Autorin: Cassandra Barattiero
Sein eigenes Business zu führen, ist für viele ein grosser Traum. Doch dieser kann schnell zum Albtraum werden, wenn du nicht aufpasst. Gerade wenn du noch einige andere Verpflichtungen neben deinem Business hast (wie die meisten von uns) und womöglich eher noch am Anfang deiner Selbständigkeit stehst, kann es schnell mal zu viel werden. Zu viel an Aufgaben, Verantwortungen. Tausend Dinge, die du noch machen könntest oder wirklich machen musst. Kennst du das?
Der richtige Zeitpunkt für eine Pause
In diesem Zustand von Druck, Stress und dem Gefühl niemals wirklich fertig zu werden, bist du nicht mehr wirklich produktiv. Deine Gedanken rasen hin und her. der Zugang zur Intuition, dem Flow ist versperrt. Du kommst nur noch mühsam und viel zu langsam vorwärts. Vielleicht macht sich auch schon die erste Verzweiflung breit. Aus meiner Erfahrung ist gerade dies der richtige Zeitpunkt, um mal Pause zu machen.
Die wunderbaren Auswirkungen einer Pause
Eine Pause, egal wie gross sie ist, bringt dich zu neuen Kräften – anbei ein paar wunderbare Auswirkungen, die du womöglich so auch schon selbst erfahren hast:
- Entspannung deines Nervensystems: Sobald du dich in einer Pause richtig schön entspannen kannst, abschaltest von all dem, was noch gemacht werden könnte, beruhigt sich auch dein Nervensystem. Damit werden die Stimmen in deinem Kopf ruhiger und du fühlst dich wieder zentrierter und gestärkt. In der Entspannung kann der Energiefluss im Körper ungehinderter fliessen, was positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele hat.
- Zugang zur Intuition: Dein Zugang zur Intuition, deiner inneren Stimme, dem Bauchgefühl, wird gestärkt, sobald du dich in einem entspannten Zustand befindest. Wenn das Nervensystem, dein Kopf nicht mehr überladen ist mit lauter wilden Rufen und Chaos. Die innere Ruhe hilft dir dabei wieder in deinen Flow zu finden und dabei wirklich zu wissen, was jetzt dran ist in deinem Business (und auch sonst). Den Fokus zu setzen und einen Zugang zu Impulsen und Weisheiten zu erhalten, die für dein Business wichtig und wertvoll sind.
- Klarheit schaffen: Mit dem Zugang zur Intuition, einem ruhigen Geist, erhältst du Klarheit für dein Business und deine nächsten Schritte. Du musst nicht mehr angestrengt überlegen und Pro und Contra ewig abwägen bis zum Gehtnichtmehr. Die innere Verbindung zu dir gibt dir auf eine leichte Weise Klarheit.
- Energie tanken: Mit all dem sparst du Unmengen an Energie, die du für weitere Aufgaben oder andere Verpflichtungen verwenden kannst. Oder auch einfach nur für dich, um das Gefühl zu geniessen. Wenn du dich kraftvoll und energiegeladen fühlst, fällt es dir auch leichter Aufgaben anzugehen, die du eher meiden würdest und dich um deine Herausforderungen zu kümmern, die dich dann schlussendlich im Business weiterbringen.
- Neue Motivation: Das Gefühl von „Es wird mir alles zu viel.“ oder auch „Ich schaffe das nicht.“ löst sich auf. Du bist motiviert, weiterzumachen, wo du aufgehört hast. Oder sogar etwas anzugehen, was du vorher gemieden hast. Merke dir auch hier: Alles ist miteinander verbunden. Wenn du dich körperlich und seelisch gut fühlst, dann profitiert auch deine mentale Einstellung davon.
Die Herausforderung bei der Umsetzung
Du siehst, eigentlich gibt es keinen wirklichen Grund, um keine Pause zu machen, wenn du merkst, dass du sie brauchst.
Und da liegt auch die Herausforderung:
- Achtsam mit dir selbst zu sein,
- dir ehrlich einzugestehen, wie du dich fühlst und
- dann wahrzunehmen, was du brauchst
- und danach zu handeln.
Die Beziehung zu dir ist ausschlaggebend
Das mag sich jetzt plump anhören und hast du sicher schon einige Male so gehört, doch es ist wahr. Die Routine und Regelmässigkeit machen den Erfolg aus. Auch hier, bei der Pause. Je öfter du diese oben erwähnten 4 Schritte anwendest, desto eher wird dein Unterbewusstsein neu „programmiert“ und desto leichter fällt es dir mit der Zeit diese umzusetzen. Bis du irgendwann gar nicht mehr anders kannst und willst, weil du gemerkt hast, wie gut dir diese Pausen tun. Deshalb: Gönn dir so oft du es brauchst – oder auch immer dann, wenn du das willst – eine Pause und geniesse die wunderbaren Auswirkungen auf dich und dein Business. Denn dein Business und du sind miteinander verbunden. Wenn es dir gut geht, geht es auch deinem Business gut. Du darfst diese Beziehungen ebenso pflegen wie die anderen Beziehungen.
Über die Autorin

Cassandra Barattiero ist Coach für feinfühlige Frauen und bietet mit ihren Yin Yoga (Mini)-Retreats eine Oase für alle, die sich eine kleine Auszeit vom stressigen Alltag schaffen und Zeit für sich nehmen möchten, um damit zu tiefer innerer Ruhe und Entspannung zu finden und wieder aufzutanken.
Cassandra Barattiero Coaching & Yin Yoga
Cassandra Barattiero
Mail: hallo@cassandrabarattiero.com
Webseite: cassandrabarattiero.com
Autorin: Stephanie Züllig
„Was immer du tun kannst, oder träumst es zu können, beginne es. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.“ – Johann Wolfgang von Goethe
Unsere Welt ist stark im Wandel. Das Thema New Work ist ein wichtiges Puzzlestück in Zeiten der Veränderung und wird uns alle vermutlich noch lange beschäftigen. New Work allein ist ein Buzzword, das mit konkretem Inhalt gefüllt werden muss, damit es in Unternehmen zielgerecht zur Anwendung kommt.
Die Generation Z spielt hierbei eine wichtige Rolle. New Work allein erzeugt z.B. nicht automatisch eine «neue Qualität der Arbeit.» New Work verlangt die Auseinandersetzung mit den Menschen aller Generationen und gekonntes Leadership, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Ein erster Tipp vorweg: Hören wir gut zu, denn die Generation Z hat viel Power und Mut zur Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelt.
Digitaler Wandel benötigt die Stimmen aller Generationen sowie ständiges Lernen
Die Welt verändert sich rasant und der digitale Wandel ist allgegenwärtig. Mit Generative AI, neuen KI-Tools (Chat-GPT, Midjourney und Co.) bricht eine neue Ära für künstliche «Intelligenz» an. Die Intelligenz steht bewusst in Anführungszeichen, denn im Moment können wir KI als «Krasse Innovation» betiteln, aber noch nicht wirklich als «Künstliche Intelligenz». KI ist noch keine eigenständige unabhängige Intelligenz, die ohne menschliches Zutun handeln kann.
Kurz: Um die Herausforderungen dieser Zeit zu meistern, müssen alle Generationen zusammenarbeiten. Die Erfahrungen und Perspektiven der Babyboomer, der Generation X, der Millennials und der Generation Z sind gleichermaßen wichtig, wenn auch unterschiedlich zu bewerten.
Ich selbst bin der Meinung, dass ich viel mehr von den Digital Natives lernen kann als gedacht. So habe ich nach meinem Kurs über KI-Tools folgendes Bild innerhalb weniger Minuten mit meinen Kids (Primarschule) generiert und viel über «Prompt Engineering» gelernt.
Zweiter Tipp: Lasst und gemeinsam im digitalen Wandel lernen, und die Outputs hinterfragen (Stichworte: Deep Fakes, Ethik, New Learning etc.)

New Work bedarf auch New Leadership
New Work und New Leadership sind mehr als nur Buzzwords. New Work geht über flexible Arbeitszeiten und Homeoffice hinaus. Sie sind wesentliche Komponenten einer zukunftsorientierten Arbeitskultur.
Zur Kultur gehört (New) Leadership. Es ist nicht das Ziel, dass jeder / jede machen kann, was er oder sie gerade möchte und zu welcher Tageszeit. Es geht meiner Meinung nach um eine neue Denkweise, bei der Selbstverwirklichung, Sinnhaftigkeit und Wertschätzung gleichermassen im Fokus stehen.
New Work kann nicht ohne New Leadership funktionieren. New Leadership stellt sicher, dass Führungskräfte ein Umfeld schaffen, in dem alle Mitarbeitenden kontinuierlich neue Fähigkeiten entwickeln können. Sie ermöglichen New Work.
Führungskräfte im Sinne von New Work schaffen ein Umfeld, das sich schnell und flexibel an die Umwelt anpassen kann (z.B. an neue Kundenbedürfnisse). Sie verkörpern Vertrauen, Empathie und Offenheit.
Dritter Tipp: Sei dir bewusst, dass die Generation Z keine Manager sucht, sondern inspirierende Führungspersönlichkeiten.
New Work definiert Arbeit als sinnhafte Tätigkeit, die sich nicht nach Arbeit anfühlt
Die Generation Z sehnt sich nach einer Arbeitswelt, in der sich Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt. Sie wollen ihren Leidenschaften nachgehen, kreativ sein und einen Sinn in dem finden, was sie tun.
Sie bevorzugen Unternehmen, die eine positive Unternehmenskultur pflegen und ihnen Freiraum geben. Routine-Arbeiten oder «sinnlose» Tätigkeiten sind für junge Menschen ein Killer am Arbeitsplatz.
Vierter Tipp: Kommuniziere, was sinnvolle Arbeit ist, und was nicht und vor allem warum!
Teilzeitpensum geht auch im Top Management
Diese bewusst provokative Forderung der Generation Z stellt uns oft vor eine Herausforderung. Traditionell war eine Vollzeitbeschäftigung die Norm für Führungskräfte. Erst recht im internationalen Umfeld und z.B. als CEO.
Doch die Generation Z stellt diese Annahme infrage. Sie strebt nach Flexibilität und einem ausgewogenen Lebensstil. Die These lautet: Es ist möglich, auch mit einem Teilzeitpensum in einer Führungsposition erfolgreich zu sein.
Durch moderne Technologien und eine neue Denkweise können Arbeitsaufgaben effizienter verteilt und delegiert werden.» Nun, in der Praxis ist dies bekanntlich nicht ganz so einfach, jedoch in einigen Funktionen und Bereichen durchaus prüfenswert und machbar.
Ein Beispiel kenne ich persönlich als Verwaltungsrätin in der Mobilitätsbranche, in der wir die Geschäftsleitung für Kunden und Markt neu im Co-Sharing und mit Teilzeit der beiden Personen besetzt haben.
Fünfter Tipp: New Work fordert ein Umdenken im Top Management. Ein konstruktiver Dialog ist wichtig.
Einen guten Job kann man von überall aus machen, auch am anderen Ende der Welt?
Die Digitalisierung hat die Grenzen der Arbeitswelt aufgehoben. Remote-Arbeit und virtuelle Teams sind keine Zukunftsvisionen mehr.
Den älteren Generationen stösst dies negativ auf. Denn überall dort, wo direkter Kundenkontakt und persönliches Netzwerk wichtig ist, geht ein virtuelles Arbeiten nicht. Wer erfolgreich am Markt sein will, muss doch im Markt persönlich vor Ort sein. Das geht doch nicht anders?
Doch, sagt die Generation Z. Denn sie unterscheiden nicht mehr so krass zwischen persönlichem oder virtuellem Kontakt. Persönlich finde ich diesen Change-Prozess im Moment am spannendsten.
Sechster Tipp: Beachte, dass Menschen, Generationen, Kunden etc. unterschiedlich funktionieren und unterschiedliche Bedürfnisse haben. Der Erfolg geschieht über die Anpassung und win-win Modellen.
Die Generation Z hat zu wenig Erfahrung? Nein, denn New Work hebelt diese These aus.
Junge Menschen können es nicht mehr hören, dass sie zu wenig Erfahrung für eine Position mitbringen. Warum auch? Die Generation Z ist digital affin und hat mit neuen Technologien in der Tat oft mehr Erfahrung als die älteren Generationen.
Aber sind sie auch kompetent? Zählen nicht auch Lebenserfahrung, Durchhaltevermögen etc. ebenfalls für eine berufliche Position? Ich denke, der Mix macht es aus. Alle Generationen, Menschen mit unterschiedlichem Alter und Backtrack können sich inspirieren und voneinander lernen.
Voraussetzung sind Respekt, ein konstruktiver Dialog und New Leadership. In Zeiten des Fachkräftemangels sind Unternehmen im Zugzwang attraktiv auf Talente zu wirken und diese langfristig zu halten.
Siebter Tipp: «Erfahrung» für eine Position hat einen neuen Stellenwert, vor allem in Zeiten rasanter Technologie-Entwicklungen.
Summary
New Work wird auch künftig von einer sinnvollen Zusammenarbeit aller Generationen geprägt sein. Unternehmen müssen in New Leadership investieren, das die Stärken und die Talente aller Mitarbeitenden nutzt, um diese am richtigen Ort für den gemeinsamen Erfolg zu nutzen.
Mut und Inspiration können Träume und Ideen zur Wirklichkeit werden lassen. Seid mutig!
Über die Autorin:

Stephanie Züllig – Unternehmerin, mehrfache Verwaltungsrätin, Speakerin, Mentorin, Mutter von 2 Kindern. Als Expertin für die digitale Transformation treibt sie die Gestaltung der Zukunft voran.
Ihr Motto: «Machen ist wie wollen, nur krasser». Sie ist überzeugt, dass der digitale Wandel die Stimmen aller Generationen benötigt und fördert den offenen, konstruktiven Austausch mit jungen Menschen. 2019 wurde sie mit dem Global Digital Female Leader Award ausgezeichnet.
MindScale – we create your digital future
Stephanie Züllig
Telefon: +41 79 688 91 26
Mail: stephanie.zuellig@outlook.com
Webseite: stephanie-zuellig.com
Autorin: Silvia Capraro
Nachdem wir uns im ersten Teil dieser Blog-Serie einen Blick auf dein Profil geworfen haben und uns im zweiten Teil auf das effektive Zeitmanagement und die aktive Interaktion auf LinkedIn konzentriert haben, ist es nun an der Zeit, in den dritten und letzten Teil einzutauchen: „Interaktion und Dialog: Konversationen erfolgreich führen“.
LinkedIn ist nicht nur eine Plattform zum Teilen von Inhalten, sondern auch ein Ort, um sich zu vernetzen, Beziehungen aufzubauen und echte Gespräche zu führen.
In diesem Beitrag konzentrieren wir uns darauf, wie du effektive Konversationen auf LinkedIn führen kannst, um deine Sichtbarkeit zu erhöhen, Beziehungen aufzubauen und potenzielle Kunden oder Kooperationspartner auf dich aufmerksam zu machen.
Interaktion und Dialog: Konversationen erfolgreich führen
Sobald dein LinkedIn-Profil aktualisiert ist und du ein effizientes System zur Erstellung und Planung deines Contents hast, ist der nächste Schritt, die Kraft des Netzwerkens und der Konversation zu nutzen. Denn LinkedIn ist nicht nur eine Plattform zum Teilen von Inhalten, sondern auch ein Ort, um sich zu vernetzen, Beziehungen aufzubauen und echte Gespräche zu führen.
Reagiere immer auf Kommentare unter deinen eigenen Posts. Du kannst gut und gerne auch eine weitere Frage auf einen Kommentar stellen. Das ist eine grossartige Möglichkeit, einen Dialog zu führen und Beziehungen aufzubauen.
Es geht aber nicht nur um deine eigenen Beiträge. Nimm dir die Zeit, die Posts anderer zu lesen, insbesondere die von Menschen und Themen, die für dich von Interesse sind.
Indem du mit deren Beiträgen interagierst, kommentierst und an ihren Diskussionen teilnimmst, kannst du deine Sichtbarkeit erhöhen und potenzielle Kunden oder Kooperationspartner auf dich aufmerksam machen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reaktionszeit. Der LinkedIn-Algorithmus bewertet schnelle Antworten positiv. Daher solltest du versuchen, auf Kommentare und Nachrichten zeitnah zu reagieren. Es zeigt nicht nur, dass du engagiert und aufmerksam bist, sondern hilft auch, dein Profil im Newsfeed anderer Nutzer sichtbar zu machen.
Letztendlich geht es darum, echte und wertvolle Gespräche zu führen. Sei authentisch, sei du selbst und denke daran, dass du hier bist, um Beziehungen aufzubauen und nicht nur um zu verkaufen. Es geht um den Austausch von Wissen und Ideen, um die Schaffung einer Gemeinschaft.
Und auch hier gilt der Aspekt des effektiven Zeitmanagements. Stelle sicher, dass du fixe Zeitfenster festlegst, in denen du aktiv auf der Plattform bist. Du brauchst nicht den ganzen Tag über online zu sein.
Logge dich vor dem Posten ein und bleibe dann für etwa 30 bis 60 Minuten aktiv. Während dieser Zeit kannst du eingehende Kommentare auf deinen Beiträgen beantworten, andere Beiträge kommentieren, Nachrichten beantworten und aktiv auf andere Nutzer zugehen. Danach schliesst du LinkedIn und lässt es bis zum nächsten Tag ruhen.
Indem du klare Grenzen setzt, kannst du deine Zeit effektiv nutzen und dennoch eine aktive Präsenz auf der Plattform aufrechterhalten.
Fazit
Im Kern geht es bei LinkedIn darum, sichtbar zu sein und Beziehungen aufzubauen. Ob du gerade erst anfängst oder schon eine Weile dabei bist: Die Grundlagen, die wir in Teil 1, Teil 2 und Teil 3 der Blog-Serie besprochen haben, sind unverzichtbar, um deine Onlinesichtbarkeit zu stärken. Ein aussagekräftiges Profil, strategisch geplanter und kontinuierlicher Content sowie aktive Konversationen sind entscheidende Elemente, um auf der Plattform erfolgreich zu sein.
Denke immer dran: LinkedIn ist eine soziale Plattform. Nutze sie sozial. Es sind Verbindungen von Mensch zu Mensch, die wir suchen – genauso wie im „echten“ Leben.
Lass dich nicht entmutigen, wenn die Resultate nicht sofort sichtbar sind. Es braucht Zeit, um eine solide Präsenz und ein Netzwerk aufzubauen. Aber mit den hier vorgestellten Tipps und Tricks kannst du die Reise ein wenig beschleunigen und leichter gestalten. Es ist ein Marathon, kein Sprint.
Solltest du nach der Durchsicht dieses Artikels an einem Feedback zu deinem LinkedIn-Profil interessiert sein, so stehe ich dir für einen kostenlosen 15-minütigen Profilcheck via Zoom zur Verfügung. Hier buchen. Nutze diese Gelegenheit, um mit einer externen Sichtweise dein Profil zu optimieren und dein Potenzial auszuschöpfen.
Bleib dran, bleib engagiert und vor allem: Hab Spass dabei!
Über die Autorin:

Silvia Capraro ist Expertin für Online-Marketing und Online-Sichtbarkeit. Ihr Ziel ist es, Unternehmerinnen und Selbständigen dabei zu helfen, nachhaltig und authentisch online sichtbar zu werden und Klarheit im Online-Marketing-Dschungel zu erhalten.
Mit ihrer Expertise in gesamtheitlichen Online-Strategien und speziell in Content-Marketing, Social-Media-Marketing (Instagram & LinkedIn) E-Mail-Marketing und SEO (inhaltlich) zeigt sie ambitionierten Unternehmerinnen, wie sie mit digitalen Prozessen Kunden gewinnen und binden können.
Silvia Capraro Online-Marketing
Silvia Capraro
Telefon: 076 441 90 09
Mail: hello@silvia-capraro.ch
Webseite: silvia-capraro.ch
Autorin: Silvia Capraro
Im ersten Teil dieser dreiteiligen Blog-Serie haben wir uns intensiv mit der Optimierung deines LinkedIn-Profils auseinandergesetzt.
In diesem zweiten Teil lenken wir den Fokus auf einen weiteren entscheidenden Bereich: Zeitmanagement und nützliche Tools für den Business-Alltag.
Hier werde ich dir einige wertvolle Tipps & Taktiken vorstellen, um effizienter zu arbeiten und qualitativ hochwertigen Content zu erstellen.
Effektivität trifft Kreativität: 5 Zeitmanagement-Tipps im Umgang mit LinkedIn
1. Content-Kalender & Redaktionsplan
Du hast es sicher schon gefühlte tausendmal gehört – hier das tausend und erste Mal: Erstelle einen Content-Kalender. Deinen Content im Voraus zu planen, ist die effektivste Methode, um Zeit zu sparen.
Falls du deine Content-Strategie noch nicht gemacht hast, solltest du als Erstes deine drei bis vier übergeordneten Fokusthemen setzen, über welche du regelmässig berichten möchtest. Definiere bei diesem Schritt auch, welche Content-Formate du regelmässig nutzen möchtest: Foto-Posts, PDF-Slideshows, Infografiken, Videos …?
Sobald das steht, kannst du eine Ideensammlung anlegen, die du regelmässig ergänzt. Entscheide dich anschliessend, ob du mit Monats- oder Wochenthemen arbeiten möchtest, und setze die Deadlines: Wann schreibst du Beiträge? Wann produzierst du die Visuals? Wann postest du und in welcher Frequenz?
Hier helfen Projektmanagement-Tools, wie ClickUp (was ich benutze), Trello, Asana oder ein gängiger Kalender.
2. Nutze die Batching-Technik
Mit Batching ist eine Produktivitätstechnik gemeint, bei der ähnliche Aufgaben zusammengefasst werden, um die Effizienz zu steigern.
Anstatt jeden Tag ein bisschen Zeit für die Erstellung von Content zu verwenden, kannst du z.B. einen Tag pro Woche festlegen, um alle deine Posts für die ganze Woche zu erstellen und einen Tag pro Monat, um deine Inhalte zu planen.
3. KI-Assistenz: Beschleunige deinen Workflow
Ein besonderes Augenmerk möchte ich diesem Tipp geben. Manchmal haben wir Vorbehalte gegenüber neuen Technologien und KI-gesteuerte Tools wie ChatGPT sind da keine Ausnahme. Dass solche Tools unsere Individualität untergraben oder sogar gefährlich sein könnten, ist meiner Meinung nach noch viel zu sehr in den Köpfen verbreitet.
Betrachte es aus dieser Perspektive: KI ist einfach ein weiteres Tool in deinem Werkzeugkasten. Genau wie du ein Grafikdesign-Tool verwenden würdest, um deine Bilder zu optimieren, kannst du KI verwenden, um deinen Schreibprozess zu optimieren.
Diese Tools können auf Basis deiner Vorgaben qualitativ hochwertige Artikel oder Posts generieren und dir helfen, Zeit zu sparen. Du kannst ChatGPT auch für Brainstorming-Sessions für neue Content-Ideen verwenden.
Zugegeben, KI ist kein Ersatz für menschliche Kreativität, aber es kann den Prozess beschleunigen und einfacher machen. Und es kann die oft gefürchtete (und oft eintretende) Schreibblockade durchbrechen.
Obwohl KI eine Maschine ist, bedeutet das nicht, dass du die Kontrolle verlierst. Du hast immer das letzte Wort und kannst Anpassungen vornehmen, um sicherzustellen, dass der Content wirklich deinem Stil und deiner Tonalität entspricht.
Also: Anstatt dich vor neuen Möglichkeiten zu verschliessen und dir das Leben schwer zu machen, warum nicht die Vorteile nutzen? Betrachte KI als deinen persönlichen Assistenten, der dir hilft, effizienter und effektiver zu sein.
4. Vorlagen und Tools
Canva ist eines meiner Lieblingswerkzeuge. Es bietet eine Vielzahl an Designvorlagen, mit denen du ansprechende Grafiken erstellen kannst – ganz ohne Designkenntnisse. Die Pro-Version ist noch um einiges umfassender als die Gratisversion und kostet lediglich 120 US$ im Jahr. Nutze Markenvorlagen für wiederkehrende Post-Formate, um sowohl dein Branding konsistent zu halten als auch den Prozess der Content-Erstellung zu beschleunigen.
Die Planung und das automatisierte Ausspielen deiner Posts kannst du durch Tools wie Buffer und Publer erleichtern. Ich persönlich habe mich wieder etwas entfernt von diesen Tools, weil LinkedIn unterdessen sein eigenes Planungstool anbietet. Es ermöglicht, alle LinkedIn-Formate einzuplanen. PDF-Slideshows kannst du beispielsweise mit Publer nicht einspeisen, was schon wieder eine Einschränkung darstellt.
LinkedIn ist auch geeignet für Bewegtbild-Beiträge. Um Videoinhalte zu schneiden und auch mit Untertitel fertigzustellen, empfehle ich CapCut, eine handliche App (für Desktop oder Smartphone) zur Videobearbeitung. CapCut ist derzeit (noch) gratis nutzbar.
5. Content-Recycling: Die Kunst des Wiederverwendens
Content-Recycling ist ein dankbarer Helfer in Zeiten von Zeitmangel. Es bedeutet nicht, dass du alte Posts einfach erneut veröffentlichst. Vielmehr geht es darum, bereits erstellte Inhalte in einer neuen, frischen Weise zu präsentieren.
Ein Artikel kann zum Beispiel in mehrere Postings aufgebrochen werden, ein Video in kleinere Clips geschnitten oder die Hauptpunkte eines Webinars in eine Infografik umgewandelt werden. Das spart Zeit und stellt sicher, dass du das volle Potenzial deines bereits erstellten Contents ausschöpfst.
Mithilfe eines soliden Zeitmanagements mehr aus LinkedIn rausholen
Mit den vorgestellten Zeitmanagement-Tipps bist du nun bereit, deine Zeit effektiv zu nutzen. Dank eines Content-Kalenders, der Anwendung der Batching-Technik und dem Einsatz von KI-gesteuerten Tools kannst du hochwertige Inhalte erstellen und gleichzeitig das Beste aus deiner Zeit herausholen.
Im dritten und letzten Teil gehen wir noch auf die Bedeutung von Konversationen und Dialogen ein und wie du durch Interaktion und Engagement dein Netzwerk erweiterst und wertvolle Beziehungen aufbaust.
Über die Autorin:

Silvia Capraro ist Expertin für Online-Marketing und Online-Sichtbarkeit. Ihr Ziel ist es, Unternehmerinnen und Selbständigen dabei zu helfen, nachhaltig und authentisch online sichtbar zu werden und Klarheit im Online-Marketing-Dschungel zu erhalten.
Mit ihrer Expertise in gesamtheitlichen Online-Strategien und speziell in Content-Marketing, Social-Media-Marketing (Instagram & LinkedIn) E-Mail-Marketing und SEO (inhaltlich) zeigt sie ambitionierten Unternehmerinnen, wie sie mit digitalen Prozessen Kunden gewinnen und binden können.
Silvia Capraro Online-Marketing
Silvia Capraro
Telefon: 076 441 90 09
Mail: hello@silvia-capraro.ch
Webseite: silvia-capraro.ch
Autorin: Silvia Capraro
In der Geschäftswelt kann LinkedIn ein mächtiges Werkzeug sein. Nebst der Möglichkeit, dich mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern zu vernetzen, ist LinkedIn auch ein einzigartiges Instrument, um mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten.
Doch um das volle Potenzial dieser Plattform auszuschöpfen, bedarf es mehr als nur sporadischer Beiträge und Interaktionen. Es erfordert eine bewusste Strategie, die deinen spezifischen Zielen entspricht.
Möchtest du einfach nur präsent sein, oder verfolgst du bestimmte Ziele? Wie möchtest du dich und dein Business darstellen? Und wie kannst du das tun, auch wenn dein Terminkalender bis zum Rand gefüllt ist? Denn lass uns ehrlich sein: LinkedIn, wie jede andere soziale Plattform, benötigt Zeit!
Mit dieser dreiteiligen Blog-Serie möchte ich dir helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden und teile mit dir einige praktische Taktiken, um eine wirksame Präsenz auf LinkedIn aufzubauen, auch wenn die Zeit knapp ist.
Im ersten Teil des Artikels widmen wir uns dem Kernelement deiner LinkedIn-Präsenz: Deinem Profil.
Also lass uns direkt eintauchen und anhand dieser 6-Punkte-Checkliste schauen, wie wir das Beste daraus machen können.
Profilcheck: Dein LinkedIn Profil im Rampenlicht
Beginnen wir mit dem A und O jeder LinkedIn-Strategie: Deinem Profil. Es ist das Erste, was potenzielle Kunden oder Kooperationspartner sehen, wenn sie dich auf der Plattform suchen oder finden. Ein gut optimiertes Profil kann nicht nur deinen professionellen Eindruck verstärken, sondern auch dazu beitragen, dass du in den Suchergebnissen erscheinst.
Um sicherzustellen, dass dein Profil seinen Zweck erfüllt, empfehle ich dir von Zeit zu Zeit einen Profilcheck durchzuführen. Ich werde dir eine Reihe von Punkten präsentieren, die du beachten solltest, wenn du dein Profil überarbeitest.
Und wenn du nach dem Durcharbeiten dieser Liste das Gefühl hast, dass du einen zweiten Blick von aussen benötigst, biete ich dir am Ende dieses Artikels einen kostenlosen 15-minütigen Profilcheck an, den wir in einem gemeinsamen Call durchführen können.
1. Prüfe dein Profilfoto:
Ein gelungenes Profilfoto auf LinkedIn erfordert einige Überlegungen. Es sollte eine gute Auflösung haben, gut belichtet sein und dich alleine zeigen, wobei du idealerweise direkt in die Kamera blickst. Dies schafft bereits eine positive Verbindung mit den Betrachtenden.
Achte darauf, dass der Hintergrund nicht ablenkt und wahlweise neutral oder professionell gehalten ist. Du kannst deinen Hintergrund auch in einer deiner Brandingfarben gestalten, etwa mithilfe von Grafikprogrammen wie Canva.
Deine Kleidung sollte deiner Branche und Position angemessen sein – nicht-professionelle Outfits und Accessoires finden eher auf Plattformen wie Facebook Platz. Trotz all dieser „Kniggen“ darfst und sollst du deinen persönlichen Stil zeigen und dich vor allem wohlfühlen, denn LinkedIn ist ein soziales Netzwerk, auf dem du deine Persönlichkeit präsentieren kannst.
2. Hintergrundbild (Banner):
Dein LinkedIn-Banner sollte visuell ansprechend sein und deinen Markenauftritt widerspiegeln, z.B. durch Farben, Logo oder Designelemente. Nutze den Platz für einen Slogan, um dein Thema sofort zu vermitteln. Du kannst auch weitere Kontaktdaten hinzufügen, wie Social-Media-Kanäle, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
Achte darauf, dass alle Elemente gut sichtbar und nicht (zu sehr) durch dein Profilbild verdeckt sind, sowohl auf dem Desktop als auch auf mobilen Geräten. Du kannst dich gerne an meinem Hintergrund orientieren, um die Elemente optimal zu positionieren. Klicke hier, um zu meinem Profil zu gelangen.
3. Profil-Slogan:
Über deinen Profil-Slogan stellst du dich in wenigen Worten deiner Community vor, indem du dein Thema kommunizierst und zeigst, welchen Mehrwert du bringst. Baue Keywords ein, denn dieser Teil ist Suchmaschinen relevant. Kleine Challenge: Dir stehen genau 120 Zeichen zur Verfügung.
4. Zusammenfassung:
Für die Info kannst du ganze 2600 Zeichen nutzen. Mein Tipp: Nutze sie! Mit der Zusammenfassung kannst du direkt deinen Zielkunden ansprechen und zeigen, dass du ihre/seine Herausforderungen und Bedürfnisse verstehst. Beschreibe deine Expertise, die konkreten Lösungen und Ergebnisse, die du anbietest und gib einen Einblick in deine Werte.
Die Info schliesst du mit einer Call to Action ab – also einer Handlungsaufforderung, damit klar ist, wie man mit dir zusammenarbeiten oder in Kontakt treten kann. Kurz und knapp: Schreibe, wer du bist, was du tust, für wen du es tust und warum es für sie/ihn relevant ist.
5. Berufserfahrung und Ausbildungen
Das ist der Abschnitt, der deinem CV entspricht – und das wird bekanntlich immer aktuell gehalten. Für jede deiner Berufsstationen kannst du eine Beschreibung hinzufügen, mit insgesamt 2000 Zeichen. Dasselbe gilt für deine Ausbildungen. Hier stehen dir 1000 Zeichen zur Verfügung. Auch hier gilt: Nutze den Platz so gut wie möglich und setze Keywords ein
Wenn du Inhaberin deines eigenen Unternehmens bist, kannst du zusätzlich zu deinem Profil eine Unternehmensseite erstellen. Dort hinterlegst du dein Logo. Pflegst du die Unternehmensseite nicht (so wie ich), ist dies nicht tragisch. Aber nur so ist es möglich, für die Berufsstation deines eigenen Unternehmens das Logo anzeigen zu lassen.
6. Kenntnisse und Empfehlungen
Im untersten Teil deines LinkedIn-Profils findest du den Abschnitt „Kenntnisse und Empfehlungen“. Hier kannst du deine fachlichen Fähigkeiten und Expertisen auflisten, die andere Mitglieder bestätigen können. Frage aktiv nach Empfehlungen. Diese geben meistens einen noch tieferen Einblick in deine berufliche Leistung und deine zwischenmenschlichen Fähigkeiten.
Profil optimiert und bereit für die nächsten Schritte
Jetzt, wo wir deinen LinkedIn-Profilcheck abgeschlossen haben und sicher sind, dass du einen soliden ersten Eindruck hinterlässt, blicken wir in Teil 2 und Teil 3 von „LinkedIn für deinen professionellen Auftritt“ noch in die Themen Zeitmanagement sowie Interaktion und Dialog.
Effektives Networking und Content-Erstellung auf LinkedIn erfordern Zeit – eine Ressource, die oft knapp ist, besonders für Selbstständige und Unternehmerinnen und Unternehmer. In der Fortsetzung werde ich dir einige Tipps und Tools vorstellen, die beim Zeitsparen helfen und dennoch gewährleisten, dass du hochwertigen Content erstellen kannst.
Falls du unterdessen an einem Feedback zu deinem LinkedIn-Profil interessiert sein solltest, stehe ich dir für einen kostenlosen 15-minütigen Profilcheck via Zoom zur Verfügung: Hier Profilcheck buchen.
Über die Autorin:

Silvia Capraro ist Expertin für Online-Marketing und Online-Sichtbarkeit. Ihr Ziel ist es, Unternehmerinnen und Selbständigen dabei zu helfen, nachhaltig und authentisch online sichtbar zu werden und Klarheit im Online-Marketing-Dschungel zu erhalten.
Mit ihrer Expertise in gesamtheitlichen Online-Strategien und speziell in Content-Marketing, Social-Media-Marketing (Instagram & LinkedIn) E-Mail-Marketing und SEO (inhaltlich) zeigt sie ambitionierten Unternehmerinnen, wie sie mit digitalen Prozessen Kunden gewinnen und binden können.
Silvia Capraro Online-Marketing
Silvia Capraro
Telefon: 076 441 90 09
Mail: hello@silvia-capraro.ch
Webseite: silvia-capraro.ch
Autorin: womenbiz ag
Kurz und knapp: Was gefällt dir selbst an womenbiz am besten?
Ich finde es grossartig, täglich engagierte Frauen kennenzulernen, die ihr Geschäft mit Herzblut betreiben. Ich bin zutiefst dankbar dafür, ihnen helfen zu dürfen, ihr Geschäft vorwärtszubringen.
Wenn du an die letzten 10 Jahre womenbiz denkst: Gibt es einen Moment, der dich ganz besonders geprägt hat?
Der Moment als ich den Mut hatte, als «Branchenfremde» aufgrund meiner Vision den Entschluss zu fassen, womenbiz zu gründen. Die Entscheidung, die Herausforderung anzupacken, entfachte in mir eine unglaubliche Energie und wurde zu meiner grössten Passion. Diese Energie und Passion sind bis heute geblieben.
Gibt es eine Kritik, die dir ganz speziell in Erinnerung geblieben ist?
In 10 Jahren womenbiz hat es keine Kritik geschafft, mich ernsthaft aus der Balance zu bringen. Trotzdem gibt es natürlich immer Kritik und Konkurrenz – auch wenn niemand genau die gleiche Kombination von Dienstleistungen anbietet wie wir.
Jede neue Konkurrenz tat im ersten Augenblick auf der persönlichen Ebene weh, denn ich kannte die meisten Konkurrentinnen persönlich. Teilweise waren sie sogar ehemalige womenbiz Member. Ich glaube, dass man zusammenarbeiten und Synergien nutzen sollte, um Grosses zu bewegen. Ich persönlich würde deshalb wohl eher eine Zusammenarbeit suchen, anstatt eine Konkurrenzplattform zu gründen.
Viele der Konkurrenzplattformen haben die ersten paar Jahre nicht überlebt. Trotzdem sehe ich einen grossen Vorteil in der Konkurrenz. Denn dadurch ergibt sich ein gesunder Wettbewerb, der mich anspornt, unsere Plattform stetig weiterzuentwickeln.
Was für einen Tipp würdest du «Gaby von vor 10 Jahren» mit auf den Weg geben.
Sei geduldig, lerne viel, sei aufmerksam und agil.
Was macht dich zum Rolemodel?
Ich lerne ständig Neues dazu, erkenne Chancen und nutze sie, ich denke gross und arbeite an meinen Zielen, bis ich sie erreicht habe. Ich habe mein Leben so designt, dass Arbeit und Privatleben im Einklang sein können – unter anderem, weil ich zum Arbeiten nicht ortsgebunden bin.
Frauen mussten sich früher oft zwischen Karriere und Familie entscheiden. Das erste Kind bedeutete meist auch der Beginn eines längeren Ausstiegs aus dem Berufsleben. Heute ist es für den Grossteil der Frauen kein Entweder-oder mehr, sondern ein Jonglieren zwischen Job, Familie, Freizeit und Selbsterfüllung. Auch für mich war es noch nie eine Frage von Entweder-oder. Denn ich glaube, nur wer beruflich und privat erfüllt ist, kann wirklich sein Potential leben. Die Frage war wohl eher das Wie!
Mein Rezept um all meine Aufgaben und verschiedenen Unternehmen unter einen Hut zu bringen, lautet seit über 35 Jahren: Fokussier dich auf dein Potential und delegiere den Rest! So kann ich mich vielen Dingen gleichzeitig widmen, ohne Qualitätseinbussen in Kauf nehmen zu müssen. Dass ich meine Erfahrungen und mein Netzwerk teile, um anderen Frauen den Weg etwas leichter zu gestalten, genau das macht mich meiner Meinung nach zum Rolemodel.
Es ist einiges los auf der Welt. Gibt es etwas, was dich zurzeit besonders beschäftigt?
Es gibt viele Dinge auf der Welt, die mich beschäftigen. Momentan beunruhigt mich besonders, dass viele Menschen in ihrer eigenen Blase leben und sich sehr egoistisch verhalten. Obwohl es wichtig ist, auf sich selbst zu achten, darf dies nicht auf Kosten anderer oder der Umwelt geschehen. Wir müssen achtsamer sein und uns stärker engagieren, um unsere Verantwortung gegenüber anderen und der Natur wahrzunehmen.
Was erhoffst du dir von der Zukunft – für dich, womenbiz und die Welt?
Ich hoffe, dass wir in Zukunft vermehrt gemeinschaftlich und vernetzt denken und handeln, um Herausforderungen wie Gesundheitskrisen, Kriege und Klimaschutz bewältigen zu können.
Mit womenbiz will ich weiter unsere Vision umsetzen können, Frauen weltweit zu vernetzen und ihnen zu ermöglichen, sich gegenseitig zu unterstützen und voranzubringen. Damit erreichen wir nicht nur einen positiven Impact auf deren Leben, sondern auch auf ihr Umfeld.
In Bezug auf meine berufliche Zukunft hoffe ich, dass ich womenbiz weiterentwickeln und eine engagierte Nachfolge finden kann, die das Netzwerk weiterführt. Im privaten Bereich möchte ich weiterhin viel Zeit in der Natur verbringen und schöne Stunden mit meiner Familie und meinen Freunden geniessen.
Auf die nächsten 10 Jahre womenbiz!
womenbiz ag
Telefon: +41 31 932 38 62
Mail: info@womenbiz.ch
Webseite: womenbiz.ch
Du bist noch nicht Teil von womenbiz? Hier erfährst du mehr zu unserer Mitgliedschaft!
Mit dem richtigen Money Mindset zur finanziellen Freiheit!Autorin: Isabelle Amschwand
Für viele Menschen und insbesondere für uns Frauen ist das Verhältnis zum Geld ambivalent: Einmal bildet Geld die Grundlage für den persönlichen Wohlstand und eröffnet individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, ja hilft gar Träume zu verwirklichen. Ein andermal bereitet es Grund zur Sorge und dessen Mangel kann uns gar in eine ernste Notlage bringen. Obwohl strenggenommen „nur“ ein Tausch- bzw. Zahlungsmittel, sind die Diskussionen rund um das Geld häufig durch viele Emotionen und Berührungsängste, ja gar durch Tabus geprägt.
Eine richtige Einstellung zum Geld hilft dir emotionale Achterbahnen und unliebsame Überraschungen zu vermeiden, welche letztendlich gar deine finanzielle und persönliche Unabhängigkeit gefährden können.
Meine aktuellen Tipps:
- Ich nehme mir Zeit für mich und meine Finanzen, um Sorge- und Konfliktfaktoren so weit wie möglich zu antizipieren und zu beseitigen. Durch eine rechtzeitige sachorientierte Herangehensweise versuche ich meine Emotionen und inneren Blockaden zu beseitigen.
- Ich rede über Geld mit Vertrauenspersonen in meinem persönlichen, familiären und beruflichen Umfeld. Geld ist für mich kein Tabu, sondern ein Tauschmittel mit einem Wert, dem jeder vertraut und über welches ich spreche.
- Ich verstehe Geld als Entgelt für meine persönlichen und fachlichen Kompetenzen. Ich verkaufe nicht „mich“, sondern verlange eine Gegenleistung für den von mir erbrachten Mehrwert. Das wording, welches wir verwenden, beeinflusst unsere Einstellung zu einer Sache bzw. zum Geld.
- Ich setze mir klare finanzielle Ziele. Ich weiss genau wieviel Geld ich monatlich brauche. Wenn mein Lebenssituation sich ändert, passe ich die Zahlen an, reduziere mein mittelfristiges und langfristiges Sparziel jedoch grundsätzlich nicht. Dabei kenne ich meine Ausgabe und Einnahmen und identifiziere Optimierungspotenzial:
- Ausgaben: Wie viel brauche ich monatlich im Minimum für meine Lebenshaltungskosten (Wohnen inkl. Nebenkosten, Versicherungen, Verpflegung, Drittpersonen, usw.)? Wie viel kosten mich meine direkten Steuern? Wie viel brauche ich für meine Hobbys? Welche Sicherheit (Geldpolster) strebe ich an? Wie viel brauche ich insgesamt?
- Einnahmen: Ich vergleiche meine Ausgaben mit meinem derzeitigen Gesamteinkommen. Ist die Bilanz ausgeglichen?
- Optimierung: Kann ich meine Ausgaben reduzieren und Einsparungsmöglichkeiten identifizieren? Verfüge ich über genügend Flexibilität, um zu optimieren? Kann ich mein Einkommen steigern (begründete Einkommenserhöhung), zusätzliche Einnahmequellen schaffen (z.B. versuchen zu verkaufen oder umzutauschen, was ich nicht mehr brauche) oder etwa Karriereschritte (z.B. in Verbindung mit einer angestrebten Weiterbildung) mit meinem Arbeitgeber anvisieren? Sind all diese Optionen realistisch?
- Ich arbeite für einen attraktiven Arbeitgeber, welcher mir eine gute Absicherung bei Krankheit, Unfall, Invalidität, Tod (für meine Hinterlassenen) und Alter bietet. Die berufliche Vorsorge (2.Säule) ist steuerlich sehr effizient: alle ordentlichen und zusätzlichen Beiträge sind von den direkten Steuern abziehbar und mein Alterskonto (Sparkonto) und deren Zinsen werden nicht besteuert. Die langfristige Rendite ist entsprechend hoch. Als Unternehmerin wende ich die gleichen Prinzipien an.
- Ich optimiere meine Steuern sinnvoll. So zahle ich jedes Jahr Beiträge in einer steuerprivilegierte Säule 3a ein und stelle sicher, dass ich alle möglichen Abzüge geltend mache. Meine Steuerplanung entspricht meiner Lebensplanung. Ich fühle meine Steuererklärung selbst aus. Auf diese Weise prüfe und verstehe ich jedes Jahr meine Situation. Wenn ich Zweifel habe, wende ich mich an Bekannte und/oder Fachpersonen.
- Ich investiere mein zusätzliches gespartes Geld langfristig. Ich optiere für ein diversifiziertes Portfolio, um Risiken zu minimieren, und vergesse dieses Geld, solange ich kann. Ich bin geduldig und bleibe langfristig orientiert.
- Ich treffe im Leben wichtige Entscheidungen rational und nicht allein aufgrund der aktuellen Gefühlslage oder gar geleitet von romantischen Vorstellungen. Eine rationale, umfassende finanzielle Analyse (Pro/Kontra/Lösungen) hilft, langfristige Konsequenzen aufzuzeigen, eine allzu kurzfristige Sichtweise – ja vielleicht gar die Flucht in die einfachste Lösung – zu vermeiden und neue Handlungsoptionen zu erkennen.
Wir bewegen uns Zeit unseres Lebens auf dem «Geld-Fluss»: Wir akzeptieren seine Dynamik und schwimmen nicht gegen den Strom, antizipieren Veränderungen, planen die Etappen und bleiben dabei realistisch. Die richtige Einstellung zum Thema Geld hilft uns, unser Boot stets im Griff zu haben und seinen Kurs proaktiv zu bestimmen. Die Beseitigung von Tabus aber auch der Wille sich mit dem Thema rational auseinanderzusetzen sind wesentliche Voraussetzung dazu. Mit diesem Money Mindset schaffen wir die Basis für unsere finanzielle Freiheit und unsere persönliche Unabhängigkeit.
Über die Autorin:

Isabelle Amschwand ist eine unabhängige Verwaltungs- und Stiftungsrätin und spezialisiert sich unter anderem auf die Gestaltung des Wandels, die Governance und die berufliche Vorsorge. Mit der Astia AG unterstützt sie öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Führungskräfte in der Bewältigung ihrer Herausforderungen und Aufgaben.
Astia SA
Isabelle Amschwand
Telefon: 079 288 46 15
Mail: isabelle.amschwand@astia.swiss
Webseite: astia.swiss
Autorin: Gabrielle Cacciatore-von Mandach
Ein gesundes Verhältnis zum Geld ist der Schlüssel zu einem finanziell erfolgreichen Leben. Es geht darum, deine Gedanken und Handlungen in Bezug auf Geld bewusst zu gestalten und es für dich arbeiten zu lassen. Oft haben wir negative Glaubenssätze und Ängste, die uns davon abhalten unser volles Potenzial auszuschöpfen. Ein positives Money Mindset zu entwickeln, erfordert Zeit und Geduld, aber es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Eine gesunde Beziehung zum Geld zu haben, bedeutet es als Werkzeug zu betrachten, um deine Ziele zu erreichen und ein erfülltes Leben zu führen.
Hier sind einige Schritte, die du unternehmen kannst, um deinen Money Mindset zu verbessern:
Über Geld richtig denken
Bewusstsein schaffen: Welche Glaubenssätze hast du in Bezug aufs Geld? Was denkst du über Menschen, die viel Geld haben und was über solche, bei denen es an Geld mangelt? Wie beeinflusst deine Einstellung zu Geld dein Verhalten?
Fragen klären: Wie willst du leben? Wo willst du leben? Was brauchst du zum Leben? Wie viel willst du arbeiten und welche finanziellen Konsequenzen hat dies für dich? Daraus kannst du deine finanziellen Ziele definieren.
Verantwortung übernehmen: Übernimm Verantwortung für deine finanzielle Situation. Analysiere deine Ausgaben, dein Einkommen und allfällige Schulden. Erstelle einen Plan, um deine Finanzen zu verbessern.
Umfeld: Umgebe dich mit Menschen, die ein gesundes Money Mindset haben. Vermeide negative Einflüsse und suche nach positiven Vorbildern. Noch viel wichtiger: Versuche selbst ein positives Vorbild in Sachen Finanzen zu sein – für deine Kinder und alle in deinem Umfeld, die ein wenig Ansporn brauchen.
Tue Gutes: Sei dir stets bewusst, dass du mit deinem Geld Gutes tun kannst – egal wie viel du verdienst. Das gilt auch beim Bezahlen von Rechnungen und Löhnen. Denn auch wenn Rechnungen bezahlen keinen Spass macht, der Betrag der Rechnung ist vom Empfänger bestimmt wohlverdient und wird einen positiven Einfluss auf dessen Leben haben.
Mit Geld richtig umgehen
Dein Potential leben: In deinem Potential stecken die grössten Einnahmemöglichkeiten. Gib deiner Leistung den entsprechenden Wert, dann fällt es dir leichter, einen adäquaten Preis zu erhalten.
Einnahmen aufteilen: Teile alle Beträge, die du einnimmst – und sind sie noch so klein – in verschiedene «Töpfe» auf, die auf deine Lebenssituation passen. Oft besitzt du in deinem Online Banking sogar die Möglichkeit einer solchen Finanzplanung. Hier ein kleines Beispiel:
- Lebensunterhalt
- Investitionen
- Weiterbildung
- Spenden
- Persönliches Vergnügen oder Hobby
Mehrere Einkommensquellen (Passives Einkommen): Halte die Augen offen für weitere Einkommensquellen – sind es passive Einkommensquellen, die keine oder nur wenig deiner Zeit beanspruchen, umso besser.
Informiere dich über Finanzen und Geldanlagen. Lese Bücher, besuche Seminare und tausche dich mit anderen aus. Wenn du dir ein wenig Wissen angeeignet hast, nutze einen freien Teil deines Kapitals, um mit dem Investieren zu starten. Es gibt verschiedenste Arten von Investitionen – finde heraus, welche am besten zu dir passt.
Mehr einnehmen oder weniger ausgeben: Es gibt zwei Möglichkeiten zu sparen: Mehr Geld einzunehmen oder weniger Geld auszugeben. Versuche, diese zu kombinieren.
Es ist wichtig, bei jeder Ausgabe zu überlegen, ob es sich um eine Investition handelt, die langfristig eine Einnahmequelle darstellt oder um eine reine Ausgabe, die dein Vermögen reduziert. Ein Vermögenswert bringt positive Einkünfte und trägt dazu bei, dein Vermögen zu vermehren, während reine Verbindlichkeiten einen negativen Einfluss auf dein Vermögen haben.
Vermeide Ausgaben aufgrund von Konkurrenzdenken: Hüte dich vor Ausgaben, die nur aus Konkurrenz oder aus dem Vergleich mit anderen entstehen. Stärke dein Selbstbewusstsein und halte deine persönlichen finanziellen Ziele immer vor Augen.
Geld allein macht aus meiner Sicht nicht glücklich, aber genügend Geld zu erwirtschaften oder genügend Vermögen zu haben, gibt dir die Freiheit, selbstbestimmt zu entscheiden, wie du leben möchtest und was du mit deinen Finanzen bewegen möchtest.
Ich wünsche dir, dass du mit deinem positiven Money Mindset Grossartiges bewegen kannst!
Gaby
Über die Autorin:

Gabrielle Cacciatore-von Mandach ist vielseitige Unternehmerin, Keynote Speakerin, Geschäftsführerin eines Ärztezentrums, Physiotherapeutin, Hippotherapeutin, Ernährungscoach und Co-Autorin von „Wege zum Erfolg“ und Expertin für Netzwerke. Sie gründete und baute in den letzten 35 Jahren acht Unternehmen auf.
Seit 2013 engagiert sie sich intensiv für die Förderung von Unternehmerinnen und hat die Plattform womenbiz.ch geschaffen, um Frauen im Business vorwärtszubringen, zu vernetzen, ihnen Sichtbarkeit und Marketingunterstützung zu bieten. Ziel ist, dass Frauen ihren Erfolg dank Fokus auf ihr Potential steigern und gemeinsam ein positiver Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft erzielt wird.
womenbiz ag
Gabrielle Cacciatore-von Mandach
Telefon: +41 31 932 38 62
Mail: info@womenbiz.ch
Webseiten: womenbiz.ch | gabrielle-cacciatore.com
Autorin: Céline Meier
Frauen fühlen sich von der Finanzbranche nicht angesprochen und lagern ihr Geld lieber auf dem Sparkonto, statt es am Kapitalmarkt anzulegen. Das ist schade, denn sie investieren im Schnitt nachhaltiger und erfolgreicher als Männer. Höchste Zeit, den Gender Investment Gap zu schliessen!
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Frauen investieren auf der ganzen Welt deutlich weniger Kapital als Männer. In Westeuropa investiert nicht einmal jede fünfte Frau regelmässig ihr Geld am Aktienmarkt, bei den Männern tut dies jeder Dritte.
Auch in der Schweiz sieht es nicht anders aus. Eine neue Sotomo-Studie zeigt, dass 48 Prozent der Männer einen Teil ihrer Ersparnisse in Anlagen wie Aktien oder Fonds investieren, bei den Frauen sind es nur 32 Prozent.
Sparen statt Investieren
Diese Diskrepanz zwischen den Geschlechtern beim Investieren hat einen Namen: «Gender Investment Gap». Dass Frauen viel weniger investieren als Männer, hat übrigens nicht nur mit finanziellen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu tun, sondern ist auch ein soziokulturelles Problem.
Studien zeigen nämlich, dass viele Frauen Sparerinnen sind: 79 Prozent von ihnen können regelmässig Geld auf die Seite legen. Diese Ersparnisse landen aber meist nicht auf dem Anlagekonto – nur 18 Prozent der Frauen investieren regelmässig. Spareinlagen werfen aber langfristig viel weniger Rendite ab als Investitionen am Aktienmarkt. Der Gender Investment Gap trägt also dazu bei, dass die finanzielle Ungleichheit zwischen Männern und Frauen weiterhin fortbesteht.
Warum bleibt diese Investitionslücke zwischen den Geschlechtern so hartnäckig bestehen? Das hat laut Studien folgende Hauptgründe:
- Frauen haben weniger Geld zur Verfügung als Männer.
- Die traditionelle Finanzindustrie spricht mit ihren Inhalten und Produkten primär Männer an.
- Frauen wird eingeredet, sie kennen sich mit Finanzen weniger aus.
Geringes Vermögen hindert Frauen am Investieren
Frauen haben nach wie vor auf der ganzen Welt weniger Geld als Männer. Über die Gründe dafür haben wir bei elleXX schon zahlreiche Artikel geschrieben:
- Gender Pay Gap: Frauen verdienen durchschnittlich noch immer weniger als Männer. Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen beträgt in der Schweiz 11 Prozent.
- Child Penalty: Frauen erleben einen finanziellen Einbruch, sobald sie Kinder bekommen. In der Schweiz verdienen Frauen nach der Geburt ihres ersten Kindes 68 Prozent weniger als davor. Hauptursache dafür ist, dass acht von zehn Müttern in der Schweiz Teilzeit arbeiten.
Die Studie von Sotomo bestätigt, dass rund ein Drittel der Frauen wegen zu geringer Ersparnisse nicht investiert. Im Vergleich dazu investiert ein Viertel der Männer aus diesem Grund nicht.
Dazu kommt, dass viele Frauen den Geldbetrag überschätzen, den es braucht, um mit dem Investieren loszulegen. Gemäss einer Studie von BNY Mellon schätzen Frauen in der Schweiz, dass sie zum Investieren mindestens 5’500 Franken monatlich verfügbares Einkommen brauchen. Anlagen in Aktien lohnen sich aber auch mit kleineren Beträgen. Mit einem Gesamtbetrag von ca. 2’000 Franken kannst du dir bereits ein Aktienportfolio mit 30 bis 40 Titeln zusammenstellen und so dein Risiko streuen.
Von Männern für Männer
Doch allein diese finanzielle Ungleichheit kann den Gender Investment Gap nicht erklären. Ein weiterer Grund dafür ist die männerdominierte Finanzbranche: So geben neun von zehn der VermögensberaterInnen zu, dass ihr Standard-Kunde ein Mann ist und dass sie mit ihren Produkten primär Männer erreichen wollen.
Entsprechend ist es kein Wunder, dass sich viele Frauen nicht fürs Anlegen interessieren. Sie werden mit einer Sprache, Bildern und Botschaften konfrontiert, die auf einen männlichen Kunden ausgerichtet sind. So versuchen Banken beispielsweise, ihren KundInnen mit kompliziertem Fachjargon das Gefühl zu vermitteln, sie würden einem exklusiven Club angehören. Aber: 31 Prozent der Frauen fühlen sich von einer zu komplizierten Sprache abgeschreckt. Gemäss Umfragen wünschen sich viele Kundinnen, in einer zugänglichen Form angesprochen zu werden. In anderen Worten: Weniger Fachjargon – mehr Praxisbezug!
Um die Bankenwelt frauenfreundlicher zu gestalten, braucht es mehr Frauen in dieser Branche. So haben global 67 Prozent der Frauen das Gefühl, BankberaterInnen würden sich nicht in ihre Lebensrealitäten hineinversetzen können. Auch glauben drei Viertel der Bankangestellten selbst, dass die Bankenbranche mehr Frauen zum Investieren bringen könnte, wenn es mehr Anlageberaterinnen gäbe. In der Schweiz sind momentan 58 Prozent aller Bankangestellten Männer.
(Vermeintlich) fehlendes Wissen hemmt Frauen
Bis 1988 durften Frauen in der Schweiz ohne die Zustimmung ihres Mannes kein eigenes Bankkonto eröffnen und entsprechend auch nicht investieren. Deshalb erstaunt es wenig, dass lange Zeit der allgemeine Tenor war, Finanzfragen seien Männerangelegenheiten. Bis heute haben viele Frauen in der Schweiz das Gefühl, ihr Finanzwissen sei zu gering, um zu investieren.
Laut der Studie von Sotomo schätzen 36 Prozent der Frauen ihr Finanzwissen als schlecht ein und nur 22 Prozent als gut. Im Vergleich dazu haben 33 Prozent der Männer eine positive Selbsteinschätzung und 22 Prozent eine negative. Dieses fehlende Selbstvertrauen der Frauen in Bezug auf ihr Finanzwissen ist in Westeuropa übrigens besonders ausgeprägt: Global gesehen trauen sich 28 Prozent der Frauen Investitionen am Aktienmarkt zu – in Westeuropa sind es nur knapp 20 Prozent.
Woher kommt das? In Schweizer Haushalten sind es häufiger die Männer, die finanzielle Entscheidungen und Verwaltungsaufgaben übernehmen, während sich die Frauen vermehrt um den Haushalt und Betreuungsaufgaben kümmern. Diese Rollenverteilung ist laut der Sotomo-Studie ein wesentlicher Grund dafür, dass es den Frauen an Finanzwissen und Erfahrung fehlt, was auch das Selbstvertrauen in Bezug auf Finanzthemen schmälert.
Frauen investieren nachhaltiger und erfolgreicher
Für alle, die sich noch nicht an das Investieren gewagt haben, gibt es einen Lichtblick: Frauen liegen falsch, wenn sie glauben, dass sie im Investieren weniger talentiert sind als Männer. Im Gegenteil. Studien zeigen, dass Frauen langfristige Sicherheit gegenüber kurzfristigen Gewinnen bevorzugen. Im DACH-Raum investieren 48 Prozent der Frauen mit dem primären Ziel, finanzielle Stabilität für ihre Familie aufzubauen.
Entsprechend neigen sie dazu, weniger mit Wertpapieren zu handeln und konsequenter zu investieren, was in der Vergangenheit zu besseren Renditen geführt hat. Studien bestätigen: Frauen schneiden im Durchschnitt beim Investieren leicht besser ab als Männer.
Frauen investieren nicht nur langfristig, sondern grösstenteils auch nachhaltig. In der Schweiz geben 55 Prozent der Frauen an, dass sie nur in nachhaltige Unternehmen investieren wollen, und 77 Prozent finden nachhaltiges Anlegen generell wichtig. In Europa sind es sogar 92 Prozent der Frauen, die nachhaltiges Investieren wichtig finden.
Gute Neuigkeiten gibt es übrigens auch für die Finanzbranche: Eine Studie von BNY Mellon hat errechnet, dass wenn Frauen im gleichen Masse wie Männer investieren würden, dass das verwaltete Privatvermögen global um 3.2 Billionen Dollar zunehmen würde. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt des Vereinigten Königreichs. Entsprechend könnten Banken pro Jahr bis zu 700 Milliarden Dollar mehr Umsatz machen, wenn sie ihre Kundinnen besser betreuen.
So fängst du mit dem Investieren an
Es ist also in vielerlei Hinsicht höchste Zeit, den Gender Investment Gap zu schliessen. Willst du auch mit dem Investieren anfangen? Dann los! Hier ein paar Tipps, wie du es anpacken kannst:
- Bevor du investierst, solltest du dir als erstes einen Überblick über deine Finanzen verschaffen und allfällige Schulden abzahlen. Tipps für einen starken Finanzplan findest du hier.
- Du musst nicht alles über Investitionen wissen, bevor du anfängst. Es macht jedoch Sinn, wenn du deine Beziehung und Einstellung zu Geld vorher erforschst. Dies kannst du zum Beispiel tun, indem du mit FreundInnen anfängst, über Geld zu reden.
- Wenn du dich für nachhaltiges Investieren interessierst, kannst du dich schon vor deinem Besuch auf der Bank damit beschäftigen, was dir wichtig ist. Wie genau das geht, zeigen wir dir in diesem Artikel.
- Hol dir unterschiedliche Angebote ein und vergleiche sie beispielsweise bezüglich der Gebühren. Wenn du dich bei deiner Bank nicht gut beraten fühlst, kannst du auch jederzeit zu einem/einerunabhängigen VermögensberaterIn gehen.
Du willst mehr zum Thema Finanzen erfahren? Dann ist dieser womenbiz Workshop mit elleXX genau das richtige für dich: womenbiz Workshop: Finanzen & Vorsorge
elleXX universe AG
Céline Meier
Mail: hello@elleXX.com
Webseite: www.ellexx.com
Autorin: Gabrielle Cacciatore-von Mandach
Eine Vision ist ein klares Bild dessen, was du erreichen und wo du in Zukunft stehen möchtest. Sie ist der Traum, den du hast und sollte immer den privaten und beruflichen Bereich umfassen.
Ich hatte bereits als 12-Jährige eine Vision, ein klares Bild dessen, wie ich mal leben möchte, «wenn ich gross bin». Diese Vision hat sich bei mir tief eingeprägt. Die grossen, relevanten beruflichen wie privaten Entscheidungen treffe ich noch heute aufgrund dieser Vision. Sie ist der Kompass und die Triebfeder für mein berufliches Schaffen und mein Privatleben.
Deine Vision – dein Kompass für die richtigen Entscheidungen
Eine starke und klare Vision ist wichtig, weil sie dir eine Richtung gibt. Ohne Vision treibst du einfach dahin, ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Eine Idee gibt dir Klarheit und hilft dir, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Sie ist wie eine Karte, die dir den Weg zu deinem Ziel zeigt.
Wir Menschen treffen etwa 20’000 Entscheidungen pro Tag. Einige davon sind eher unbedeutender, andere hingegen sind gewichtiger. Ich halte mir zumindest bei grossen Entscheidungen immer wieder meine Vision vor Augen und frage mich dann: Bringt mich mein Entscheid näher zum Ziel oder weiter weg?
Die Vision ist mein Kompass für die richtigen Entscheidungen.
Deine Vision – deine Passion
Eine Vision gibt dir nicht nur die Richtung an, sondern ist auch eine gewaltige Energiequelle. Es ist nicht die Idee deiner Vision allein, sondern es ist die Passion, die du dafür entwickelst. Sie treibt dich voran und wirkt ansteckend auf andere, sodass sie mitgezogen werden und dich unterstützen.
Wie sieht die Vision vor deinem eigenen geistigen Auge aus? Fühle dich dazu in die Zukunft rein: Wie fühlt es sich an, wenn du deine Vision realisiert hast?
Durchlebe dieses einzigartige Gefühl immer wieder und freue dich auf den Moment, in dem du deine Vision realisiert hast. So entwickelst du eine starke Passion für deine Vision!
Deine Vision – die Triebfeder für deinen Erfolg
Eine klare Vision motiviert dich jeden Tag, selbst dann, wenn du mal einen Durchhänger hast, müde bist, oder wenn du vor einer scheinbar unüberwindbaren Herausforderung stehst. Sie gibt dir die Energie, Fokussierung und den Durchhaltewillen, um deine Ziele zu erreichen.
Mit ihr solltest du auch deine Ziele kommunizieren. Denn nur so können dich andere verstehen, erkennen wofür du stehst und was du zukünftig erreichen möchtest. Ausserdem kannst du dadurch auch andere inspirieren, ihre eigenen Visionen zu entwickeln und zu verfolgen.
Eine klare und starke Vision hilft dir, immer wieder ins Tun zu kommen, deine Ziele anzupacken, durchzuhalten und andere ins Boot zu holen! Sie ist sozusagen die Triebfeder für deinen Erfolg!
Sobald die Vision klar ist, erstelle einen Businessplan:
Ein erfolgreicher Businessplan ist ein wichtiger Schlüssel, um deine Vision zu realisieren.
Hierfür ist ein gut durchdachter Businessplan erforderlich, der Ziele, Strategien und Massnahmen beschreibt, um das Unternehmen aufzubauen und mit Erfolg zu führen.
Hier findest du 6 Tipps zur erfolgreichen Umsetzung:
- Definiere deine Zielgruppe: Analysiere, wer deine Kunden sind, welche Bedürfnisse sie haben und wie du diese mit deinem Produkt oder Angebot am besten erfüllen kannst.
- Führe eine Marktanalyse durch, um Informationen über den Markt und deine Konkurrenz zu sammeln.
- Entwickle ein Geschäftsmodell, das deine Vision und Ziele unterstützt.
- Erstelle einen Finanzplan, der deine erwarteten Einnahmen, Ausgaben und Gewinne aufzeigt.
- Entwickle eine Marketingstrategie, um deine Zielgruppe zu erreichen. Überlege, wie du dein Unternehmen bekannt machen kannst und welche Kanäle du dazu am besten nutzt.
- Erstelle einen Umsetzungsplan, der aufzeigt, wie du die Ziele erreichen möchtest. Lege dazu die Meilensteine fest, um den Fortschritt deines Unternehmens zu messen.
Überprüfe deinen Businessplan regelmässig und passe ihn gegebenenfalls an.
Mit sorgfältiger Planung, Analyse und regelmässigem Reflektieren stellst du sicher, dass dein Unternehmen auf Kurs bleibt und erfolgreich wächst!
Ein paar Tipps aus meiner Erfahrung:
- Denke gross, halte dir immer wieder deine Vision vor Augen und suche dir Mentoren, die bereits Erfahrung haben und dich gerne unterstützen.
- Denk daran, dich von Anfang an auf dein Potenzial zu fokussieren und wenn möglich andere Arbeiten zu delegieren.
- Suche dir die richtigen Partner und nutze Synergien, denn miteinander ist man viel stärker.
- Arbeite stetig am Geschäft und dessen Weiterentwicklung.
- Beobachte stets, wie sich Märkte entwickeln. Passe dementsprechend dein Geschäft und Produkt an. Flexibilität und die Offenheit für Wandel und Modernisierungen werden dir die Umsetzung und Zielerreichung erleichtern.
Über die Autorin:

Gabrielle Cacciatore-von Mandach ist vielseitige Unternehmerin, Keynote Speakerin, Geschäftsführerin eines Ärztezentrums, Physiotherapeutin, Hippotherapeutin, Ernährungscoach und Co-Autorin von „Wege zum Erfolg“ und Expertin für Netzwerke. Sie gründete und baute in den letzten 35 Jahren acht Unternehmen auf.
Seit 2013 engagiert sie sich intensiv für die Förderung von Unternehmerinnen und hat die Plattform womenbiz.ch geschaffen, um Frauen im Business vorwärtszubringen, zu vernetzen, ihnen Sichtbarkeit und Marketingunterstützung zu bieten. Ziel ist, dass Frauen ihren Erfolg dank Fokus auf ihr Potential steigern und gemeinsam ein positiver Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft erzielt wird.
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Gabrielle Cacciatore-von Mandach
Telefon: +41 31 932 38 62
Mail: info@womenbiz.ch
Webseiten: womenbiz.ch
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