August 2025 - womenbiz
Frauen supporten Frauen – Der Schlüssel zur Karriere?

Autorin: Petra Rohner

Netzwerken ist die Paradedisziplin erfolgreicher Businessfrauen. Darum ist es wichtig zu verstehen, wie erfolgreiches Netzwerken funktioniert.

Aufgrund der klaren Rollenverteilung und einer beruflichen Tätigkeit, die meist in einem der sogenannten Frauenberufe lag, konnten sich die Frauen im geschäftlichen Umfeld lange Zeit nicht so vernetzen, wie es den Männern möglich war. Frauen waren im privaten sehr gut vernetzt, diese Netzwerke folgten aber anderen Gepflogenheiten.

Männer waren in der ihnen von der Gesellschaft zugewiesenen Rolle des Ernährers auf eine breite Hilfestellung angewiesen, um ihre Aufgabe, die Familie zu ernähren und für deren Wohlstand zu sorgen, wie erwartet zu erfüllen. Der Fokus lag zu dieser Zeit auf der Position, den Fähigkeiten und Kenntnissen und den weiteren Kontaktmöglichkeiten, um die Karriere voranzutreiben.

In den letzten dreissig bis vierzig Jahren hat sich in den Bereichen Familie und Wirtschaft einiges verändert. Seit der Jahrhundertwende sind immer mehr Frauen in hohen Positionen von Unternehmen vertreten, führen als CEO grosse Konzerne und sind in der Forschung präsent.

Viele dieser Frauen hatten einen grossen Nachteil gegenüber ihren Kollegen: Sie mussten sich ihre Position aus eigener Kraft erkämpfen. Die meisten von ihnen konnten nicht auf die Unterstützung eines Netzwerkes zählen. Diejenigen, denen ein Mentor oder eine Mentorin zu Seite stand oder die über hilfreiche Kontakte verfügten, konnten sich glücklich schätzen.

Seit vielen Jahren wird nicht nur bezüglich der Vernetzung unter Männern, den sich daraus ergebenden Stellenwert und die grossen Vorteile intensiv diskutiert, sondern auch, wie die Gleichstellung von Mann und Frau in der Wirtschaft erreicht werden kann.

Man führte Frauenquoten für Führungspositionen und Verwaltungsräte ein, erschuf Programme, um Mädchen sogenannte Männerberufe schmackhaft zu machen. Grössere Unternehmen gründeten interne Frauennetzwerke in denen sich die Frauen austauschen, vernetzen und einander Türen in der Unternehmung öffnen sollten.

Die neue Welt der digitalen Netzwerke

Die Vernetzung im Allgemeinen hat sich seit Einführung der digitalen Kommunikation frappant verändert, hat eine eigene Dynamik entwickelt. Männer und Frauen mussten in den Anfängen der digitalen Kommunikation erst lernen, wie Netzwerken unter diesen neuen Voraussetzungen funktioniert und die Frauen haben diesen Umstand genutzt, eigene grosse Netzwerke zu gründen und haben so die Jahrzehnte dauernde Lücke geschlossen.

Zwar liegt der Fokus dieser Netzwerke noch immer auf dem weiblichen Geschlecht, aber die Frauen haben gelernt, wie man sich im geschäftlichen Kontext vernetzt und Netzwerke für alle Seiten gewinnbringend nutzt. Diese neuen Netzwerke für Frauen haben erkannt, dass sie, wenn sie ihre Ziele und Visionen nach aussen tragen, ein enormes Wachstum erreichen können.

Durch die veränderten Kommunikationsbedürfnisse sind neue Netzwerke in den unterschiedlichsten Themenbereichen und mit ihnen neue Strukturen entstanden. Besonders die stark wachsende Zahl an Gründerinnen und Unternehmerinnen hat die Netzwerke in den letzten zehn bis zwanzig Jahren belebt.

Frauen, die das Familienunternehmen führen, sind in den Branchennetzwerken genauso vernetzt, wie Männer und Frauen, die ein neues Unternehmen gründeten. Im Bereich der Familienorganisation sind die neuen Netzwerke ebenso hilfreich wie die alten: Sie helfen nicht nur, eine gute Kita oder eine vertrauenswürdige Nanny zu finden, sie unterstützen durch die Gewissheit, als Frau mit der Herausforderung Familie und Job, Karriere oder eigene Firma, nicht alleine zu sein.

Das alte «Zug-um-Zug»-Geben und -Nehmen ist mittlerweile eine Einbahnstrasse. Heute geht es darum, sich in der Mitte einer grossen Kreuzung zu positionieren und je nach Richtung, die man einschlagen möchte, dass passende Fahrzeug zu finden, das einen ein Stück auf dem Weg zum Ziel mitnimmt. Um das zu erreichen, muss man im Vorfeld allen seinen Kontakten den Weg zu dieser Kreuzung aufzeigen. Nur wenn viele Menschen diese Kreuzung kennen, steht dort auch das Wissen all dieser Personen zur Verfügung.

So findest du das passende Netzwerk

Doch nicht jedes Netzwerk ist für jede Person gleichermassen geeignet. Damit du herausfinden kannst, ob deine bestehenden Netzwerke für deine Bedürfnisse (noch) sinnvoll sind, kannst du dir in regelmässigen Abständen einige Fragen stellen, die du ehrlich beantworten solltest:

Bevor du dich einem neuen Netzwerk anschliesst, ist es wichtig, dass du dir ein paar Gedanken über dieses Netzwerk machst:

Den schlimmsten Fehler, den du beim Netzwerken machen kannst ist, dich darauf zu verlassen, dass andere Mitglieder dich ansprechen und auf dich zugehen. Ein Netzwerk lebt von den Aktivitäten seiner Mitglieder, aber du musst den ersten Schritt für den Einstieg machen.

Nur wenn du aktiv dabei bist, wirst du auch profitieren können. Die meisten Netzwerke bieten ein Kennenlernen als Gast an. Nutze diese Gelegenheit unbedingt. Nur so siehst du, ob das Netzwerk zu dir und deiner Expertise passt.

Denke daran: Nur das passende Netzwerk leistet, was es soll. Ein fruchtbares Miteinander, bei dem alle Mitglieder Gewinnerinnen und Gewinner sind.


Über die Autorin

Petra Rohner befasst sich seit über 20 Jahren mit der Wirkung des Netzwerkens auf die berufliche Positionierung und ist Autorin des Buches «Einflussreich Netzwerken». Sie begleitet Fach- und Führungskräften in beruflicher Neuorientierung oder CEOs die sich der Herausforderung der digitalen Sichtbarkeit stellen. 

Als Gründerin der «Stiftung SWONET -Swiss Women Network» legte sie bereits 2008 Fokus auf die Sichtbarkeit und Vernetzung von Frauen und Organisationen. Heute vernetzt die Plattform SWONET über 220 Organisationen.

PR Consulting GmbH
Petra Rohner

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Women supporting women: Zusammenarbeit statt Konkurrenz

Autorin: Michaela Santschi, womenbiz ag

Es ist nicht leicht, es zuzugeben – aber Hand aufs Herz: Wir alle spüren manchmal diese Angst vor Konkurrenz.

Du scrollst durch Instagram, siehst, wie das Business einer anderen Unternehmerin boomt – und plötzlich tauchen diese Gedanken auf: «Was, wenn sie mich übertrifft? Was, wenn die Leute sie mir vorziehen? Was, wenn ich irrelevant werde?».

Am schwierigsten ist es, wenn du die Person eigentlich magst. Denn dann zweifelst du nicht nur an deinem Können, sondern schnell auch an dir selbst: «Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich mich nicht mitfreuen kann?»

Women supporting women

Dass unser Monatsthema «women supporting women» lautet, überrascht wohl niemanden. Community ist bei womenbiz unser tägliches Brot – und seit Jahren widmen wir diesem Thema bewusst einen ganzen Monat.

Dieses Jahr setzen wir ein klares Statement: Community bringt dich weiter als reines Konkurrenzdenken. Deshalb haben wir andere Schweizer Frauennetzwerke eingeladen, ihre Gedanken und Erfahrungen bei uns zu teilen.

Denn die Wahrheit ist: Die Unternehmerinnen, die wirklich weit kommen, sind diejenigen, die wissen, wie sie zusammenarbeiten können – und wann gesunde Konkurrenz ihren Platz hat.

Woher kommt unsere Angst vor Konkurrenz?

Aus der Evolutionspsychologie wissen wir: Konkurrenz war einst überlebensnotwendig. In einer Welt, in der Ressourcen knapp waren, musste man sich durchsetzen, um Nahrung, Schutz und Status zu sichern. Dieses Muster prägt uns bis heute – auch wenn es längst nicht mehr ums Überleben geht, sondern um Karrieren, Marktanteile oder Sichtbarkeit.

Drei Faktoren bestimmen, wie stark wir Konkurrenz empfinden:

Gerade für Frauen kommt hinzu: Wir waren historisch mit einem beruflichen Umfeld konfrontiert, in dem die Chancen für Frauen begrenzt waren. Das hat die Vorstellung genährt, dass Erfolg ein Nullsummenspiel sei – dass der Aufstieg einer Frau den Niedergang einer anderen erfordert. Diese Mentalität hat unnötige Spannungen geschaffen und Potenziale gehemmt.

Konkurrenzängste sind also kein Zeichen von Schwäche, sondern das Ergebnis tiefer psychologischer Prägungen. Umso wichtiger ist es, bewusst neue Formen der Zusammenarbeit zu wählen.

Frauen, die einander unterstützen, kommen nicht nur weiter – sie verändern die Spielregeln

Die Zusammenarbeit zwischen Frauen in der Wirtschaft bringt viele Vorteile. Wenn Frauen zusammenarbeiten, bündeln sie ihre Stärken und fördern so kollektives Wachstum. Der Austausch von Ideen, Erfahrungen und Perspektiven regt Innovation an und hilft, gesellschaftliche Stereotypen zu hinterfragen, die Frauen oft gegeneinander ausspielen.

Wenn wir unsere Geschichten teilen, entsteht ein Mosaik aus Inspiration, Resilienz und wertvollen Erfahrungen.

Praktisch bedeutet das: Wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen, helfen sie dabei, Selbstvertrauen und Resilienz aufzubauen. Ein Netzwerk von Fürsprecherinnen ermutigt zum Eingehen von Risiken und hilft, die eigene Komfortzone zu verlassen – in dem Wissen, dass Verbündete hinter einem stehen und an die eigenen Fähigkeiten glauben.

So kannst du Zusammenarbeit konkret leben

Neben klassischen Möglichkeiten wie Networking Events oder Communities gibt es viele praktische Wege:

Wenn wir unsere Geschichten, unser Wissen und unsere Ressourcen teilen, entsteht ein Umfeld, in dem alle wachsen können. Frauen, die einander unterstützen, kommen nicht nur weiter – sie verändern die Spielregeln.

Ein herzliches Dankeschön an alle Frauennetzwerke, die diesen Monat mit ihrem Blog kollaboriert haben. Alle ihre Blogs findest du hier.


Bei womenbiz unterstützen wir Frauen, die sich mit ihrem Herzensbusiness selbst verwirklichen möchten. Bei uns finden sie eine Community, die sie versteht, praxisnahes Wissen, und Unterstützung, die sie Schritt für Schritt auf ihrem Weg begleitet – ohne Druck, ohne unnötigen Perfektionismus, dafür mit Freude, Klarheit und Motivation.

Mehr zu unserer Mitgliedschaft erfährst du hier.

womenbiz ag

Webseite: womenbiz.ch
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Telefon: +41 31 932 38 62

Wie ein Frauennetzwerk mein Leben verändert hat

Autorin: Nicole Walker

In einer Zeit, in der nur Männer in der Geschäftswelt vernetzt waren und Frauen sich eher in der Nachbarschaft zum «Lismerchränzli» (Mundart für «Strickrunde») trafen, hatte Ursula Meichle ein anderes Bedürfnis und eine andere Idee.

Sie vernetzte die Frauen, die sie in ihrer Kaderselektion vermittelt hatte, miteinander. Vor 33 Jahren war damit das Netzwerk Carrière Féminine geboren – ein Austausch unter Frauen mit Fokus aufs Business, nicht auf die Klatschgeschichten aus der Nachbarschaft.

In der Zeit, als das Netzwerk gegründet wurde, ging ich noch zur Schule. Ab und zu erlebte ich ein «Lismerchränzli» meiner Mutter mit – und ich fand es toll! Das Bild habe ich noch vor Augen: Die Nachbarsfrauen, aufgereiht auf Sofa und Stühlen rund um unser Salontischli. Kaffee und Selbstgebackenes auf dem Tisch. Es wird geredet, gelacht und gestrickt. Die Frauen tauschen sich aus, geniessen den Moment und sind glücklich.

Mein Einstieg bei Carrière Féminine

Vor 13 Jahren, als ich mich mit zwei Kollegen selbstständig gemacht und eine Kommunikationsagentur gegründet hatte, fragte mich Ursula Meichle, ob ich Teil des Netzwerks Carrière Féminine werden wolle.

Zum Glück habe ich Ja gesagt – zugegeben, mit etwas Unsicherheit, ob die knappe Zeit zwischen jungem Familienglück und der Rolle als Jungunternehmerin damit richtig priorisiert war.

Heute weiss ich: Ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können. Ja, ich habe kostbare Zeit für das Netzwerk aufgewendet – in einer Phase, in der ich ohnehin stark gefordert war. Und ja, ich habe den Mut aufgebracht und den Aufwand nicht gescheut, als mich die Gründerin einige Jahre später angefragt hat, ob ich das Netzwerk übernehmen möchte.

Die Früchte aus dem Netzwerk

Im Gegenzug wurde ich dafür jedoch reich belohnt mit:

Wenn ich das so schreibe, merke ich: So weit bin ich gar nicht vom «Lismerchränzli» entfernt. Denn auch ich geniesse bei Carrière Féminine jeweils den Austausch und den Moment – auch wenn der Fokus ein anderer und das Süsse zum Kaffee nicht selbst gebacken ist.

Meine Tipps für erfolgreiches Netzwerken

Damit du von einer Community wirklich profitieren kannst, braucht es mehr, als einfach nur Teil davon zu sein. Aus meiner Sicht kommt es auf Folgendes an:

Ein neuer Lebensweg entfacht

Und plötzlich – ja, urplötzlich – können ganz magische Dinge passieren. So hatte ich das Glück, dank des Netzwerks zu einer Geschäftsnachfolge zu kommen. Aus einem Smalltalk unter Carrière Féminine-Ladies entstand für mich ein neuer Lebenstraum.

Heute führe ich neben meinem Job in der Kommunikationsagentur ein kleines Parfumatelier in der Berner Altstadt. Hier habe ich meine Entschleunigung als Gegenstück zum geliebten, aber hektischen Agenturalltag gefunden.

Ich darf Dufterlebnisse und damit emotionale Momente mit anderen Menschen geniessen und die Ruhe und Sinnlichkeit, die Düfte und das Riechen mit sich bringen, teilen. Teilen mit anderen Menschen, die ebenso hektisch durch den Alltag eilen, wie ich das zu tun pflege. Ausser natürlich, ich bin im Atelier. Dann bin ich einfach im Moment. Und glücklich.


Über die Autorin

Nicole Walker (46) ist Präsidentin des Frauen Businessnetzwerks Carrière Féminine. Sie ist Mitinhaberin der Kommunikationsagentur GECKO Communication in Bern und führt seit einem Jahr das Parfumatelier HeyKLARA in der Berner Altstadt. Gemeinsam mit ihrer Familie wohnt sie im Berner Seeland.

Eines ihrer Lieblingszitate ist: Lächle und die Welt lächelt zurück.

Carrière Féminine | HeyKLARA | GECKO Communication
Nicole Walker

Webseite: carriere-feminine.ch | heyklara.ch | gecko-communication.ch
Email: info@carriere-feminine.ch | mail@heyklara.ch | nw@gecko-communication.ch
Telefon: +41 79 789 87 85

Instagram HeyKLARA
LinkedIn Carrière Féminine | LinkedIn GECKO Communication | LinkedIn Nicole Walker

Mit dem Mindset eines Champions – Was das wirklich bedeutet

Autorin: Tatjana Gaspar

In unserer Gesellschaft wird Champion-Sein oft gleichgesetzt mit: der oder die Beste sein, Nummer Eins sein, gewinnen um jeden Preis. Doch was, wenn wir das völlig falsch verstehen?

Was, wenn die Haltung eines Champions gar nichts mit Siegertreppchen zu tun hat, sondern vielmehr mit dem Mut, den eigenen Weg zu gehen, den persönlichen Erfolg selbst zu definieren und sich unabhängig von der Meinung anderer treu zu bleiben?

Genau darum geht es mir hier: Nicht um Glanz und Ruhm, sondern darum, innerlich gefestigt und authentisch zu leben und zu handeln; die Einstellung und Haltung zu haben, die es einem ermöglicht, über sich hinauszuwachsen.

Champions werden nicht geboren – sie werden geformt

Die Haltung eines Champions ist keine exklusive Eigenschaft für SpitzenleistungssportlerInnen. Sie steht jedem Menschen offen, der sich entscheidet, sie zu kultivieren: LehrerInnen, UnternehmerInnen, KünstlerInnen, Eltern, AktivistInnen, GestalterInnen.

Du brauchst keine Medaille, um ein Champion zu sein. Was du brauchst ist Überzeugung und Willen.

Das Mindset eines echten Champions zu haben heisst, zutiefst zu glauben, dass es vollkommen in Ordnung – ja sogar notwendig – ist, die eigenen Träume und Ziele in deinem Tempo und auf deine eigene Art zu verfolgen. Das steht im starken Kontrast zu unserer beschleunigten Leistungskultur, in der «schneller, höher, weiter» zum Massstab gemacht wird.

Doch ein Champion weiss: Entwicklung braucht Zeit. Visionen brauchen Raum. Wege sind selten gerade. Bedingungen sind nicht immer ideal. Und die Meinung anderer? Ist nicht dein Kompass – deine Werte sind es.

Es geht um Resilienz, nicht nur um Resultate

Ein zentrales Element der Champion-Haltung ist Resilienz im Umgang mit Rückschlägen.

Champions vermeiden Misserfolge nicht – sie integrieren sie. Sie ignorieren Schmerz nicht – sie lernen daraus. Stell dir vor die Nummer 1 im Welttennis war einst die Nummer 1000. Und lange davor die Nummer 5000. Er oder sie hat Jahre gebraucht, um die Nummer 1 zu werden. Würden wir anders über sie denken, wenn sie die Nummer 11 oder 37 oder 125 geblieben wären? Wir würden immer noch denken, dass sie die Mentalität von Champions haben. Denn es ist der Wille, der in unseren Augen den Unterschied macht.

Die meisten von uns werden niemals etwas erreichen, das diesem Resultat nahekommt. Aber wir können dafür etwas anderes erreichen, was wir uns vornehmen. Was uns dabei als Inspiration dienen kann sind ihre Einstellung, ihr Mut und ihr Durchhaltevermögen.

Ein Leben mit der Haltung eines Champions bedeutet, dass du dir erlaubst Fehler zu machen ohne dich selbst dafür zu schämen. Es bedeutet Momente von Verlust oder Zweifel nicht als Scheitern zu werten, sondern als Chancen und Wachstumsschritte auf deinem Weg.

Oft ist das Mutigste, was ein Mensch tun kann, einfach weiterzumachen, auch wenn niemand applaudiert. Genau das ist Siegerdenken. Dabei bist du nur dir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig.

Dein Traum, deine Strategie, dein Umfeld

Zur Haltung eines Champions gehört auch das passende Umfeld zu schaffen, das dich trägt und unterstützt, in dem deine Persönlichkeit wachsen und sich entfalten kann, egal wie alt du bist. Champions arbeiten nicht nur hart; sie arbeiten intelligent. Sie stellen sich Fragen wie:

Manchmal bedeutet das sich vom Perfektionismus zu verabschieden. Oder vom dauernden Hetzen zur fokussierten Tiefenarbeit zu wechseln. Oder sich feste Zeitfenster pro Woche zu reservieren, um an der eigenen Idee zu arbeiten, ganz egal, ob jemand zuschaut.

Gerade für Selbständige, Kreative und GründerInnen ist das entscheidend. Ein Startup ist nicht nur ein Geschäftsmodell: Es ist ein Akt des Selbstvertrauens. Sich für die eigene Idee zu entscheiden, auch ohne Garantien, dazu gehört die Einstellung eines Champions.

Kleine Schritte, starke Wurzeln

Die Haltung eines Champions zu haben ist Teil des Prozesses der Selbstermächtigung. Du stärkst und förderst deine Selbstkompetenz. Das geschieht nicht als radikale Veränderung über Nacht, sondern braucht langfristig Klarheit, Konsistenz und Mut. Es geht darum kontinuierlich deine Fähigkeiten zu stärken, deinen Weg zu reflektieren und deine Handlungen mit deinem inneren Antrieb in Einklang zu bringen.

Du musst nicht die oder der Beste nach absolutem Massstab sein, denn es geht nicht ums Werten und Bewerten, obschon es grundsätzlich positiv ist, wenn du dir hohe Ziele setzt und hohe Ansprüche an dich hast. Aber wichtiger scheint mir, dass du bereit bist, immer wieder von Neuem loszugehen, ein bisschen weiter sein wollen als gestern und im Einklang mit deinem Warum.

Ein Champion für andere sein

Ein echter Champion steht nicht alleine da und vergisst nie, dass seine Stärke auch anderen dienen kann. Zur Champion-Haltung gehört es für andere da zu sein, sie zu ermutigen und zu stärken, wenn sie es brauchen. Das kann bedeuten als Mentorin eine jüngere Kollegin zu fördern, jemanden zu bestärken, der an sich zweifelt oder einfach dem Herzensprojekt eines Freundes mit ehrlicher Offenheit Raum zu geben.

Wenn wir uns so für andere Menschen einsetzen, erinnern wir uns auch an unsere eigenen Werte. Wir zeigen, was möglich ist und tragen dazu bei eine Kultur zu schaffen, in der Wachstum nicht bewertet, sondern gefeiert wird.

Manchmal bedeutet Champion-Sein nicht selbst im Rampenlicht zu stehen, sondern das Licht auf andere zu richten. Und genau dadurch wirst du Teil von etwas Grösserem als dein individueller Erfolg: Du wirst Teil einer Bewegung von Menschen, die sich gegenseitig erheben.


Über die Autorin

Tatjana Gaspar hat nach ihrem Literaturstudium über 30 Jahre in der Wirtschafts- und Finanzwelt gearbeitet, bevor sie sich zur Selbständigkeit entschloss und eine Weiterbildung zum Coach und Dozentin Erwachsenenbildung absolvierte.

Ihr Schwerpunkt ist Self-Empowerment im Business Kontext. Daneben führt sie die Geschäfte der Lateinamerikanischen Handelskammer, wo sie u.a. für die Organisation von Events und Webinaren für ein internationales Publikum zuständig ist.

Lilytrust Consulting
Tatjana Gaspar

Webseite: lilytrust-consulting.ch
Email: mail@lilytrust-consulting.ch
Telefon: +41 79 361 02 02

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Vom Küchentisch zur Community für selbständige Frauen

Autorin: Lisa Burth

Alles begann mit einem ehrlichen Gespräch – am Küchentisch. Es war Winter 2021. Draussen war’s kalt, drinnen roch es nach Kaffee. Ich (Lisa) war bei Jana – sie hatte mich als Videografin für einen Auftrag engagiert. Nach dem Dreh setzten wir uns an ihren Küchentisch. Es war einer dieser Momente, die ganz alltäglich scheinen, aber alles verändern.

Wir begannen zu reden – über die Selbständigkeit, über erste Schritte, und über alles, was eben nicht auf Instagram gezeigt wird. Ich erzählte, wie sehr mich der ganze Papierkram überforderte: AHV, Mehrwertsteuer, Handelsregister… Ich fühlte mich allein mit all diesen Fragen. Jana nickte, und sagte: «Ich wünschte, es gäbe einen Ort, wo man sich mit anderen selbständigen Frauen austauschen kann. Echt, offen, ohne Blabla.»

Und dann fiel dieser eine Satz, der sich tief in uns eingebrannt hat: «Women supporting women.»

Aus einer Idee wurde eine Community für selbständige Frauen

Dieser Satz war der Anfang von Selbständige Frauen Schweiz. Was als spontaner Austausch begann, wurde zu einer Plattform – und dann zu einer Community für selbständige Frauen. Heute verbinden wir hunderte Frauen, die sich gegenseitig unterstützen, inspirieren und stärken. Online, offline, im Podcast, bei Events – und ja, manchmal auch immer noch am Küchentisch.

Warum eine Community für selbständige Frauen so wertvoll ist

Selbständig zu sein kann sich manchmal wie ein Alleingang anfühlen. Du hast Ideen – aber keine Sparringspartnerin. Du hast Fragen – aber niemanden, der sie dir einfach erklärt. Genau hier setzt der Community-Gedanke an: Du musst das Rad nicht neu erfinden. Und du musst nicht perfekt sein, um loszugehen.

Austausch, Wissen und Unterstützung auf Augenhöhe

In einer Community für selbständige Frauen bekommst du Tipps, Tools und Erfahrungen. Aber vor allem bekommst du das Gefühl: «Ich bin nicht allein.» Du triffst Frauen, die ähnliche Träume haben – und ähnliche Zweifel. Du findest Räume, in denen du echt sein darfst. Und manchmal reicht schon ein kurzer Satz, um deinen Weg wieder klarer zu sehen.

Verbindung, die trägt – auch nach dem Küchentisch

Egal, ob du noch am Anfang stehst oder schon ein Business aufgebaut hast – es tut gut, sich zu zeigen. Fragen zu stellen. Unterstützung zu holen. Und auch selbst etwas weiterzugeben. Denn genau darin liegt die Magie: Wenn wir uns gegenseitig bestärken, wachsen wir gemeinsam. Vielleicht ja sogar bei deinem nächsten Küchentisch-Gespräch.


Über die Autorin

Lisa ist Co-Gründerin von Selbständige Frauen Schweiz, Podcasterin, Business-Mentorin und liebt Kaffee fast so sehr wie ehrliche Gespräche. Gemeinsam mit Jana hat sie eine Community ins Leben gerufen, die Frauen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit begleitet – mit Herz, Humor und echtem Mehrwert.

Selbständige Frauen Schweiz
Lisa Burth

Webseite: selbstaendigefrauen.ch
Email: info@selbstaendigefrauen.ch

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Vernetzt und inspiriert: Wie Communities uns wachsen lassen

Autorin: Miriam Hofer

Als ich mitten in meiner Ausbildung zur Kauffrau steckte, war mein Alltag geprägt von Fragen – nicht nur über Buchhaltung, Wirtschaft oder Organisation, sondern vor allem über mich selbst und meine Zukunft.

Wie soll mein beruflicher Weg aussehen? Was erfüllt mich wirklich? Wie komme ich vom Grübeln ins Handeln?

Diese Fragen kreisten oft in meinem Kopf, aber selten im Gespräch mit anderen. Ich fühlte mich damit allein – zu jung, zu unerfahren, zu unsicher. Gleichzeitig wusste ich: Ich bin nicht die Einzige, die sich so fühlt. Doch wo finde ich Menschen, die ähnliche Gedanken haben? Wo gibt es einen Raum für echten Austausch?

Ein Impuls zur richtigen Zeit

Die Antwort lieferte mir das Leben auf eine überraschende Art – in Form eines Tipps meiner Wirtschaftslehrerin: Sie empfahl mir einen Event des Projekts Girls Getting Started (GGS).

Ohne grosse Erwartungen, aber mit viel Neugier, nahm ich teil. Ich weiss noch, wie sich an diesem Abend etwas in mir veränderte. Das Event drehte sich um aktuelle Tech Trends und Karrierewege für Frauen, was mich interessierte, mir jedoch bisher fremd war. Ich fühlte mich dort sofort verstanden. Ich traf junge Menschen, die sich weiterentwickeln, ausprobieren, Ideen umsetzen oder einfach mal «losgehen» wollten – genau wie ich.

Das war der Anfang.

Teil einer Community werden: Verbindungen, die tragen

Was danach folgte, war mehr als das Besuchen weiterer Events. Ich wurde Teil einer Community. Ich engagierte mich, half mit bei der Organisation, lernte neue Menschen kennen – und vor allem lernte ich mich selbst besser kennen.

Heute ist mein Umfeld nicht mehr zufällig: Es besteht aus Menschen, die ähnliche Fragen haben, die etwas bewegen wollen und mit denen ich mich über berufliche, gesellschaftliche und persönliche Themen austauschen kann.

Was mir diese Community gibt?

Durch die Menschen in der Community wurde ich eingeladen, über meinen Tellerrand zu blicken. Und plötzlich waren da keine Berührungsängste mehr – sondern Interesse. Offenheit. Und sogar Begeisterung für Themen, die mir vorher fremd waren.

Rückblickend hat sich einiges verändert: Ich habe das Gefühl, nicht mehr allein mit meinen grossen Fragen zu sein. Ich fühle mich ermutigt, Ideen umzusetzen, kreativ zu werden und dranzubleiben – auch wenn der Weg mal unklar ist.

Was eine Community wirklich bedeutet, habe ich dort gelernt: Es ist ein Raum, in dem Jede/r willkommen ist – nicht nur mit fertigen Antworten, sondern mit offenen Fragen. Und genau das macht es so wertvoll.

Sehnst du dich auch nach Austausch, Gleichgesinnten und neuen Inspirationen?

Wenn du dich in meinen Gedanken wiedererkennst – wenn du auch Fragen hast, dich weiterentwickeln willst oder einfach neugierig bist, neue Perspektiven kennenzulernen – dann komm doch mal zu einem Event von Girls Getting Started. Unsere Events richten sich an Schülerinnen, Studentinnen, Auszubildende und junge Frauen, die mehr wollen. Triff inspirierende Unternehmerinnen, schärfe deine Skills und erweitere dein Netzwerk. Lerne Frauen kennen, die an sich glauben und wissen: Sie können Chefin oder Gründerin werden – egal, welchen Weg sie später wählen. Schau vorbei und lass dich inspirieren. Du bist herzlich willkommen!


Über die Autorin

Ich bin Miriam Hofer, 20, lebe am Thunersee. Neben dem Texteschreiben liebe ich Bewegung – beim Yoga, Sport oder in der Natur. Die Persönlichkeitsentwicklung/ Lebensgestaltung ist mein Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

Als Kauffrau organisiere ich den Büroalltag in einer sozialen Institution. Seit Frühling 2024 engagiere ich mich als GGS-Ambassadorin und lerne viele inspirierende Menschen kennen. Schön, dass du hier bist – vielleicht sehen wir uns mal bei Girls Getting Started (GGS)!

Girls Getting Started
Miriam Hofer

Webseite: girlsgettingstarted.ch
Email: miriam.hofer.04@gmx.net
Telefon: +41 77 809 97 96

Instagram GGS
Instagram Miriam
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