Autorin: Frauke Schöttke
Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der alles eine Herausforderung war. Als voll beruflich Selbstständige, die gleichzeitig eine Familie managte und sich um alternde Eltern kümmerte, war ich oft am Limit. Trotz meines Rufes als extrem organisierte Person fühlte ich mich oft verloren. War das, was ich tat, wirklich das Richtige?
Ich hatte Chaos im Kopf und ein Umfeld voller Überraschungen. Stress war ein häufiger Begleiter, und ich stellte immer wieder fest, dass ich meine Vorsätze nicht einhielt oder spontan reagierte. Selbstzweifel über meine Disziplin keimten immer wieder auf und das Gefühl «mach ich das Richtige?» war ein Dauergast.
Das digitale Supertool habe ich nicht gefunden
In den Phasen grösster Überforderung wünschte ich mir, dass ein digitales Supertool all meine Probleme lösen könnte. Ich dachte, wenn ich nur die richtige App oder Software fände, wäre alles wieder im Lot. Heute weiss ich: Dieses Tool gibt es nicht. Solch ein digitaler Helfer hätte meine Situation nicht verändert. Denn das Problem war nicht mangelnde Disziplin – sondern die unvorhergesehenen Herausforderungen in meinem Umfeld.
Die Zeit meistern mit Notizbuch und Stift
Was mir letztlich geholfen hat, war so einfach wie effektiv: Ein Notizbuch und ein Stift. Mit dem Bullet Journal konnte ich endlich beobachten, festhalten und gezielt planen. Es gab mir die Kontrolle und Klarheit zurück, die ich so dringend brauchte, um sowohl mein berufliches als auch persönliches Leben zu meistern.
Und das Beste daran? Was ich geschafft habe, kann jeder schaffen. Das Bullet Journal ist eine Methode, die zugleich flexibel und strukturiert ist. Es gibt klare Anleitungen, bietet dennoch Freiheit zur individuellen Gestaltung und passt sich nahtlos dem Nutzer an. Als Schnittstelle zwischen analoger Planung und digitalen Tools schliesst es die Lücken, die technologie-basierte Systeme oft lassen. Und so gehst du vor:
Drei Schritte zum effektiven Selbstmanagement
- Klärung deiner Intention: Beginne mit einem klaren Ziel. Welche Richtung willst du einschlagen? Schreibe diese Intention vorne in dein neues Notizbuch. Sie sollte nicht nur ein Ziel widerspiegeln, sondern das Commitment für deinen Entwicklungsprozess. Dieser Schritt hilft dir, Orientierung zu gewinnen.
- Entwicklung deiner Struktur: Es ist wichtig, klare Strukturen – sowohl inhaltlich als auch zeitlich – zu schaffen. Welche Aufgaben stehen heute an? Was sind deine Ziele für die Woche oder den Monat? Unterteile deine Themen in private und berufliche Aspekte, um die Übersicht zu behalten.
- Regelmässige Reflexion: Nimm dir regelmässig Zeit für dich selbst. Durch tägliche, wöchentliche und monatliche «Meetings» mit dir selbst erkennst du klarer, was wichtig ist, was warten kann und worauf du deinen Fokus legen solltest.
Vertiefender Einblick
Das Bullet Journal® ist weit mehr als nur ein Planungstool – es ist ein ganzheitliches System, das dir ermöglicht, vergangenes festzuhalten, die Gegenwart zu organisieren und die Zukunft zu planen. Es kombiniert Klarheit, Struktur und die Möglichkeit zur individuellen Anpassung in einem einzigen Notizbuch.
Der Kern der Methode…
… liegt in zwei einfachen Zutaten: Stift und Papier. Anders als bei digitalen Lösungen bietet das händische Schreiben zahlreiche Vorteile, darunter eine verbesserte Gedächtnisleistung und eine tiefere Reflexion. Mit der bewussten Praxis des Bullet Journals werden deine Gedanken strukturiert, und du erhältst einen «Gedanken-Parkplatz» für alltägliche Erlebnisse, Notizen und Aufgaben.
Bullet Journal®: Das System
Das Bullet Journal basiert auf sogenannten «Core Collections» – essenzielle Abschnitte, die dir helfen, dein Leben zu organisieren. Dazu gehören der Index, das Future Log für Langzeitplanung und das Daily Log für tägliche Notizen und Reflexionen. Diese klaren Strukturen geben dir Halt in einem oft chaotischen Alltag.
Bullet Journal®: Die Praxis
Hier kommt der «Intentional Cycle» ins Spiel. Der Zyklus umfasst das Festhalten von Gedanken («Record»), das Nachdenken darüber («Reflect»), das Verfeinern deiner Absichten («Refine») und das bewusste, zielgerichtete Handeln («Respond»).
Diese Kombination aus System und Praxis unterstützt dich dabei, fokussiert zu bleiben und dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es hilft dir, Routinen zu etablieren und stellt sicher, dass deine täglichen Handlungen im Einklang mit deinen langfristigen Zielen stehen.
Mit der Zeit wird immer klarer, was wirklich wichtig ist, worauf es ankommt, wie du gut umsetzen und was du weglassen kannst.
Mehr über das Bullet Journal findest du hier: Tauche tiefer in diese transformative Methode ein und entdecke, wie das Bullet Journal dir zu einer besseren Organisation auch bei schwierigen Umständen verhelfen kann.
Wenn du daran interessiert bist, dein eigenes System zu entwickeln, biete ich Workshops an, die dir einen umfassenden Einstieg in die Welt des Bullet Journals verschaffen.
Über die Autorin

Als erfahrener Coach für Zeit- und Stressmanagement habe ich viele Organisationstools kennengelernt. Doch das Bullet Journal® überzeugt mich nachhaltig mit seiner Verbindung von Planung, Reflexion und Optimierung. Es ist für viele meiner KlientInnen der Schlüssel zu mehr Klarheit und Fokus.
In meinen Workshops lernst du, wie du dein Bullet Journal® effektiv und ohne Schnickschnack nutzt. Als zertifizierte Trainerin, ausgebildet direkt von Ryder Carroll, biete ich dir das Original und neueste Entwicklungen aus der Community.
Managemenschen Organisationsentwicklung
Frauke Schöttke
Webseite: managemenschen.de
Email: f.schoettke@managemenschen.de
Telefon: +49 176 830 904 77
Autorin: Doreen Hegemann
Wenn du als CEO oder UnternehmerIn durch den Alltag navigierst, kennst du das sicher: Der Tag ist voll mit Meetings, Emails, strategischen Überlegungen und unvorhergesehenen Herausforderungen – du arbeitest viel, und hast am Ende des Tages dennoch das Gefühl, nichts geschafft zu haben. Kommt dir das bekannt vor?
Studien zeigen, dass ineffizientes Zeitmanagement nicht nur deine Produktivität schmälert, sondern auch Stress und Burnout fördert. Eine Analyse in der Harvard Business Review nennt klare Auslöser: fehlende Priorisierung, dauerhafte Erreichbarkeit und ein Übermass an Meetings – alles Faktoren, die langfristig zur Erschöpfung führen können (Harvard Business Review, 2023).
Besonders in Wachstumsphasen oder bei grossen Veränderungen ändern sich die Anforderungen an dich enorm. Du musst dein Mindset anpassen, deine Führungsstrategie neu justieren – und dir bewusst Zeit freischaufeln.
Stress ist allgegenwärtig. Die meisten UnternehmerInnen lieben, was sie tun – und dennoch kommen sie an den Punkt, wo der Stress überhandnimmt. Isolation, Rollenwechsel, Überlastung und unklare Prioritäten zählen zu den häufigsten Ursachen. Das Resultat? Überforderung. Reagieren statt führen.
Doch Stress lässt sich nicht vermeiden – aber bewusst steuern. Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten nutzen ihn gezielt: Sie nehmen ihn wahr, ordnen ihn ein und lenken ihn durch gute Techniken. Zeitmanagement ist dabei ein wesentlicher Hebel.
Warum ist Zeitmanagement so entscheidend?
Das Tagesgeschäft frisst viel Energie, ständig kommen neue Aufgaben rein, und du hast oft das Gefühl, alles in der Luft halten zu müssen. Laut einem McKinsey-Report verbringen Führungskräfte bis zu 70% ihrer Zeit in Meetings oder administrativen Tätigkeiten – und verlieren dadurch wertvolle Zeit für Strategie, Innovation und persönliche Entwicklung (McKinsey & Company, 2023). Alles elementare Bestandteile von Wachstum.
Gerade in Phasen des Umbruchs ist es wichtig, Prioritäten bewusst zu setzen und Führung neu auszusetzen. Das erfordert Persönlichkeitsentwicklung und bewusste Entscheidungen darüber, wo du deine Energie investierst: Wer seine Zeit klug nutzt, kann authentisch und zukunftsorientiert führen.
Die gute Nachricht: Das kannst du lernen – mit bewährten Methoden.
Die 5 besten Methoden & Prinzipien für dein Zeitmanagement
1. Pareto-Prinzip (80/20)
Tatsächlich sind es nur wenige Aufgaben, die den grössten Unterschied machen. Die Pareto-Regel sagt: 80% deiner Ergebnisse kommen aus nur 20% deiner Anstrengungen. Für dich heisst das: Finde heraus, welche Aufgaben den grössten Impact haben. Konzentriere dich auf diese 20 Prozent, und du wirst mit weniger Aufwand mehr erreichen. Alles andere darf konsequent delegiert oder gestrichen werden.
2. The One Thing
Diese Methode ist die Verschärfung des Pareto-Prinzips und gehört für mich zum Daily Business von CEOs: Identifiziere täglich die eine Sache, die den grössten Unterschied macht. Oder wie Autor und Begründer Gary Keller es formuliert: «Was ist die eine wichtigste Sache, die alles andere einfacher oder sogar überflüssig macht?»
Setze hier deinen Fokus (s. Punkt 4, Time-Boxing) und widme ihm ungeteilte Aufmerksamkeit!
3. Fokustage und CEO-Zeit
Du weisst jetzt, welche Aufgaben Priorität haben sollte. Die Zeit dafür musst du dir aktiv nehmen. Viele erfolgreiche Unternehmer – darunter auch Elon Musk – planen regelmässig fokussierte Arbeitstage ohne Meetings. Studien zeigen: Wer sich voll und ganz auf eine Aufgabe konzentriert, steigert seine Produktivität um bis zu 40% (Stanford University).
Reserviere dir möglichst einen Tag pro Woche ausschliesslich für tiefgehende Arbeit an strategischen Themen, komplexen Projekte und kreativen Lösungen – ohne ständige Unterbrechungen. So vermeidest du Anlaufzeiten, Ablenkung und schaffst echten Fortschritt.
Blocke den Tag fest im Kalender und kommuniziere das an dein Team. Du bleibst ungestört – und gehst mit gutem Beispiel voran.
4. Time-Boxing – eins nach dem anderen!
Wünschst du dir, mehr von den richtigen Dingen zu schaffen, und gleichzeitig endlich wieder durchzuatmen? Dafür ist Time-Boxing (Fokuszeit) die beste Methode:
Ununterbrochene Arbeitsphasen steigern deine Effizienz erheblich – das zeigt eine Studie der University of California, Berkeley: Selbst kurze Unterbrechungen können die Fehlerquote verdoppeln und die Arbeitszeit deutlich verlängern (University of California, Berkeley).
Plane zusätzlich täglich Zeitfenster für ungestörte Deep-Work-Phasen – zum Beispiel morgens zwischen 8-10 Uhr -, in denen keine E-Mails oder Telefonate erlaubt sind. Vermeide generell Multitasking, den grossen Zeitfresser!
Extra-Tipp: Morgen- und Abendroutinen – ohne Handy. Schon 10 Minuten für Bewegung, Atemübungen oder Journaling helfen dir, klarer zu denken und fokussierter zu arbeiten.
5. Erholung als Teil deines Zeitmanagements
Pausen sind kein Luxus – sie sind Voraussetzung für Kreativität, Fokus und langfristige Leistungsfähigkeit. Eine umfassende Meta-Analyse zeigt: Kurze Pausen steigern das Wohlbefinden und verbessern die Leistung spürbar: PMC: Give me a break! A systematic review and meta-analysis on the efficacy of micro-breaks
Plane Mikro-Pausen nach intensiven Aufgaben: 5 Minuten frische Luft, Kaffee, Stretching – ein Mini-Reset für dein Gehirn. Und: Trag deine Urlaube und Erholungszeiten zuerst in den Kalender ein – nicht zuletzt.
Gib dir die Chance, einen Schritt zurückzutreten, die Vogelperspektive einzunehmen und mit frischer Energie und Klarheit weiterzumachen!
Noch mehr: Führung neu denken & Delegation
Neben dem Zeitmanagement geht es auch um deine Haltung und deinen Führungsstil: Stärken weiter Stärken und Schwächen kompensieren, dich weiterentwickeln. Dazu gehört es auch, Aufgaben abzugeben, die nicht deine sind.
Harvard Business Review zeigt, dass zu viel Kontrolle auf Dauer ineffizient und kontraproduktiv ist. Effektives Delegieren fördert nicht nur deine Zeitreserven, sondern stärkt auch die Eigenverantwortung deiner Mitarbeitenden (HBR).
- Was kannst du loslassen?
- Was liegt besser bei anderen?
- Wie stärkst du Vertrauen?
Du musst nicht alles selbst lösen. Aber du musst entscheiden, was du lösen willst – und den Rest in gute Hände geben. Genau darin liegt wahre Führungsstärke.
Vertrauen ist also eine strategische Entscheidung. Wer Verantwortung teilt, entwickelt Menschen – und gewinnt selbst Freiraum für die wirklich wichtigen Themen. Die, die dich und dein Unternehmen antreiben.
Fazit und mein Impuls an dich
Teil des Zeitmanagement ist es also auch, dir exklusive CEO-Zeit zu nehmen. AM statt IM Unternehmen zu wirken – mit Fokus auf Vision, Strategie und Wachstum. Blocke drei Stunden pro Woche für strategische Arbeit – unverhandelbar, wie ein Top-Kundentermin.
Diese Selbstverpflichtung ist nicht nur ein Zeichen der Verantwortung dir selbst gegenüber, sondern auch ein kulturelles Signal an dein Team: Strategie, Fokus und Klarheit sind Priorität – und sie beginnen bei dir.
Wenn du als CEO deine Zeit klug nutzt, durch Stress navigierst und alles bewusst gestaltest, legst du den Grundstein für nachhaltigen Erfolg – persönlich wie unternehmerisch.
- Akzeptiere, was du nicht ändern kannst (z.B. Politisches)
- Reagiere aus Klarheit, nicht aus Affekt (Pause, Sparring)
- Finde kleine Hebel für grösste Entlastung
- Streiche Aufgaben und vermeide Multitasking
Zeitmanagement ist Führung. Je klarer du mit deiner Energie und Verantwortung umgehst, desto mehr folgen dir andere – und dein Unternehmen wächst.
Wie bewusst gehst du aktuell mit deiner Zeit um? Wie klar sind deine Prioritäten? Und wie wirksam agierst du bereits in deiner Rolle als CEO?
Wenn du das für dich reflektieren möchtest, habe ich etwas für dich: Die TOP CEO Impact Scorecard ist ein kurzer Selbsttest, der dir eine fundierte Einschätzung deiner Wirksamkeit gibt – und dir zeigt, wie klar, fokussiert und wirkungsvoll du aktuell führst.
Und wenn du tiefer einsteigen willst: In meinen TOP CEO Online-Workshops erhältst du konkrete Impulse, wie du deine Rolle und deine Wirksamkeit als CEO auf das nächste Level bringst.
Über die Autorin

Doreen Hegemann ist Executive Coach und begleitete in den letzten acht Jahren über 100 ambitionierte CEOs und Führungskräfte dabei, mit Klarheit zu führen, strategisch zu skalieren – und dabei sich selbst nicht zu verlieren. Sie unterstützt bei Wachstum, Veränderung und Neuausrichtung – mit messbaren Ergebnissen in Führung, Produktivität und Profitabilität.
Mit über 25 Jahre Führungserfahrungen in DAX-30 Konzernen wie E.ON und Deutsche Telekom und drei Unternehmensgründungen (eines davon erfolgreich verkauft) kennt sie sowohl die Herausforderungen im Corporate-Umfeld als auch die unternehmerische Realität aus erster Hand.
better business Academy
Doreen Hegemann
Webseite: betterbusinessacademy.de
Email: doreen@betterbusinessacademy.de
Telefon: +49 151 547 114 02
Autorin: Maria Zikyri
Stell dir vor, du startest jeden Tag voller Energie und Klarheit, anstatt dich im Chaos endloser To-Do-Listen zu verlieren. Time Mastery ist der Schlüssel zu einem erfüllten und stressfreien Leben für Frauen. In diesem Artikel teile ich fünf kraftvolle Strategien mit dir, um deine Zeit zu meistern, Aufgaben effizient zu planen und das Gefühl von Zeitmangel hinter dir zu lassen. Bist du bereit, deine Zeit zu beherrschen? Dann lass uns gemeinsam starten!
Warum Time Mastery für Frauen entscheidend ist
Effektives Zeitmanagement ist nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional wichtig. Frauen jonglieren oft verschiedene Rollen – sei es im Beruf, in der Familie oder in der Gemeinschaft. Ohne klare Prioritäten kann das Gefühl von Zeitmangel überwältigend werden. Der erste Schritt zur Time Mastery besteht darin, deine wichtigsten Aufgaben zu identifizieren und ihnen eine hohe Priorität einzuräumen.
Plane deinen Tag so, dass du deine wertvollste Zeit für diese Aufgaben nutzt und gleichzeitig Raum für die Dinge schaffst, die dir Freude bereiten. Behalte Ablenkungen im Blick und gönne dir regelmässige Pausen, um dein inneres Gleichgewicht zu wahren.
Die häufigsten Herausforderungen bei Time Mastery für Frauen
Zeitmanagement kann besonders herausfordernd sein, wenn du dem Druck von Fristen und unerwarteten Aufgaben ausgesetzt bist. Viele Frauen fühlen sich häufig überfordert und verlieren den Überblick über ihre To-Do-Listen.
Ein häufiges Problem ist, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf zu viele Dinge gleichzeitig lenken, was unsere Produktivität verringert. Digitale Ablenkungen, wie ständige Benachrichtigungen, tragen ebenfalls zum Gefühl des Mangels bei. Um Meisterin deiner Zeit zu werden, ist es entscheidend, diese Herausforderungen zu erkennen und aktiv anzugehen.
Schlüssel 1: Prioritäten setzen für wirkliche Effizienz
Um deine Effizienz zu steigern, ist das Setzen von Prioritäten unerlässlich. Beginne damit, deine Aufgaben anhand ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit zu kategorisieren. Nutze die Eisenhower-Matrix, um festzustellen, welche Aufgaben Priorität haben sollten.
Setze dir realistische Ziele und teile grössere Projekte in kleinere, machbare Schritte auf. Durch regelmässige Überprüfung deiner Prioritäten schaffst du die Grundlage für Time Mastery und reduzierst gleichzeitig das Gefühl der Überforderung.
Schlüssel 2: Die richtige Planung als Schlüssel zur Zeitbeherrschung
Eine strukturierte Planung ist der Grundstein für Time Mastery. Erstelle einen Wochenplan, in dem du deine Aufgaben gezielt priorisierst. Nutze digitale Tools oder Notizbücher, um deine To-Do-Listen zu organisieren und zu visualisieren. Berücksichtige sowohl dringende als auch langfristige Aufgaben, um deine Energie effizient einzusetzen.
Plane auch Zeiten für persönliche Erholung ein, die es dir ermöglichen, dich zu regenerieren und Stress abzubauen. Eine durchdachte Planung gibt dir das Gefühl, deine Zeit selbst in der Hand zu haben.
Schlüssel 3: Zeitdiebe erkennen und eliminieren
Um deine Zeit wirklich zu meistern, ist es entscheidend, Zeitdiebe zu identifizieren und auszuschalten. Oft sind es kleine Ablenkungen, wie ständige Benachrichtigungen oder unproduktive Besprechungen.
Entwickle Strategien, um deinen Fokus zurückzugewinnen: Setze feste Zeiten für Emails und Anrufe, um ungestört arbeiten zu können. Wenn du dir der Zeitdiebe bewusstwirst und aktiv gegen sie vorgehst, gewinnst du wertvolle Minuten zurück.
Schlüssel 4: Pausen effektiv nutzen für mehr Energie
Pausen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Time Mastery. Sie helfen dir, deine Energie aufrechtzuerhalten und deinen Geist zu klären. Nutze regelmässige Pausen, um frische Luft zu schnappen und dich zu bewegen.
Plane gezielt Zeit für Entspannung in deinen Alltag ein, sei es durch Yoga, Meditation oder einfach nur durch einen Moment der Stille. Durch bewusste Pausen verhinderst du Ermüdung und erhöhst deine Produktivität.
Schlüssel 5: Flexibilität als Teil der Zeit Beherrschung
Flexibilität ist eine der wichtigsten Eigenschaften der Time Mastery. Unvorhergesehene Ereignisse können deine Pläne durcheinanderbringen. Daher ist es entscheidend, deine Prioritäten dynamisch anzupassen.
Plane Zeitfenster für spezifische Aufgaben ein, lasse jedoch immer Raum für spontane Änderungen. Diese Flexibilität wird dir helfen, Stress zu reduzieren und effizienter zu bleiben, auch wenn das Leben unvorhersehbar ist.
Fazit: Meistere dein Zeitmanagement und fühle dich frei
Time Mastery ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben für Frauen. Durch kluge Planung, das Setzen von Prioritäten und das Erkennen von Zeitdieben reduzierst du das Gefühl von Zeitmangel. Denke daran, dass du nicht alles alleine schaffen musst – manchmal ist es hilfreich, Unterstützung von Freundinnen oder Kolleginnen anzunehmen.
Reflektiere regelmässig über deine Fortschritte und sei offen für Feedback. Mit diesen fünf Schlüsseln kannst du deine Zeit beherrschen und deine Träume verwirklichen. Du bist die Architektin deines Lebens – nutze deine Zeit mit Bedacht!
Über die Autorin

Ich bin individuelle psychologische Life Coach und Mutter von vier wundervollen Kindern, darunter ein besonderes Kind, das mir täglich neue Perspektiven eröffnet.
Als Griechin ist es mir wichtig, die Werte von Familie und Gemeinschaft zu leben. In meiner Freizeit geniesse ich meine «Me-Time», um Kraft und Inspiration zu tanken. Mein Ziel ist es, Frauen zu ermutigen, ihre Zeit effektiv zu nutzen und ein erfülltes Leben zu führen. Ich glaube fest daran, dass jede Frau das Potenzial hat, ihre Ziele mit Leichtigkeit und Freude zu erreichen.
Maria Zikyri
Maria Zikyri
Email: zeitmanagement.maria@gmail.com
Telefon: +49 152 33 53 28 15
Autorin: Theresa Unsin
Ich verrate dir gleich zu Beginn ein Geheimnis: Im Zeitmanagement geht es nicht darum, dir einen perfekten Plan zu erstellen und diesen dann möglichst effektiv und zielführend einzuhalten. (Auch wenn das die meisten Coaches so sehen.)
Nein, es geht vielmehr darum, wie du damit umgehst, wenn’s mal anders läuft. Wenn dir spontan etwas dazwischenkommt. Wenn Aufgaben länger dauern als geplant. Wenn du abends frustriert bist, weil du mal wieder nicht so viel geschafft hast. Weisst du, warum du wirklich im Zeitmangel lebst?
Der Irrglaube über Zeitmanagement
Du hinkst mit deinem Business Kilometer hinterher. Deine To-Do-Liste ist unendlich lang, dein Kalender ein Haufen aus Terminen, Aufgaben und Deadlines – und obwohl du so viel tust, hast du abends das Gefühl: Ich habe nichts geschafft.
Du möchtest mit deinem Business schon viel weiter sein, das verstehe ich. Aber dann passiert folgendes: Du machst dir selbst einen wahnsinnigen Druck, noch mehr tun zu müssen – in weniger Zeit. Um möglichst schnell vorwärtszukommen. Und dann hast du logischerweise nie das Gefühl, dass es für heute genug war. Und du hast für immer zu wenig Zeit für all das, was du tun wolltest. Herzlichen Glückwunsch, dann bist du angekommen, im Zeitmangel-Strudel.
Atme jetzt bitte einmal tief durch. Denn die gute Nachricht ist: Zeitmangel ist kein Schicksal. Sondern ein Muster, das du verändern kannst. Du darfst Zeit wieder als deinen Tanzpartner sehen, den du führen lernst – yes, auch als Frau. 😉
Ich kenne das: Zeitmangel fühlt sich oft real und erdrückend an. Doch meist entsteht er nicht durch zu viele Aufgaben, sondern durch:
- zu hohe Erwartungen an dich selbst
- den Druck, schneller vorankommen zu müssen
- Überzeugungen wie: «Ich muss erst alles erledigen, dann darf ich entspannen.»
- zu wenig echte Prioritäten (mehr dazu gleich)
Wenn Zeitmangel zur Überforderung führt
Wenn du dauerhaft zu wenig Zeit hast, führt das zwangsläufig zur Überforderung. Du fühlst dich wie gefangen – als würde das Unerledigte dich auffressen.
Gehen wir das mal aus einer anderen Perspektive an:
Was, wenn du unbewusst versuchst, in dieser Überforderung zu bleiben? Denn: Was würde passieren, wenn du klar wüsstest, was zu tun ist? Wenn du wieder die Oberhand über deine Zeit hättest?
Yes, du wärst erfolgreicher. Du hättest mehr Kunden. Mehr Einkommen. Klingt gut, oder?
Aber dein Unterbewusstsein sagt vielleicht: «Nope, das ist mir zu unsicher. Ich mach mal lieber alles, um dich davon abzuhalten, erfolgreich zu sein. Denn was wäre zum Beispiel, wenn dich dann keiner mehr mag? Dann bist du allein – und zwar für immer. Und das werde ich unter allen Umständen vermeiden!»
All diese sneaky Selbstsabotage-Muster (wie das Festhalten an der Unklarheit und Überforderung) sorgen dafür, dass du nicht in die Umsetzung kommst. Dass du wichtige Aufgaben, die dich voranbringen würden, vor dir herschiebst. Dass du aus Angst lieber klein spielst, im Zeitmangel bleibst und damit nicht erfolgreich wirst.
Wie du Zeitmangel loslässt und Lebendigkeit gewinnst
Lass mir dir 3 Schritte mitgeben, die für Zeitfülle grundlegend sind:
1. Erkenne deine Selbstsabotage-Muster.
Sobald du dich bei einer Aufgabe blockiert fühlst, frag dich: «Was bringt mir meine aktuelle Situation noch?». Und dann schreib alles auf – 10 Minuten lang. Einfach drauflosschreiben.
Hast du’s gemacht? – Sehr gut! Dann kommen wir jetzt zu Schritt 2.
2. Verbessere deine Beziehung zu Zeit.
Stell dir vor, du hast eine Freundin, die du zwar magst, aber gegenüber derer du so einige Vorwürfe hast: Dass sie sich nicht um dich kümmert. Sich nicht für dich interessiert. Dass sie nie für dich da ist. Denkst du, diese Freundin kommt gern zu dir? Denkst du, sie ist gern für dich da?
Vermutlich nicht.
Geh nun davon aus, dass diese Freundin «Zeit» heisst. Lies den oberen Abschnitt jetzt nochmal.
Weisst du, was ich meine?
Zeit wird nie genug da sein, wenn du sie mit deinen Vorwürfen fortjagst. Also: Was würdest du zu Zeit sagen, damit sie wieder gern zu dir kommt?
Der zweite Schritt, den Zeitmangel loszulassen, ist, deine Beziehung zu Zeit wieder herzustellen und zu verbessern.
Nicht im Sinne von «jaaaa, mach ich dann mal», sondern ernsthaft. Ansonsten ist genau das wieder eine deiner altbekannten Selbstsabotagen, die du dir aus dem ersten Schritt nochmal anschauen darfst. (Eine Extrarunde zu drehen, ist kein Versagen ;-).)
3. Setze echte und für dich sinnvolle Prioritäten.
In der Selbstständigkeit erscheint uns oft alles wichtig – das ist das Problemchen. Doch deine Zeit ist zu kostbar für unwichtige Dinge.
Lass uns also herausfinden, wie du wichtige von unwichtigen To-Dos unterscheidest:
Schau dir jetzt deine To-Do-Liste an: Wie lange ist sie? Vermutlich ellenlang, oder? Kennen wir alle. 😉
Hier kommen 3 einfache Schritte für mehr Klarheit:
- Quick-To-Dos bündeln:
Markiere alles, was du in wenigen Minuten erledigen kannst (z.B. Termine ausmachen, Infos verschicken, dein Büro abstauben). Plane dann eine feste Stunde ein, in der du nur diese Kleinigkeiten abarbeitest. - Ideen auslagern:
Markiere To-Dos, die eigentlich nur Ideen oder «irgendwann mal»-Projekte sind. Diese gehören nicht auf deine aktuelle Liste. Erstelle stattdessen eine separate Ideen-Liste, die du z.B. monatlich durchgehst. - Fokus auf das Wesentliche:
Frage dich: Wenn ich heute nur 3 Aufgaben erledigen dürfte – welche wären das? Und: Kreieren mir diese 3 To-Dos mehr von dem, was ich möchte? So setzt du automatisch den Fokus auf das, was wirklich zählt. E voilà: Deine neue To-Do-Liste steht.
Dein neuer Blick auf Zeit
Zeit ist nicht dein Gegner.
Zeit ist deine Freundin, die dir so vieles ermöglicht.
Und du darfst entscheiden, wie du mit ihr umgehst – und wofür du sie nutzt.
Über die Autorin

Hey, ich bin Theresa und ich lehre selbstständigen Generatorinnen (Human Design) das moderne Zeitmanagement. So dass sie wieder in die Zeitfülle kommen, alles Wichtige entspannt erledigen und ihren Alltag geniessen können.
Früher hatte ich nie genug Zeit. Ich rannte durch meinen Alltag und fragte mich, wann ich endlich genug getan hätte, um mich entspannen zu dürfen. Heute hat sich das um 180 Grad gedreht. Und wie auch du das schaffst, zeige ich dir mit meiner Zeit-Magnet-Methode.
Theresa Unsin Coaching
Theresa Unsin
Webseite: theresaunsin.de
Email: info@theresaunsin.de
Telefon: +49 151 70 06 08 15
Autorin: Maren Will
Der Tag hat 24 Stunden. Und manchmal fühlt es sich an, als wären das einfach nicht genug – besonders, wenn du selbstständig bist. Die To-Do-Liste hört nie auf, die Anfragen stapeln sich, Marketing soll auch noch irgendwie stattfinden und – wenn du zusätzlich Familie hast – ist da noch ein zweiter Job, der kaum planbar ist.
Kennst du das? Du hast am Abend das Gefühl, zwar den ganzen Tag beschäftigt gewesen zu sein – aber nichts wirklich geschafft zu haben. Genau hier setzt gutes Zeitmanagement an.
Warum Zeitmanagement so entscheidend ist
Zeitmanagement ist kein Luxus – es ist eine echte Überlebensstrategie im Business. Denn:
- Deine Aufgaben enden nie.
- Dein Kalender ist oft fremdgesteuert.
- Deine Energie ist begrenzt.
- Dein Erfolg hängt massgeblich davon ab, worauf du deinen Fokus richtest.
Ein durchdachtes Zeitmanagement hilft dir, effizienter zu arbeiten, Prioritäten klar zu setzen und dir wieder mehr Raum für das Wesentliche zu schaffen – sei es für dein Business, deine Familie oder einfach für dich.
Die grössten Zeitfresser – und wie du sie in den Griff bekommst
- Zu viele To-Dos auf der Liste
Wir überschätzen oft, wie viel wir an einem Tag schaffen können. Begrenze bewusst deine Tages-To-Dos. Starte mit maximal 3 – 5 realistischen Aufgaben. Alles andere sind «Nice to haves». So arbeitest du mit einem Erfolgsgefühl statt Frust. - Keine klare Priorisierung
Nicht jede Aufgabe ist gleich wichtig. Nutze Tools wie die Eisenhower-Matrix, die ABC-Methode oder «Getting Things Done», um Aufgaben sinnvoll zu sortieren. So vermeidest du, dich zu verzetteln. - Ständige Unterbrechungen
Mails, Nachrichten, Insta, Kinder, die Türklingel… Multitasking killt deinen Fokus. Stattdessen: Nutze Batching-Phasen – konzentrierte Deep Work-Zeiten, in denen du Aufgaben thematisch bündelst. Beispiel:- 2h Präsentation erstellen
- Pause
- 1h Mails
- 1h Social-Media-Inhalte schreiben
- 1h Bilder bearbeiten
So kommst du in einen echten Flow und schaffst mehr in kürzerer Zeit.
Struktur schlägt Chaos: Tools und Methoden, die helfen
- Nutze ein Projektmanagement Tool, wie Trello, Notion oder Asana für einen besseren Überblick. Halte alle Aufgaben zentral an einem Ort und teile sie in Themenblöcke oder Wochenziele ein.
- Time-Blocking im Kalender
Plane feste Arbeitsblöcke und Zeitblöcke ein – auch für Pausen, Me-Time und Urlaub. - Wochenplanung statt Tageschaos
Starte die Woche mit einem klaren Überblick. Was steht an? Was ist dringend? Wo ist Raum für Unerwartetes?
Fazit: Zeitmanagement ist keine Technik – es ist Selbstführung
Du wirst nicht alles schaffen. Und das musst du auch nicht. Doch mit einem klaren Fokus, gut sortierten Aufgaben und bewussten Arbeitsphasen kannst du das Beste aus deiner Zeit machen – für dein Business, deine KundInnen und vor allem: für dich selbst.
Über die Autorin

Ich bin Maren – Coach, Beraterin, 2-fache Gründerin und 2-fache Mutter. Ich weiss, wie es ist, wenn man zwischen Care-Arbeit, Kundenprojekten und Sichtbarkeit im Netz gefühlt zerrissen wird. Ich habe unzählige Methoden getestet – und die besten in meine Coachings, Kurse und Freebies gepackt. Ich kenne die Herausforderungen von Zeitmanagement sowohl als Unternehmerin als auch als Soloselbstständige.
In meinem Business Coaching unterstütze ich selbstständige Frauen dabei, mehr Klarheit, Struktur und Fokus in ihr Business zu bringen – sei es durch besseres Zeitmanagement, klare Prioritäten und Prozesse, stimmige Angebote oder eine authentische Marketingstrategie.
Maren Will Coaching & Beratung
Maren Will
Webseite: marenwill.com
Email: marenwill@icloud.com
Telefon: +49 163 79 476 48
Autor: André Bosse
Mehr Zeit – das wünschen wir uns alle. Für die Dinge, die uns wichtig sind. Für Familie und Freunde. Für das, was uns antreibt. Für alles, was sonst zu kurz kommt.
Und trotzdem: Der Tag bleibt bei 24 Stunden. Nicht mehr, nicht weniger. Die Aufgabenliste ist lang, der Kopf voll, der Kalender eng. Gerade als Unternehmerin oder Selbstständige jonglierst du oft mehrere Rollen gleichzeitig und fragst dich vielleicht: Wie soll ich das alles schaffen?
Die Wahrheit ist: Zeit lässt sich nicht managen. Aber du kannst lernen, bewusster mit ihr umzugehen. Und genau darum geht es hier. Um deinen Umgang mit Zeit. Um Klarheit, Struktur und einen Alltag, der wieder Luft lässt. Für das, was zählt.
Zeit fliesst – und du entscheidest, wohin
Zeit ist wie ein Fluss. Das Wasser strömt unaufhörlich – mal ruhig, mal wild, mal überfordernd. Anhalten kannst du es nicht. Auch nicht durch einen Damm. Nicht mit noch so viel Planung. Auch wenn du es versuchst: Der Druck steigt. Früher oder später müssen die Schleusen auf. Und dann geht’s weiter. Genauso ist es mit deiner Zeit. Du kannst sie nicht aufhalten. Nicht vermehren. Und nicht speichern. Aber du kannst entscheiden, wie du sie nutzt.
Deshalb spreche ich auch lieber von Selbstmanagement als von Zeitmanagement. Denn es geht nicht darum, die Zeit zu kontrollieren, sondern dich selbst. Was tust du mit der Zeit, die dir zur Verfügung steht? Welche Aufgaben bekommen deine volle Aufmerksamkeit? Wo verlierst du Energie, weil du versuchst alles gleichzeitig zu schaffen?
Wenn du deinen Fokus veränderst, weg von der Zeit und hin zu dir selbst, verändert sich auch dein Alltag. Selbstmanagement beginnt genau hier.
Warum viele Methoden nicht greifen
Wenn Zeit also nicht das Problem ist, warum haben dann so viele das Gefühl, nie genug davon zu haben?
«Ich organisiere alles – mein Business, meine Familie, den ganzen Alltag. Aber am Ende des Tages bleibt nichts mehr für mich übrig.» Solche Sätze höre ich in meinen Coachings immer wieder. Menschen, die viel ausprobiert haben. Methoden, Tools, To-do-Listen. Und trotzdem bleibt das Gefühl: Es reicht nicht. Es funktioniert nicht. Irgendetwas fehlt.
Und genau das zeigt, woran viele klassische Zeitmanagement-Methoden scheitern: Sie passen nicht zu jedem. Denn wir alle haben unterschiedliche Arbeitsweisen, unterschiedliche Lebensrealitäten und manchmal auch unterschiedliche Baustellen.
Nicht jede Methode passt zu deinem Alltag. Und genau das ist der Punkt.
Selbstmanagement beginnt nicht mit Tools. Sondern mit Klarheit. Mit dem Blick auf dich selbst. Nicht darauf, wie du noch effizienter wirst, sondern wie du deinen Tag so gestaltest, dass er wirklich zu dir passt.
Warum dein Alltag mehr Struktur verdient
Kennst du das Gefühl, ständig zwischen den Stühlen zu sitzen? Vormittags Kundengespräche führen, zwischendurch schnell einkaufen, dann noch ein Zoom-Call, später die Kinder abholen. Und irgendwo dazwischen war da ja noch diese eine Idee, die du eigentlich angehen wolltest.
Der Alltag vieler Unternehmerinnen und Selbstständiger ist voll. Und oft so vielfältig, dass man selbst kaum noch weiss, wo man eigentlich anfangen soll. Kein Wunder: Du übernimmst gleich mehrere Rollen: Geschäftsführerin, Buchhalterin, Netzwerkerin, Marketingexpertin. Und das ist nur der berufliche Teil. Es gibt ja auch noch dein privates Leben.
Daher kann es hilfreich sein, sich mit diesen unterschiedlichen Rollen einmal auseinanderzusetzen. Denn je genauer du deine Rollen und Abläufe kennst, desto leichter wird es, dein Selbstmanagement zu verbessern. Nicht durch starre Regeln oder neue Tools, sondern durch eine auf dich abgestimmte Struktur.
Selbstmanagement beginnt mit Klarheit. Die nächsten acht Schritte sollen dir deshalb dabei helfen, deinen Alltag neu zu sortieren. Nicht von aussen vorgegeben, sondern aus dem, was dir wirklich wichtig ist. Schritt für Schritt, so wie es zu dir passt.

Schritt 1: Deine Lebensbereiche im Gleichgewicht: Wo stehst du gerade?
Bevor du etwas anpackst, ist es hilfreich zu wissen, wo du gerade stehst. Denn jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt: einer ehrlichen Bestandsaufnahme.
In welcher Lebenssituation befindest du dich gerade und welche Rollen nimmst du ein? Welche Tätigkeiten liebst du, welche geben dir Energie und welche rauben sie dir?
Das Konzept der vier Lebensbereiche ist hierfür ein hilfreiches Werkzeug. Es hilft dir, Orientierung zu bekommen. Es zeigt, wohin deine Energie fliesst und wo sie gerade fehlt.
- Beruf & Job
Alles, was zu deiner Arbeit gehört. Projekte, Aufträge, Kundinnen, Verantwortung und Aufgaben. - Beziehungen
Familie, Partnerschaft, Freundschaften, Netzwerke. Die Menschen, mit denen du verbunden bist. - Sinn & Erfüllung
Das, was dir wichtig ist. Was dich antreibt. Was dir ein gutes Gefühl gibt. Ehrenämter, Hobbys, Wohltätiges. - Gesundheit
Körperlich und mental. Bewegung, Ernährung, Ruhephasen.

Jeder Bereich ist wichtig. Und sie beeinflussen sich gegenseitig. Wenn einer zu kurz kommt oder zu dominant ist, wirkt sich das auch auf die anderen aus.
Um herauszufinden, wie es dir gerade in jedem Bereich geht, hilft eine kleine Reflexion. Schaue zum einen, welche der Rollen in den einzelnen Lebensbereichen du liebst, welche einfach zu deinem Leben dazugehören und welche du eigentlich nicht mehr einnehmen möchtest. Und zum anderen schau, ob diese Rollen dir Energie geben oder rauben.
Fühlt sich die Verteilung deiner Rollen gut an? Geben sie dir mehr Energie als sie dir stehlen? Sind die vier Lebensbereiche in einer Balance, die sich gut anfühlt? Und falls nicht, was könntest du ändern? Du musst keine perfekte Balance haben. Das Leben ist nicht immer ausgewogen. Aber es ist hilfreich zu sehen, was gerade viel Raum bekommt, und was untergeht.
Aus dieser Bestandsaufnahme darf jetzt etwas Neues entstehen. Ein Bild davon, wie du leben und arbeiten möchtest. Der nächste Schritt: deine persönliche Vision.
Schritt 2: Weisst du, wohin du willst?
«Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.» So sah es zumindest Helmut Schmidt, der ehemalige Bundeskanzler Deutschlands. Eine Haltung, die ich nicht teile. Denn Visionen sind wichtig. Sie entstehen aus dem, was dir fehlt. Aus dem, was du vermisst. Und aus dem, was du dir wünschst.
Wenn du gerade eben Bilanz gezogen hast, hast du vielleicht gespürt, in welchem Lebensbereich es Luft nach oben gibt. Oder wo etwas komplett fehlt. Genau dort entsteht deine Vision. Eine Idee davon, wie es sich besser anfühlen könnte.
Eine Vision ist kein konkretes Ziel. Keine messbare Grösse. Und auch kein To-do. Es ist eine Richtung. Eine Vorstellung davon, wie du leben und arbeiten möchtest. Wer du sein willst. Was dir wirklich wichtig ist.
Nicht alles davon ist sofort erreichbar. Muss es auch nicht sein. Aber es gibt dir Orientierung. Einen inneren Kompass, an dem du dich ausrichten kannst.
Drei Fragen helfen dir, diese Richtung zu finden:
- Wer will ich sein?
Welche Persönlichkeit möchtest du sein? Welche Eigenschaften willst du stärker in deinen Alltag holen? Vielleicht ist es mehr Gelassenheit, Mut, Orientierung oder Präsenz. - Was möchte ich haben?
Das kann materiell sein – mehr finanzielle Freiheit, mehr Zeit. Es kann aber auch bedeuten: mehr Unabhängigkeit, mehr Leichtigkeit, mehr Zeit für dich oder andere. - Was will ich bewirken?
Welche Wirkung möchtest du in deinem Umfeld, bei deinen Kundinnen, in deinem Team oder deiner Familie hinterlassen? Was soll bleiben, wenn du etwas getan hast?
Du musst auf diese Fragen keine perfekten Antworten finden. Es reicht, wenn sie dich berühren. Wenn sie etwas in dir auslösen.
Dein innerer Kompass ist jetzt justiert. Du hast ein Bild davon, was dir wichtig ist und wohin du willst. Damit aus dieser Richtung ein konkreter Weg wird, braucht es jetzt Ziele, die dir Orientierung geben und dich wirklich motivieren.
Schritt 3: Vom grossen Traum zum greifbaren Ziel
Damit aus einer Vision Bewegung wird, braucht es Ziele. Klar formuliert. Persönlich. Greifbar. Erst dann kannst du deinen Weg bewusst gestalten. Schritt für Schritt und Aufgabe für Aufgabe. Denn gerade im Alltag kann eine Vision leicht untergehen. Zwischen Emails, Meetings, Kundenanfragen und Familienchaos wirkt sie oft weit weg.
Ein Ziel holt deine Vision zurück in den Alltag. Es bringt Orientierung. Es zeigt dir, worauf du dich fokussieren willst. Und was du dir getrost sparen kannst. Ich arbeite dabei gerne mit der SEKSI-Formel. Fünf Kriterien, die dir helfen, deine Ziele so zu formulieren, dass du wirklich ins Tun kommst:
- Spezifisch.
Greifbar und eindeutig. Nicht: «Ich will mehr Zeit für mich.» Sondern: «Ich nehme mir jeden Donnerstagvormittag frei.» - Emotional.
Dein Ziel muss dich berühren. Wenn es dich kalt lässt, wirst du nicht dranbleiben. - Konkret.
Du solltest sofort erkennen, was genau zu tun ist. Zahlen, Daten und Fakten. - Selbstständig.
Du solltest es selbst in der Hand haben. Kein «Ich will, dass andere…», sondern «Ich entscheide, dass ich…» - Initiativ.
Ein Ziel bringt dich ins Handeln. Du wartest nicht, du startest.

Dadurch erhältst du Ziele, die so konkret sind, dass es dir auch leichter fällt, deine täglichen Aufgaben besser zu priorisieren.
Du hast jetzt ein Ziel vor Augen. Und einen Plan, wie du es erreichen willst. Doch dann kommt der Alltag. Plötzlich sind da Ablenkungen, Unterbrechungen, offene Schleifen. Dinge, die dich aufhalten, ohne dass du es merkst.
Schritt 4: Wo deine Zeit verloren geht
Kennst du das? Du bist den ganzen Tag beschäftigt. Und trotzdem bleibt am Ende das Gefühl, nichts geschafft zu haben. Das liegt nicht an zu wenig Disziplin. Sondern oft an Zeitdieben, die sich unbemerkt in deinen Alltag schleichen.
Zeitdiebe verstecken sich überall. Und sie rauben dir Fokus, Energie und Zeit, ohne dass du es direkt spürst.
Wie schon beim Fluss deiner Zeit: Es sind die kleinen Umleitungen, die dich aufhalten. Die Stromschnellen. Die unerwarteten Hindernisse, die deine Aufmerksamkeit ablenken und Energie kosten.

Um sie zu erkennen, hilft zum Beispiel ein Tagesprotokoll. Kein starrer Zeitplan. Kein Tracking-Tool. Nur ein ehrlicher Blick auf das, was du tust und wie lange es dauert.
Notiere dir über ein paar Tage, was du wann gemacht hast. Und wie du dich dabei gefühlt hast. Ob du konzentriert warst. Oder abgelenkt. Ob die Aufgabe länger gedauert hat als geplant. Mit der Zeit erkennst du Muster. Dinge, die sich immer wieder einschleichen. Und die dich davon abhalten, das zu tun, was dir wirklich wichtig ist.
Wenn du weisst, wo deine Zeit verloren geht, kannst du beginnen, sie bewusster zu nutzen. Der nächste Schritt: deinem Tag eine klare Struktur geben.
Schritt 5: Entspannt und organisiert durch den Tag
Du hast eine lange Liste an Aufgaben. Du fängst irgendwo an. Springst von einer Sache zur nächsten. Beantwortest zwischendurch Emails, kümmerst dich um kleine Anfragen.
Was wäre ein gutes Selbstmanagement ohne eine verlässliche Tagesstruktur? Sie gibt dir Orientierung. Wie ein Kanal, der das Wasser in festen Bahnen lenkt.
Wie genau entsteht diese Struktur? Und wie kannst du sie gezielt gestalten?
Ein Teil ergibt sich von selbst. Durch feste Zeiten, die du nicht beeinflussen kannst. Aufstehzeiten mit Kindern. Öffnungszeiten. Sprechstunden. Abholzeiten. Sie bilden die Eckpfeiler, um die herum du deinen restlichen Tag organisieren kannst.
Hilfreich dabei ist die Timeboxing-Methode. Du reservierst dir feste Zeitfenster im Kalender – für Prioritäten, grosse Aufgaben oder Routinetätigkeiten wie Emails. Termine mit dir selbst. Sichtbar und verbindlich.
Dabei hilft es, deine persönliche Leistungskurve zu kennen. Jeder Tag hat Hoch- und Tiefphasen. Die anspruchsvollen Aufgaben brauchen Konzentration und passen deshalb am besten in ein Leistungshoch. Routinearbeiten erledigst du besser in Tiefphasen. Weisst du, wann du besonders produktiv bist? Auch Pausen gehören dazu. Sie sind kein Luxus. Sondern Teil deines Rhythmus. Ich stehe zum Beispiel zwischendurch auf, schaue aus dem Fenster oder trinke in Ruhe ein Glas Wasser.
Ein passendes Tool dafür ist die Pomodoro-Methode. 25 Minuten konzentriertes Arbeiten. Fünf Minuten Pause. Nach vier Durchläufen: eine längere Pause von 30 Minuten.
Aber das ist nur ein Richtwert. Du darfst deinen eigenen Rhythmus finden. Für mich funktioniert ein Zyklus von 40 Minuten Arbeit und 5 Minuten Pause besser. Vielleicht ist es bei dir anders.
Diese klare Tagesstruktur hilft dir, deinen Fokus zu halten.
Doch genauso wichtig ist dein Arbeitsumfeld. Denn Ordnung aussen schafft oft auch Ruhe im Kopf.
Schritt 6: Warum Ordnung mehr Freiheit bedeutet
«Das Genie beherrscht das Chaos.» Hast du diesen Satz schon mal gehört? Oder sogar schon selbst verwendet? In Wahrheit ist es aber oft das Chaos, das uns beherrscht. Und unseren Arbeitsalltag schwerer macht, als er sein müsste.
Der Schreibtisch quillt über vor Papierstapeln. Die Schubladen gehen kaum noch zu. Sideboards und Fensterbänke werden zur Ablagefläche für alles Mögliche. In so einem Umfeld wird es schwer, den Fokus zu behalten und effizient zu arbeiten. Unordnung führt zu Suchzeiten, Ablenkung, weniger Raum und letztlich zu Stress.
Dabei ist es egal, ob du im Büro arbeitest, im Homeoffice oder in der Werkstatt kreativ bist. Ein übersichtlich organisierter Arbeitsplatz schafft Freiraum. Alles hat seinen Platz. Alles ist an seinem Platz.
Ist es nicht ein gutes Gefühl, wenn um dich herum alles aufgeräumt ist? Und wenn dann noch persönliche Dinge, Blumen oder Deko ihren Platz haben, steht einem entspannten Arbeiten nichts mehr im Weg.
Und was für deinen Schreibtisch gilt, gilt genauso für deine digitalen Geräte. Denn auch auf deinem Computer und Smartphone zeigt sich, wie klar du arbeitest.
Schritt 7: Schluss mit dem digitalen Chaos
Informationen sind schnell verfügbar. Und genauso schnell landen sie auf unseren Geräten: Als Datei, Email, Newsletter, Screenshot oder App. Wenn du dir dabei nicht bewusst machst, was du brauchst und was nicht, entsteht schnell digitales Chaos.
Bei digitalen Informationen beginnt gutes Selbstmanagement also schon bei der Auswahl. Was ist wirklich wichtig? Was brauchst du tatsächlich?
Und dann gelten die gleichen Prinzipien wie am Arbeitsplatz. Alles hat seinen virtuellen Platz. Und alles liegt auch dort.
Eine nachvollziehbare Ordnerstruktur mit eindeutigen Namen hilft dir, den Überblick zu behalten. Nicht zu viele Ordner pro Ebene. Maximal sieben plus/minus zwei. Das hat sich bewährt.
Nimm dir mal an einem verregneten Sonntag die Zeit und geh dein digitales Archiv durch. Schau dir jeden Ordner, jede Datei an. Sortiere aus, was du nicht brauchst oder nie angeschaut hast. Finde passende Kategorien, in die du die übrigen Dateien einsortierst und benenne sie eindeutig. Damit gehört langes Scrollen und Klicken durch unzählige Ordner der Vergangenheit an, und du kannst dich auf die wichtigen Dinge konzentrieren.
Doch was ist, wenn das Chaos zurückkehrt? Echte Entlastung entsteht erst durch Routinen, die dich dauerhaft unterstützen.
Schritt 8: Routinen, die dich weiterbringen
Puh, … sieben Schritte liegen jetzt schon hinter dir. Jeder davon ist ein wichtiger Baustein für dein ganz individuelles Selbstmanagement.
Damit dein Zeitmanagement auch langfristig im Alltag funktioniert, helfen dir feste Routinen, klare Regeln und einfache Checklisten. Mit einer klaren Tagesstruktur hast du vielleicht schon erste Abläufe definiert. Jetzt geht es darum, wiederholbares wirklich zu vereinfachen. Durch feste Routinen und kleine Standards, die deinen Alltag stützen.
Gibt es feste Zeiten für Emails, Telefonate oder andere Kommunikation? Macht es Sinn, die Buchhaltung immer an einem bestimmten Tag zu erledigen? Solche wiederkehrenden Abläufe sind das Rückgrat deiner Tagesplanung.
Auch für Aufgaben, die nicht täglich oder wöchentlich anstehen, können Routinen hilfreich sein. Hier sind Checklisten ein gutes Werkzeug.
Pilotinnen arbeiten zum Beispiel in jeder Flugphase mit Checklisten. Sie vergessen dadurch keine Einstellungen oder Sicherheitsvorkehrungen. Und auch im Selbstmanagement machen solche Listen Sinn.
Ich nutze sie selbst regelmässig. Eine Checkliste begleitet mich beim Schreiben und Veröffentlichen von Artikeln. Damit ich nichts vergesse und auf meiner Website alles richtig einstelle.
Eine andere liegt bereit, wenn ich ein Erstgespräch mit einer potenziellen Kundin führe. Eine Liste zum Abhaken gibt mir Sicherheit und hilft mir, im Gespräch ganz präsent zu sein. Auch für die Nachbereitung nutze ich sie, um effizient zu bleiben.
Hier zeigt sich: Alles, was du tust, besteht aus Abläufen. Und wenn du erkennst, wie diese Abläufe aussehen, kannst du sie vereinfachen, verbessern oder automatisieren. Das schafft Zeit. Und Raum für die Dinge, die dir wirklich wichtig sind.
Selbstmanagement, das zu dir passt
Zeit für ein Fazit.
Du kannst die Zeit nicht vermehren. Aber du kannst entscheiden, wie du mit ihr umgehst. Und genau das hast du in den letzten acht Schritten getan. Deshalb ging es in diesen Schritten nicht nur um Techniken, sondern vor allem um dich. Um deine Ziele. Deine Bedürfnisse. Deine ganz persönlichen Abläufe.
Betrachte die vorgestellten Ideen als Einladung. Als Impulse, wie du dein Selbstmanagement klarer, reflektierter und entspannter gestalten kannst. Vielleicht spricht dich manches sofort an. Anderes fühlt sich gerade nicht passend an. Beides ist okay. Denn Selbstmanagement funktioniert nicht nach dem Prinzip «one size fits all».
Selbstmanagement bedeutet auch nicht, perfekt zu funktionieren. Es geht darum, dass du für dich entdeckst, was dich weiterbringt. Was dir hilft, deinen Alltag gelassener, effizienter und zufriedener zu gestalten. Probiere aus. Experimentiere. Und behalte, was sich gut anfühlt.
Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren. Und dass du herausfindest, was dir persönlich guttut.
Über den Autoren

André Bosse ist Coach für Zeitmanagement, Selbstorganisation und Veränderung. Er begleitet Einzelpersonen und Teams individuell dabei, ihren Arbeitsalltag geordneter, stressfreier und produktiver zu gestalten.
In seinen Coachings und Seminaren zeigt er praxisnah, wie einfache Prozesse, klare Ordnung sowie gezielte Selbst- und Teamführung zu mehr Fokus, Gelassenheit und nachhaltigem Erfolg führen – beruflich wie privat. Sein Ziel: Weniger Stress, mehr Zufriedenheit und langfristige Resultate.
André Bosse – Coaching
André Bosse
Webseite: manage-dich-selbst.de
Email: info@manage-dich-selbst.de
Telefon: +49176 76 11 76 76
Autorin: Jutta Rebernik
Hand aufs Herz: Wie oft hast du schon nach der ultimativen Zeitmanagement-Methode gesucht – nur um festzustellen, dass dir am Ende trotzdem die Zeit davonläuft? Gerade als Selbständige versucht man, alles unter einen Hut zu bekommen: Kundenakquise, Produktentwicklung, Buchhaltung, Social Media und die eigentliche Arbeit. Die Liste scheint endlos. Schnell kommen wir dann zu dem Schluss, wir bräuchten nur eine bessere Struktur oder ein noch ausgeklügelteres Zeitplan-System.
Doch manchmal liegt das Hauptproblem gar nicht im Wie wir unsere Zeit einteilen, sondern im Was wir uns alles aufbürden. Ein ausgefeiltes Zeitmanagement ist zwar hilfreich, aber wenn du schlichtweg zu viel gleichzeitig möchtest oder dir ständig neue Aufgaben aufhalst, wirst du dich trotzdem gehetzt fühlen.
Genau hier setzen die folgenden Tipps an. Sie gehen über reine Zeitplanungs-Techniken hinaus und setzen auch bei deinen Prioritäten, deiner Energie und deiner inneren Haltung an. Denn nur wenn wir ehrlich auf unsere Kapazitäten schauen und lernen, bewusst auszuwählen, was wir wirklich leisten können (und wollen), lässt sich das Gefühl von Zeitmangel dauerhaft auflösen.
1. Klare Ziele statt endloser To-do-Listen
Bei zu vielen Zielen auf einmal fällt es schwer, eine Richtung beizubehalten. Die Folge: Du machst hier ein bisschen und dort ein bisschen – fertig wird nichts oder nur halb.
- Setze dir Monats- oder Quartalsziele: Fokussiere dich bewusst auf wenige, aber wirklich wichtige Projekte.
- Arbeite mit «Outcome-Zielen»: Frage dich, welches konkrete Ergebnis du bis wann haben möchtest. So bestimmst du die Richtung und verhinderst Aktionismus.
- Nutze Hauptaufgaben pro Tag: Statt endlose Listen zu schreiben, markiere maximal drei Hauptaufgaben pro Tag. Alles andere sind «Nice-to-have»-Aufgaben, die nur dann Platz finden, wenn Zeit und Energie übrig sind.
2. Fokus setzen und Pufferzeiten einplanen
Selbst wenn du deine Aufgaben klar definierst: In der Selbstständigkeit gibt es immer Ereignisse, die deinen perfekten Plan über den Haufen werfen können.
- Plane höchstens 60–70% deiner Zeit fix ein. So bleibt genug Luft für Unvorhergesehenes.
- Arbeite in Zeitblöcken: Reserviere dir konzentrierte Arbeitsphasen und lege dann gezielt kurze Pausen ein, um die Akkus wieder aufzuladen.
- Nutze Kalender-Tools mit Erinnerungsfunktionen: Die beste Planung bringt nur etwas, wenn du sie aktiv im Blick behältst. Stell Benachrichtigungen auf deinem Smartphone so ein, dass du nicht von jeder Kleinigkeit gestört wirst, sondern wirklich nur an deine Kernzeiten und Pausen erinnert wirst.
3. Aufgaben bündeln und priorisieren
Immer wieder zwischen verschiedenen Projekten und Aufgaben zu wechseln, frisst enorm viel Zeit und Energie. Jeder Wechsel erfordert eine erneute Fokussierung.
- Bündle ähnliche Aufgaben: Beantworte Emails gesammelt in einem Zeitfenster. Lege Social Media Aktivitäten auf einen festen Wochentag oder plane eine bestimmte Tageszeit hierfür ein.
- Priorisiere radikal: Das Priorisieren hört nicht bei den grossen Zielen auf. Auch deine täglichen Aufgaben wollen in eine logische Reihenfolge gebracht werden. Frage dich regelmässig:
- Was bringt mich meinem Ergebnis wirklich näher?
- Welche Aufgabe ist zeitkritisch?
- Was ist zwar «nice to have», aber bringt mich nicht weiter?
Nicht alles, was in deinem Posteingang landet, verdient höchste Dringlichkeit. Habe den Mut, Aufgaben auf einen anderen Tag zu verschieben oder ganz zu streichen, wenn sie nicht essentiell für deine Ziele sind. Dieses radikale Ausmisten spart dir enorm viel Zeit und Energie.
4. Nein sagen und Grenzen setzen
Keine noch so gute Planung hilft, wenn du immer wieder spontan «Ja» sagst, obwohl dein Kalender eigentlich schon voll ist.
- Schaffe Klarheit über Kapazitäten: Wenn du weisst, wie viel Zeit du realistisch zur Verfügung hast, fällt es leichter, Grenzen zu setzen.
- Freundlich, aber bestimmt: Ein «Nein» ist nicht automatisch unhöflich. Bedanke dich für die Anfrage und signalisiere, dass du gerade keine freien Zeitfenster hast. Schlage, wenn möglich, einen späteren Zeitpunkt vor. Langfristig gewinnst du das Vertrauen deiner KundInnen, weil du nur Zusagen gibst, die du wirklich einhalten kannst.
- Alternativen anbieten: Verweise KundInnen oder GeschäftspartnerInnen auf eine geeignete KollegIn. Damit zeigst du Hilfsbereitschaft, ohne dich zu überlasten.
5. Delegieren und nicht alles selbst machen
Gerade bei Solo-Selbständigen ist die Versuchung gross, alles persönlich erledigen zu wollen. Man hat das Gefühl, nur so könne man die Qualität sicherstellen – oder man scheut die Kosten für externe Hilfe. Doch diese Denkmuster führen oft zu Überlastung.
- Analysiere deine Skills und Routinen: Welche Aufgaben kannst nur du erledigen, weil sie dein besonderes Fachwissen erfordern? Welche könntest du auslagern – z.B. an eine virtuelle Assistenz oder freie Mitarbeitende?
- Delegation heisst Investition: Ja, es kostet Geld. Aber die Zeit, die du gewinnst, kannst du in dein Kerngeschäft und in mehr Umsatz stecken.
- Nutze digitale Tools: Manchmal lässt sich das Delegieren durch Automatisierung ersetzen. Schreib dir wiederkehrende Prozesse auf und überlege, wie Software-Tools dir helfen können.
6. Bewusste Pausen und Erholungsphasen
Ein oft unterschätzter Faktor für effizientes Arbeiten und sinnvolles Zeitmanagement ist Erholung. Wenn du pausenlos arbeitest, sinkt nicht nur deine Produktivität, sondern langfristig leidet auch deine Gesundheit. Gesunde Leistungsfähigkeit braucht Balance.
- Micro-Breaks im Alltag: Plane ganz bewusst Mini-Pausen nach konzentrierten Arbeitsphasen ein. Das können schon ein paar tiefe Atemzüge am Fenster oder ein Glas Wasser in Ruhe sein. Manche Selbstständige nutzen gern die Pomodoro-Technik (25 Minuten Arbeit, 5 Minuten Pause), andere planen längere Blöcke. Wichtig ist, dass du dir regelmässig kurz Zeit nimmst, um aufzustehen, dich zu bewegen und deinen Geist zu entspannen.
- Grössere Erholungsblöcke: Dein Gehirn braucht Auszeiten, um das Gelernte zu verarbeiten und neue Kreativität zu tanken. Nutze Abende ohne Bildschirm und freie Sonntage, an denen du wirklich offline bist.
- Schlaf als Nonplusultra: Kein noch so ausgefeiltes Zeitmanagement macht es wett, wenn du chronisch unausgeschlafen bist. Achte auf ausreichend Schlaf. Dein Körper und Geist werden es dir danken: Ausgeschlafen arbeitest du schneller, präziser und bist weniger anfällig für Ablenkungen.
7. Routinen und Rituale für mehr Struktur
Struktur gibt dir Freiheit. Die meisten von uns nehmen an, Kreativität würde leiden, wenn wir uns zu sehr auf Routinen verlassen und womöglich einschränken. Doch in Wahrheit schaffen Routinen erst den mentalen Freiraum für neue Ideen, weil sie uns von vielen kleinen Entscheidungsprozessen befreien.
- Tag bewusst ausrichten und planen: Lege deinen Fokus fest und starte dadurch viel konzentrierter. Es geht weniger darum, jede Minute durchzuplanen, sondern darum, dir bewusst zu machen, was dir wirklich wichtig ist – und deine Handlungen entsprechend auszurichten.
Wichtige Fragen:- Was ist heute mein wichtigstes Ziel?
- Wie möchte ich mich heute fühlen und was kann ich dafür tun?
- Welche drei konkreten Schritte bringen mich meinem Ziel näher?
- Tag bewusst abschliessen: Am Abend hilft dir eine kurze Reflexion, den Tag abzurunden und deine Erkenntnisse für morgen zu nutzen.
Wichtige Fragen:- Welche Aufgabe habe ich erfolgreich abgeschlossen und warum?
- Was habe ich heute gelernt oder erkannt?
- Was möchte ich morgen anders oder besser machen?
- Feste Wochentage für bestimmte Aufgaben: Leg fest, dass du beispielsweise montags deine Kunden-Calls planst, dienstags deine Content-Produktion machst, mittwochs deine Buchhaltung überprüfst und so weiter. Damit entlastest du dein Gehirn von der Frage: «Wann mache ich das?» – weil du es genau weisst. Aufgaben und Tage sind geplant und damit ist dein Kopf frei.
- Flexibilität bewahren: Routinen sind nur dann hilfreich, wenn sie dich unterstützen und nicht einengen. Lass also bewusst Raum für spontane Einfälle oder neue Projekte.
8. High Performance – Mach dich produktiv, nicht nur beschäftigt
An dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf den High Performance Ansatz. Denn wahre High PerformerInnen verstehen, dass Produktivität viel mehr bedeutet, als nur möglichst viele Aufgaben in den Tag zu pressen.
- Richtiges «Warum» finden: In der High Performance Forschung, zum Beispiel nach Brendon Burchard, spielt das Warum hinter deinen Zielen eine grosse Rolle. Wenn du weisst, warum dir ein Projekt wirklich wichtig ist, fällt es dir leichter, konsequent dranzubleiben und unwichtige Aufgaben auszublenden.
- Ständig beschäftigt sein vermeiden: Ein Tag voller kleiner To-dos gibt uns das Gefühl, viel getan zu haben, doch in Wirklichkeit arbeiten wir uns an Nebensächlichkeiten ab. High PerformerInnen arbeiten gezielt an den richtigen Aufgaben – an denen, die auf die grossen Ziele einzahlen.
- Kontinuierliche Verbesserung: Wer ein High Performance Mindset hat, schaut zudem immer wieder: «Wo kann ich mich verbessern, ohne mich zu überlasten?» Das bedeutet regelmässiges Reflektieren deiner Arbeitsweise und die Bereitschaft, neue Strategien auszuprobieren. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um konstante Weiterentwicklung.
Kurz gesagt: Produktivität heisst, an den richtigen Zielen zu arbeiten, anstatt sich mit ewig vielen Nebenschauplätzen zu verzetteln. Es geht um Qualität der Arbeit, statt nur um Quantität.
9. Selbstreflexion und ständiges Anpassen
Zeitmanagement ist kein starrer Plan, den du einmal aufstellst und dann für immer beibehältst. Deine Arbeitsweise, deine Ziele und auch äusseren Umstände können sich ändern. Bleib flexibel und überprüfe in regelmässigen Abständen, ob deine Strategie noch passt.
- Journaling und Weekly Reviews: Notiere dir am Ende einer Woche, was gut lief und was nicht. Welche Aufgaben waren reine Zeitfresser? Wo hast du dich gehetzt gefühlt? Was möchtest du in der nächsten Woche unbedingt anders machen? Indem du regelmässig Bilanz ziehst, merkst du frühzeitig, wenn sich neue Ineffizienzen einschleichen.
- Feedback von anderen: Wenn du ein Team hast oder mit KollegInnen im Netzwerk zusammenarbeitest, bitte um Feedback. Wie erleben sie deine Art zu arbeiten und zu kommunizieren? Sind sie oft mit Wartezeiten konfrontiert, oder bist du für bestimmte Themen schwer erreichbar? Manchmal sehen andere Probleme, die uns selbst verborgen bleiben.
- Offenheit für Neues: Was für andere gut funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch für dich funktionieren. Trau dich, Strategien und Tools zu verwerfen, die dir eher Druck als Entlastung bringen. Es erfordert Mut, Eingefahrenes zu hinterfragen und neue Wege auszuprobieren – doch genau darin liegt die Chance, dein Zeitmanagement kontinuierlich auf dein aktuelles Leben und Arbeiten abzustimmen.
10. Prokrastination überwinden: Mit Unterstützung schneller ins Tun kommen
Wissen alleine reicht nicht, wenn du nicht in die Umsetzung kommst – und genau hier lauert häufig die Prokrastination.
- Accountability schaffen: Suche dir einen «Buddy», eine KollegIn oder eine MentorIn, die mit dir regelmässige Check-ins vereinbart. Sobald du jemanden hast, der sich nach deinen Fortschritten erkundigt, fällt es dir leichter, dranzubleiben.
- Kleine Schritte, grosse Wirkung: Setze dir minimalistische Zwischenziele. Erkenne vor allem deine Fortschritte bei jedem einzelnen Ziel, das du schaffst.
- Professionelle Hilfe: Überlege auch, ob ein Coaching oder eine Mastermind-Gruppe das Richtige für dich sein könnte. Oft gelingt es uns besser, Prokrastination zu umgehen, wenn wir uns in einem unterstützenden Umfeld bewegen, wo Ideen geteilt und Herausforderungen gemeinsam gemeistert werden.
So überwindest du Blockaden, die oft nur in deinem Kopf entstehen, und startest endlich damit, konkrete Entlastung zu organisieren – statt den Gedanken immer wieder vor dir herzuschieben.
Fazit
Zeitmanagement ist zweifellos ein wichtiges Werkzeug, um deinen beruflichen Alltag effizient und fokussiert zu gestalten. Doch es ist kein Allheilmittel. Wenn du dich ständig verzettelst, zu viele Projekte gleichzeitig stemmst und nicht lernst, klare Grenzen zu setzen, wirst du auch mit dem perfektesten Projektplan und der modernsten Aufgaben-App irgendwann wieder ins Gefühl des Zeitmangels rutschen.
Der wahre Schlüssel liegt darin, dass du deine Ziele realistisch setzt, Aufgaben bewusst priorisierst und mit Zeitpolstern planst. Du brauchst genug Freiraum für Pausen, Erholung und den Umgang mit Überraschungen. Ebenso essenziell ist die Fähigkeit, Aufgaben abzugeben und «Nein» zu sagen, wenn dein Kalender bereits aus allen Nähten platzt.
Vor allem aber: Sei dir bewusst, dass Produktivität nicht bedeutet, ständig ausgelastet zu sein. Produktivität heisst, dich auf jene Dinge zu konzentrieren, die deinem Unternehmen wirklich nutzen und deinen Zielen tatsächlich dienen. Ein High Performance Mindset macht genau diesen Unterschied: Du optimierst nicht nur deine Zeit, sondern auch deine Energie und Ausrichtung – damit du nicht einfach nur beschäftigt, sondern wirklich erfolgreich bist.
Tipp zum Schluss: Setze nicht alle Tipps auf einmal um. Wähle ein oder zwei Punkte aus, die du ab sofort konsequent umsetzt. Beobachte, wie sich dein Arbeitsalltag entwickelt – und taste dich Schritt für Schritt an dein optimales Zeitmanagement heran.
Über die Autorin

Als zertifizierter High Performance Coach hilft Jutta Rebernik Führungskräften, Selbständigen und UnternehmerInnen, die mehr von ihrem (Berufs-)Leben wollen, sich aber häufig gestresst, energielos oder nicht fokussiert fühlen. Ziel dabei sind nicht nur aussergewöhnlicher Erfolg und ein erfülltes Leben, sondern vor allem mehr Leichtigkeit und Balance.
Dabei kombiniert sie Persönlichkeitsentwicklung, ihre Erfahrung als jahrelange HR Leaderin & über 1000 Coachings sowie Forschungsergebnisse aus dem High Performance Bereich und das Wissen um unser Nervensystem.
Jutta Rebernik Coaching
Jutta Rebernik
Webseite: juttarebernik.com
Email: jutta.rebernik@mindlead.de
Telefon: +49 176 71 61 79 69
Autorin: Gina Nauen
Vielleicht geht es dir so wie vielen Selbstständigen: Du hast viel mehr Aufgaben, als du an einem Tag erledigen kannst. Anstatt dich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren, bist du immer dabei, die dringendsten Aufgaben zu erledigen. Abends fühlst du dich erschöpft und weisst nicht, wo die Zeit geblieben ist. Wenn es dir das bekannt vorkommt, dann lies hier weiter, wie du durch Time Mastery wieder mehr Kontrolle über deine Zeit bekommst.
Unter Time Mastery verstehe ich eine grundlegende Zeitsouveränität, durch die du deine zur Verfügung stehende Zeit optimal nutzen kannst. Du arbeitest selbstbestimmt mit voller Energie. Mit Fokus und Ausdauer, ohne dich ablenken zu lassen. Und du erreichst in deiner Zeit sichtbare Ergebnisse, die auf deine Ziele einzahlen und dich erfüllen.
Time Mastery besteht aus vier Bereichen:
- Ziele setzen
- Zeitmanagement für mehr Produktivität
- Fokus halten
- Energiemanagement – die persönliche Leistungsfähigkeit stärken
1. Ziele mit Wirkung: Was du wirklich erreichen willst
Als Unternehmerin hast du klare Ziele für dein Business, zum Beispiel strategische Wachstumsziele oder finanzielle Ziele, wie Umsatz oder die Anzahl von Kunden oder grössere Markenbekanntheit. Diese Ziele geben dir Richtung und ermöglichen es dir, Prioritäten zu setzen. Welches Ziel ist dir am wichtigsten?
Konzentration auf das Wichtigste
Wenn du dein Ziel kennst, kannst du dich darauf fokussieren und effektiv darauf hinarbeiten. Dabei hilft das Pareto-Prinzip.
Nach dem Pareto-Prinzip, der sogenannten 80/20-Regel, erzielt man etwa 80% der Ergebnisse mit nur 20% des Aufwands. Umgekehrt erfordern die verbleibenden 20% der Ergebnisse (oft Perfektion) einen unverhältnismässig hohen Aufwand an Zeit und Energie, bringen jedoch nur einen vergleichsweise geringen zusätzlichen Nutzen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Perfektion sinnlos ist. In bestimmten Fällen – etwa wenn es um Qualität, Sicherheit oder Präzision geht – kann es sich durchaus lohnen, auch die letzten 20% anzustreben. Grundsätzlich ist es jedoch effizienter, sich auf die wichtigsten 80% der Aufgaben zu konzentrieren, um mit vertretbarem Aufwand möglichst viel Wirkung zu erzielen.
2. Weniger Hetze, mehr Struktur – so nutzt du deine Zeit klug
Die Kontrolle über die eigene Zeit zu übernehmen und sich auf die eigenen Ziele auszurichten, um ein erfülltes Leben zu führen, klingt einfach. Doch die Umsetzung ist oft schwierig: Wir sind im Alltag mit so vielen Anforderungen konfrontiert, dass Stress entsteht. Die Menge an Aufgaben und die vielen Informationen, die wir täglich verarbeiten müssen, verbrauchen unsere ganze Aufmerksamkeit. Es entsteht eine Überforderung, die zum Aufschieben von Aufgaben führt. Letztendlich lässt sich die Zeit dadurch nicht mehr beherrschen.
Was hilft? Ein bewusstes Zeitmanagement ist notwendig, um die Zeit bewusst zu gestalten. Tatsächlich zeigen aber Untersuchungen, dass nur 18% der Menschen ein richtiges Zeitmanagement haben.
Ein Zeitmanagement einführen
Der erste Schritt für ein Zeitmanagement besteht darin herauszufinden, wohin die Zeit tatsächlich verschwindet.
Tipp: Fange bitte einmal an genau zu beobachten, wie du deine Zeit tatsächlich verbringst. Schreibe eine Woche lang auf einem Blatt Papier oder im Kalender im Handy minutengenau auf, was du machst. Schreibe auch die 10 Minuten auf, die du durch Instagram scrollst – tracke deine Zeit im Minutentakt.
Wahrscheinlich wird es dich überraschen, womit du deine Zeit verbringst. Stelle dir die Frage: «Will ich meine Zeit wirklich mit diesen Dingen verbringen?»
Auf dieser Basis kannst du die nächsten Schritte angehen und ein Zeitmanagement einführen, zum Beispiel mit Priorisierung nach der Eisenhower-Matrix, Tages- und Wochenplanung, Timeboxing und Delegieren, um deine Produktivität zu steigern.
3. Weniger Ablenkung, mehr Fokus
Time Mastery bedeutet auch, den Fokus zu halten. Doch unsere Konzentrationsfähigkeit ist in Gefahr: Studien zeigen, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne in den letzten zwanzig Jahren von 2,5 Minuten auf nur 45 Sekunden gesunken ist.
Grund dafür sind ständige Ablenkungen vom Handy – am Tag schauen wir 150 Mal auf unser Smartphone!
Tipp: Um also den Fokus zu stärken heisst es: Schalte die Benachrichtigungen vom Handy oder Emails aus. Rufe Mails seltener ab. Und begrenze die Zeiten auf Instagram und Co – zum Beispiel durch einen Timer. Allein diese kleinen Veränderungen bringen schon einen enormen Zuwachs an Fokuszeit.
Wenn du noch mehr machen möchtest, kannst du beim Arbeiten auf Pomodoro-Zeiten setzen, also kleine Zeitblöcke von 20 Minuten, in denen du produktiv arbeitest und anschliessend Pause machst. Dazu gibt es verschiedene Timer und Apps.
4. Energie statt Erschöpfung: So bleibst du leistungsfähig
Wie gehst du mit deinem Körper um? Schätzt du ihn oder bist du nachlässig im Umgang mit dir und zwingst dich dazu härter und länger zu arbeiten?
Vielleicht glaubst du, dass du unendlich viel Ausdauer hast? Leider stimmt das nicht. Denn je schneller du deine Energie verbrauchst, desto schneller bist du ausgebrannt. Das trifft besonders auch auf Selbstständige und Unternehmerinnen zu, die hohe Massstäbe an sich selbst setzen.
Du kennst es vielleicht: Wenn du versäumst, dich auszuruhen, verschlechtern sich deine Ernährung, deine körperliche Gesundheit und dein Schlaf – und häufig auch die Beziehungen zu anderen Menschen. Viele Menschen gehen bis ans Limit und leiden unter ständiger Unruhe. Mache diesen Fehler nicht! Beginne stattdessen damit, deine Energie zu managen.
Mache regelmässig Pausen, um langfristig leistungsfähig zu bleiben. Dazu gehört auch Urlaub rechtzeitig zu planen und zu nehmen. Denn dein Business ist ein Marathon und kein Sprint.
Zusammenfassung
Meine Tipps für Time Mastery beginnen mit diesen wirksamen Schritten:
- Ermittele genau, womit du deine Zeit verbringst
- Stärke deine Konzentrationsfähigkeit
- Erkenne und reduziere die Zeitfresser
- Baue Pausen in deinen Alltag ein
Wenn du mehr Unterstützung haben möchtest, sprich mich gerne für eine individuelle Beratung oder Coaching an.
Über die Autorin

Gina Nauen ist systemischer Business Coach und Marketingberaterin und unterstützt Selbstständige und SolopreneurInnen dabei, sich klar und authentisch zu positionieren. Mit über 15 Jahren Erfahrung in strategischem Marketing hilft sie, Sichtbarkeit gezielt aufzubauen, Zeit sinnvoll zu nutzen und ein Business zu gestalten, das wirklich zu den eigenen Werten passt.
Gina Nauen Business Coaching
Gina Nauen
Webseite: gina-nauen.de
Email: kontakt@gina-nauen.de
Telefon: +49 162 23 637 38
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