. Solange dein System die alte Leier immer wieder abspielt, wird es sich nicht nachhaltig verändern. Du brauchst die Handlung und du darfst die alte Geschichte in dir korrigieren.

Das erste Angebot, das du mit zittrigen Händen rausschickst, den ersten Preis, den du hältst und nicht runterhandelst. Beweise, dass die Welt nicht untergegangen ist und du immer noch lebst.

Dein Körper lernt durch Erfahrung, nicht durch Affirmationen vor dem Badezimmerspiegel. Er lernt durch erlebte Sicherheit in neuen Situationen. Jeder kleine Schritt ist ein Signal an dein Nervensystem: Es ist okay. Ich halte das aus. Ich darf das.

Und dann darfst du anfangen dich mit Selbstvertrauen zu führen. Durch das nächste Verkaufsgespräch, den umsatzschwachen Monat und durch die neue Klientenzusage. Du musst nicht warten, bis es da ist. Das Vertrauen wächst im Prozess, im Gehen.


Über die Autorin

Valentina Bründer steht für Souveränität und Selbstvertrauen. Als zertifizierte Gründungsberaterin, Systemischer Coach (DGSF) & EMDR-Coach begleitet sie Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit und in ihrem Wachstumsprozess. Weil sie weiss, wie es sich anfühlt, alles zu können und sich trotzdem nicht zu trauen.

Sie war 20 Jahre im Angestelltenverhältnis, Führungskraft im Maschinenbau, hatte 8-stellige Umsätze und ist trotzdem gegangen. Mit Angst an der einen Hand und Vertrauen an der anderen.

Valentina Bründer
Valentina Bründer

Webseite: valentinabruender.com
Email: info@valentinabruender.com
Telefon: +49 160 95 328 804

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Self-Leadership: Führe dich – mit Klarheit, Fokus & Stärke

Autorin: Tatjana Gaspar

Mit Self-Leadership wird eine positive, geerdete, authentische Haltung verbunden. Meist entfaltet sie sich im Zuge des Erwachsenwerdens, wenn es darum geht, den eigenen Weg zu finden, sich zu positionieren. Es beginnt bei der Begegnung mit Ängsten und Herausforderungen und ist ein lebenslanges Work in Progress.

Die grösste Karrierebremse im Leben vieler Frauen sind nicht mangelnde Qualifikation oder fehlender Einsatz. Es ist die oft gut versteckte Angst vor Sichtbarkeit, Bewertung, Ablehnung, Macht und der eigenen Grösse. Im entscheidenden Moment wird klar, ob du dich selbst führst oder ob deine Angst dich führt, ob du deine gebündelten Kompetenzen abrufen kannst oder sie hinter einer Fassade von Selbstzweifeln wegschmelzen.

Die unsichtbaren Ängste erfolgreicher Frauen

Frauen in der Businesswelt kämpfen selten mit offensichtlichen Blockaden. Die Ängste sind subtil, gesellschaftlich konditioniert und oft perfekt getarnt hinter Vorwänden.

Dahinter stehen tief verankerte Urängste:

1. Die Angst, nicht zu genügen

Trotz beeindruckender Lebensläufe fühlen sich viele Frauen innerlich wie Hochstaplerinnen. Der eigene Erfolg wird relativiert, während die vermeintliche Unzulänglichkeit überbewertet wird. Hier spielt die Erziehung eine wichtige Rolle, denn über Generationen wurde von Mädchen erwartet, dass sie brav, genügsam, still und im Hintergrund bleiben. Das hat sich fest in der weiblichen DNA verankert. Logischerweise ist es eine Herausforderung, diese Stereotypen zu überwinden.

2. Die Angst, sichtbar zu werden

Sichtbarkeit bedeutet Angriffsfläche, die eigene Verletzlichkeit wird zur Zielscheibe. Wer sich in der Businesswelt sichtbar macht, muss mit Kritik und Unfairness rechnen. Auf den sozialen Medien drohen Anfeindungen seitens einer anonymen Masse. Es braucht ein dickes Fell und eine starke Portion Selbstbewusstsein. Viele Frauen wählen darum bewusst, unter ihrem Potenzial zu fliegen, strategisch klug getarnt als Bescheidenheit.

3. Die Angst vor Ablehnung

Harmoniebedürfnis ist kein Charakterfehler, sondern ein soziales Trainingsprogramm, das wie jedes andere eine Strategie braucht, um wirksam zu sein. Im Business hat die Angst vor Ablehnung oft zur Folge: Wir harren zu lange in einer unbefriedigenden Situation aus, bis es schmerzt oder wir überrollt werden. Wir fordern zu wenig, um nicht unbescheiden herüberzukommen. Wir sagen selten Nein, um Spannungen zu vermeiden, denn wir wollen ja, dass man uns liebt und lobt für unsere Kooperation. Leider verbauen wir uns damit Chancen.

4. Die Angst vor der eigenen Stärke

Macht wird von vielen Frauen ambivalent erlebt. Erfolgreich zu sein bedeutet, Erwartungen zu verändern, Beziehungen zu verschieben und Rollenbilder zu sprengen. Macht bedeutet aber auch Geld – und «über Geld spricht man nicht» in unserer mitteleuropäischen Kultur. Bescheidenheit und Geld passen ja nicht zueinander. Für unsere Leistung einen angemessenen Lohn zu fordern, Vermögen zu bilden, sich einen grosszügigen Umgang mit dem eigenen Geld zu erlauben – das sind externe Zeichen von Stärke und Macht. Und genau das macht vielen Frauen Angst.

Verstehen, womit wir es zu tun haben

Unsere Angst ist meist irrational und diffus. Wir fürchten uns davor, dass ein bestimmtes Szenario («ES») in der Zukunft eintritt. Oft ist die Wahrscheinlichkeit, dass ES passiert, verschwindend klein. Aber unser Reptiliengehirn, das uns vor Gefahr bewahren will, unterscheidet nicht zwischen Angst vor einem systemischen Ereignis und Angst vor dem eigenen Mut.

Angst ist keine Selbstsabotage, sondern ein uralter Schutzmechanismus. Vor Tausenden von Jahren schützte sie die Menschen z.B. vor dem Säbelzahntiger. Um weniger Angst haben zu müssen, war es überlebenswichtig, in der Gruppe zu bleiben. Ausgestossen zu werden bedeutete den sicheren Tod, denn man konnte sich allein in der Wildnis nicht schützen.

Heute leben wir in einer hochentwickelten Gesellschaft, die Individualismus feiert. Aber unser Reptiliengehirn hat sich kaum weiterentwickelt und will uns immer noch vor dem sprichwörtlichen Säbelzahntiger beschützen – also vor Risiko, Worst-Case Szenario und allem Unbekannten.

Angst als inneren Kompass nutzen

Angst ist kein Stoppsignal und keine Ziellinie. Angst ist ein Wachstumssignal und ein Startloch. Dort, wo sie auftaucht, beginnt deine nächste Entwicklungsstufe. Selbstführung heisst nicht, angstfrei zu sein, sondern sich Handlungsfähigkeit einzuräumen, obwohl Angst da ist.

Der entscheidende Punkt, wo ein Perspektivenwechsel stattfinden kann, lautet deshalb:

«Ich warte nicht, bis meine Angst verschwindet. Ich werde zur Führungskraft meines eigenen inneren Systems. Ich lasse nicht die Angst Überhand nehmen, sondern die Lust auf mehr und den Mut zum ersten Schritt in Richtung meines Ziels.»

Wie du deine Angst überwindest

1. Klarheit

Indem du deine Angst präzise benennst, reduzierst du die emotionale Intensität. Je konkreter etwas umschrieben ist, desto weniger bedrohlich wirkt es und desto effektiver kannst du den Umgang damit steuern lernen.

2. Wachstum

Jedes Mal, wenn du einen Meilenstein erreichst, passiert es, weil du eine Entwicklung zulässt. Entwicklung bedeutet Wachstum. Denselben Mindset, der dieses Wachstum ermöglicht hat, kannst du unendliche Male abrufen.

3. Mut

Du musst dich nicht mutig fühlen, um mutig zu handeln. Mut bedeutet, dass der Wunsch nach Überwindung grösser ist als die Angst vor dem Probieren. Mut ist keine Emotion, sondern eine bewusste Entscheidung.

4. Fokus

Angst entsteht im Kopfkino. Handlung passiert in der Realität. Die Realität einer Situation ist gesetzt, aber dein Kopfkino kannst du beeinflussen und mit gezielten Übungen reduzieren, bis es irgendwann nicht mehr stört. Über Bewegung, Atmung und Stimme bieten sich z.B. effektive Methoden an. Indem du den Fokus auf Identitätsentfaltung richtest («Wer werde ich, wenn…?») statt auf Ergebnisorientierung («Was passiert, wenn…?»), nimmst du zusätzlich Druck weg und steigerst dein Selbstwertgefühl.

Der Fokus Shift

Angst entsteht im Unterbewusstsein. Sie kreist immer um dich selbst. Du spürst sie anhand von körperlichen Symptomen. In Situationen, wo du rasch entscheiden oder handeln musst, brauchst du sofort Zugriff auf deine Kraft, z.B. vor einem spontanen Auftritt, einer Krisensitzung o.ä. Hier wirken einfach umsetzbare Tools wie Embodiment oder Atemtechnik gemäss dem Prinzip «Verändere den Körper – und du veränderst den Zustand».

Dein Nervensystem folgt deiner Haltung, die Energie folgt deiner Aufmerksamkeit. Wenn du den Fokus auf Wirkung und Mehrwert statt auf Selbstbewertung richtest, verliert die Angst ihre Bühne.

Fazit:

Self Leadership ist keine Routine für deine Komfortzone, sondern ein tägliches aktives Commitment zu Klarheit, Wachstum, Mut, Fokus und innerer Stärke, also zu deiner nächsten Entwicklungsstufe. Die Angst verschwindet nicht auf diesem Weg, aber sie verändert ihre Rolle vom Gegner und Feindbild zum Trainingspartner und Wegweiser.


Über die Autorin

Tatjana Gaspar hat nach ihrem Studium (Lic. Phil. I) an der Uni Genf 30 Jahre in der Finanz- und Bankenwelt gearbeitet. Heute ist sie als syst. Coach (Dipl. OA) und Dozentin (Eidg. FA) tätig. Mit Schwerpunkt Self-Empowerment im Business unterstützt sie Hochqualifizierte dabei, das nächste Level belastungsfrei zu erreichen und ihre Kompetenzen zum Strahlen zu bringen.

Parallel ist sie CEO der Lateinamerikanischen Handelskammer, wo sie neben Business Development, Finanzen, Marketing und Branding erfolgreich Events und Webinare für ein internationales Publikum durchführt.

Lilytrust Consulting
Tatjana Gaspar

Webseite: lilytrust-consulting.ch
Email: mail@lilytrust-consulting.ch
Telefon: +41 79 361 02 02

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Wunschkundinnen authentisch ansprechen – mit Herz & Strategie

Autorin: Martha Pottreck

Noch nie gab es so viele Inhalte. Noch nie war es so laut. Jede Plattform, jede App, jeder Kanal kämpft um die Aufmerksamkeit deiner Kundin – und sie kämpft täglich darum, nicht unterzugehen in diesem endlosen Strom aus Reizen, Meinungen und Angeboten.

Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt. Aber weisst du, was noch stärker sinkt? Das Gefühl echter Verbindung.

Inmitten all dieses Rauschens sehnen sich Menschen nach etwas, das sich echt anfühlt. Nach jemandem, der sie wirklich sieht. Nach Inhalten, die nicht einfach scrollen, sondern innehalten lassen. Nach einem Gegenüber, das zuhört – bevor er redet.

Die neue Währung im Marketing heisst nicht Reichweite. Sie heisst Vertrauen.

Und Vertrauen entsteht nicht durch den perfekten Algorithmus oder den nächsten viralen Post. Es entsteht durch Empathie. Durch ein offenes Ohr. Durch die Fähigkeit, deine Wunschkundin so gut zu kennen, dass sie beim Lesen deiner Texte denkt: «Woher weiss sie das? Genauso fühlt es sich bei mir an.»

Genau das ist authentische Kommunikation mit Herz und Strategie – und in diesem Artikel zeige ich dir, wie sie entsteht.

Warum «Zielgruppe kennen» mehr ist als Alter und Wohnort

Wenn ich Selbstständige frage, wer ihre Zielgruppe ist, höre ich oft etwas wie: «Frauen zwischen 35 und 55.» Das ist eine Sammelbezeichnung und keine Zielgruppe.

Denn aus diesen Infos allein entsteht kein Marketing, das bewegt. Was wirklich verbindet, sind die Dinge, die man nicht in einer Tabelle findet: Was hält sie nachts wach? Was hat sie schon alles versucht, und was hat nicht funktioniert? Welche Sätze sagt sie sich selbst, wenn sie mal wieder an sich zweifelt? Und wie würde sich ihr Alltag anfühlen, wenn ihr Problem endlich gelöst wäre?

Wenn du diese Fragen beantworten kannst – nicht aus dem Bauch heraus, sondern weil du wirklich hingeschaut und zugehört hast – dann entsteht Marketing, das sich nicht aufgesetzt anfühlt. Weder für dich noch für deine Kundin.

Das ist der Unterschied zwischen Kommunikation, die informiert, und Kommunikation, die berührt.

Schritt 1: Finde heraus, wo deine Wunschkundin wirklich spricht

Bevor du auch nur eine Zeile Marketing schreibst, lohnt es sich, genau dort zuzuhören, wo deine Zielgruppe unzensiert und ehrlich über ihre Welt spricht. Das kostet keine Zeit, die du nicht hast – es braucht nur etwas gezielte Aufmerksamkeit.

Facebook-Gruppen sind eine Goldgrube. Such nach Gruppen, die thematisch zu deinem Angebot passen, und lies mit. Welche Fragen tauchen immer wieder auf? Welche Formulierungen benutzen die Mitglieder? Was löst viele Kommentare aus? Gruppen mit mindestens 2.000 Mitgliedern zeigen, dass das Thema echte Relevanz hat.

Instagram-Accounts deiner Themenfelder sind ebenfalls aufschlussreich – und zwar nicht die Beiträge selbst, sondern die Kommentare darunter. Dort erzählen echte Menschen, was sie beschäftigt, was sie sich wünschen, was sie frustriert.

Amazon-Rezensionen klingen ungewöhnlich, sind aber eines der unterschätztesten Werkzeuge: Such nach Büchern rund um dein Thema und lies die 1- und 2-Sterne-Bewertungen. Dort schreiben Menschen mit erschreckender Offenheit, was ihnen gefehlt hat, was sie wirklich gebraucht hätten und welche Versprechen nicht gehalten wurden. Das sind die Lücken, die du mit deinem Angebot füllen kannst.

Foren und spezifische Communities – ob auf Reddit oder auf themenspezifischen Plattformen – liefern oft die tiefsten Einblicke, weil dort weniger performt und mehr gefragt wird.

Notiere dir, welche Begriffe, Sätze und Themen immer wieder auftauchen. Du sammelst damit die Sprache deiner Wunschkundin – und die wirst du später beim Schreiben deiner Texte brauchen.

Schritt 2: Sprich wirklich mit ihr

Kein Recherche-Tool der Welt ersetzt ein echtes Gespräch. Und doch machen die meisten Selbstständigen hier einen entscheidenden Fehler: Sie reden über ihr Business mit Freundinnen, Familienmitgliedern oder Kolleginnen – also mit Menschen, die gar nicht zur Zielgruppe gehören.

Das Feedback dieser Menschen ist zwar gut gemeint, aber es führt dich in die falsche Richtung.

Die wertvollsten Erkenntnisse bekommst du von Personen, die tatsächlich mitten in dem Problem stecken, dass du lösen möchtest. Wenn du niemanden in deinem direkten Umfeld kennst – nutze Gruppen, Foren oder Communities, und bitte gezielt um ein kurzes Interview. Ein kleines Dankeschön in Form einer Gratis-Session oder eines hilfreichen Tools macht den Unterschied. Und ganz nebenbei: Du kannst dabei gleich ein erstes Testimonial einsammeln.

Im Gespräch selbst geht es nicht darum, dein Angebot zu präsentieren. Es geht darum, zuzuhören. Fragen wie diese bringen dich an den Kern:

Schreib dir die Antworten auf – und zwar wörtlich. Die genauen Formulierungen deiner Gesprächspartnerin sind wertvoller als jede Marketingtexter-Formulierung.

Schritt 3: Lass KI dir helfen, tiefer zu verstehen

Wenn du die ersten Erkenntnisse aus Recherche und Gesprächen gesammelt hast, kommt ein Schritt, der das alles zusammenführt: die KI-gestützte Zielgruppenanalyse.

Das klingt technischer als es ist. Du brauchst kein Marketingwissen, keine Erfahrung mit Datenanalyse – nur deine gesammelten Notizen und ein paar gezielte Fragen an deine KI.

Mit den richtigen Prompts kannst du aus deinen Rohdaten echte Erkenntnisse destillieren: Welche Probleme hat deine Wunschkundin – wirklich, nicht oberflächlich? Welche Emotionen verbindet sie damit? Wie trifft sie Entscheidungen? Welche Sätze und Begriffe sind typisch für sie? Was braucht sie, um Vertrauen zu fassen?

Das Ergebnis ist eine lebendige Persona – kein statistisches Konstrukt, sondern eine Person, die du dir vorstellen, deren Alltag du spüren und der du gedanklich direkt ins Gesicht schauen kannst, wenn du deinen nächsten Beitrag schreibst.

Und genau dann verändert sich etwas. Du hörst auf, allgemeine Texte zu schreiben, und fängst an, mit einer bestimmten Person zu sprechen. Das merken deine Leserinnen. Sie fühlen sich gesehen – und genau das ist der Kern jeder authentischen Kommunikation.

Herz und Strategie sind kein Widerspruch

Viele Selbstständige denken, sie müssten sich entscheiden: Entweder sie kommunizieren authentisch und nahbar – oder strategisch und zielgerichtet. Aber das stimmt nicht.

Strategie ohne Herz klingt kalt und austauschbar. Herz ohne Strategie verpufft – es bewegt, aber es verkauft nicht. Beides zusammen, verankert im echten Verständnis deiner Wunschkundin, ergibt Marketing, das sich richtig anfühlt und gleichzeitig funktioniert.

Du musst dafür nicht lauter werden. Nicht mehr posten. Nicht einen anderen Stil annehmen.

Du musst nur genauer hinschauen – auf die Person, der du helfen möchtest.

Dein nächster Schritt

Wenn du jetzt denkst: «Ich möchte endlich wirklich verstehen, wer meine Wunschkundin ist» – dann habe ich etwas für dich.

Mein kostenloser Klarheitsbooster ist ein interaktives Notion-Board, das dich in drei Schritten durch genau diesen Prozess führt: von der Online-Recherche über echte Interviews bis hin zu erprobten KI-Prompts, mit denen du ein vollständiges Bild deiner Wunschkundin entwickelst.

Du brauchst keine Vorkenntnisse, kein grosses Budget und keine Stunden an Zeit. Nur die Bereitschaft, genauer hinzuschauen.

👉 Hier kostenlos den Klarheitsbooster holen


Über die Autorin

Martha Pottreck ist Expertin für automatisierte Kundengewinnung und hilft Solo-Selbstständigen dabei, ihr Marketing entspannt und wirksam zu gestalten – ohne sich verbiegen zu müssen. Unter ihrem Label Entspannt Selbstständig zeigt sie, dass Sichtbarkeit und Authentizität sich nicht ausschliessen: Mit der richtigen Strategie und einem tiefen Verständnis der eigenen Wunschkundin entsteht Marketing, das sich leicht anfühlt und echte Ergebnisse bringt.

Als Funnel- und Notion-Expertin bringt sie nicht nur Leichtigkeit, sondern vor allem auch Struktur ins Marketing – damit du endlich entspannt selbstständig sein kannst und dich auf das konzentrieren kannst, was dir wirklich Freude bereitet.

Entspannt Selbstständig
Martha Pottreck

Webseite: entspannt-selbststaendig.de
Email: martha@entspannt-selbststaendig.de
Telefon: +49 173 861 37 98

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Die Kunst das Buchhaltungs-Monster zu besiegen

Autorin: Anita Haug

Dein Business-Plan steht, deine Vision funkelt und dein Tatendrang ist gross.

Die Welt wartet nur auf dein Genie.

Und dann passiert es. Dein Blick streift den grauen Ordner in der Ecke. Oder, noch schlimmer: das digitale Postfach mit dem Betreff «Umsatzsteuervoranmeldung».

Plötzlich entdeckst du eine völlig neue Leidenschaft fürs Fensterputzen oder das Archivieren alter E-Mails. Willkommen im Club der Prokrastinations-Profis.

Warum uns das «Zahlen-Monster» so lähmt

In der Selbständigkeit sind wir alles: CEO, Marketing-Guru, Visionärin und… nun ja, die Buchhaltungskraft. Buchhaltung fühlt sich oft trocken, einschränkend und schlichtweg unglamourös an.

Doch das Aufschieben hat einen hohen Preis: Jeder ungeklärte Beleg im Hinterkopf ist ein kleiner Energiefresser. Dieses latente schlechte Gewissen blockiert genau die Kreativität, die du für dein Business brauchst.

Dein Schlachtplan: Vom Finanz-Chaos zum Finanz-Flow

Damit die Buchhaltung nicht zum Endgegner wird, braucht es ein smartes System:

Buchhaltung wird vielleicht nie dein absolutes Lieblingsthema, aber sie ist das Fundament, auf dem dein Imperium steht. Behandle sie mit Respekt, erledige sie mit System – und dann geh wieder raus und verzaubere die Welt mit dem, was du wirklich liebst!

Lust auf ein glitzerndes Finanz-Fundament?

Wenn du bereit bist, das Chaos gegen Klarheit zu tauschen und deine Buchhaltung von Anfang an wie ein Profi aufzuziehen, dann lass uns gemeinsam dein System auf Hochglanz polieren.


Über die Autorin

Kreativ, chaotisch, herzlich – das beschreibt Anita wohl am besten. Untypisch für eine Buchhalterin, und trotzdem passts. Die Buchhaltung hat sie nach ihrer Lehre als Damenschneiderin gefunden – und ist geblieben. Heute ist sie Fachfrau im Finanz- und Rechnungswesen und seit Mai 2025 selbstständig mit ihrer Firma byAnita GmbH um ihre Freude an der Buchhaltung weiter zu geben.

byAnita GmbH
Anita Haug

Webseite: byanita.ch
Email: office@byanita.ch
Telefon: +41 79 386 38 70

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